Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Old Jacky´s Leben … oder: ein Leben das bisher keines war!

Bei Heike wurde ich mal wieder auf ein Hundeschicksal aufmerksam, welches ich mit diesem Artikel bekannter machen möchte. Wenn ich solche traurigen “Geschichten” lese, könnte ich meine ganzen Zukunftspläne über den Haufen werfen. Für mich steht heute schon fest, dass ich mindestens einen Hund haben werde, wenn ich mal in Rente bin. Vorher ist das einfach nicht machbar und wäre alles andere als art- und hundegerecht, da ich den ganzen Tag arbeiten bin. Bei einem solchen Hund wie Old Jacky würde das anders aussehen. Dieser arme Kerl hat im Grunde überhaupt keine Ansprüche an das Leben (mehr). Ihm reicht es auf seine alten Tage ein wenig Wärme und Gesellschaft zu bekommen. Etwas, was er bisher noch nie erleben durfte. Ehrlich! Wäre ich schon umgezogen, ich würde ihn aufnehmen … wenn da nicht noch der Job wäre. Mein Chef ist der beste Chef der Welt, keine Frage, aber eine solche Anfrage meinerseits dürfte er gar nicht entscheiden und somit hat sich mein Vorhaben (mit ziemlicher Sicherheit) auch leider schon wieder erledigt. Diesen Hund würde ich mit zur Arbeit nehmen wollen, er wäre zufrieden, wenn er unter meinem Schreibtisch liegen dürfte. Ich bin mir aber zu 99 % sicher, das mein Arbeitgeber das nicht mitmacht. Alleine schon aus dem Grund, dass andere dann evtl. auch ihre Haustiere mit zur Arbeit bringen wollen. Das sehe ich sogar ein. Aber ich finde immer, solche Entscheidungen sollten differenziert betrachtet werden. In dem Fall von Old Jacky würden alle Beteiligten aktiven Tierschutz betreiben!

Und das ist Old Jacky´s traurige Geschichte … 

Es liegt mir sehr am Herzen die Geschichte dieses Hundes zu erzählen. Ich weiß, es ist nur ein Schicksal von vielen verlorenen Seelen, doch soll es uns in Erinnerung rufen welches Leid wir Menschen verursachen …
Jacky wurde vor 9 Jahren zum Töten in einem Auffanglager entsorgt. Jacky war ein hübsches Hundekind. Er wollte ausgelassen spielen und war seines Lebens froh. Jacky konnte nicht wissen, dass sein Leben schon wieder zu Ende sein sollte.
Jacky hatte Glück, er wurde vom Tode verschont. Ob es Glück war muss man sich selber beantworten.
Ein Serbe der einen Hofhund benötigte holte Jacky zu sich. Jacky tauschte den bevorstehenden Tod gegen 7 Jahre seines Lebens an der Kette. Es waren 7 bitterkalte Winter und ebenso viele sengend heiße Sommer. Es waren 7 Jahre ohne Zuwendung, ohne ausreichende Versorgung, ohne ausreichendes Futter und Wasser. Es waren 7 Jahre Isolation und Gleichgültigkeit. Doch es gab auch ein wenig Zuwendung. Diese erfuhr Jacky in Form von Schlägen und Tritten, wenn der Mann wieder einmal mit sich und der Welt unzufrieden war.
Nach 7 Jahren brachte ihn der Mann in das Lager zurück und meinte Jacky hätte erschossen werden sollen, doch er sei nicht einmal eine Kugel wert, da er nie die Funktion eines Wachhundes gehabt hätte und eher ein Schaf als ein Hund sei.

Aus dem jungen lebenslustigen Jacky ist ein Greis geworden. Ein Hundegreis der nun seit mehr als 2 Jahren, mit mehr als 400 verlorenen Seelen, die alle 400 Geschichten zu erzählen hätten, gezwungen ist ein Leben in einem Auffanglager zu führen, das er nur schwer erträgt, und nur mehr darauf wartet dort zu sterben …

Ich möchte gegen den Tag ankämpfen an dem ich die Nachricht bekomme, dass Jacky im Hundemeer für immer versunken ist. Ich will dafür kämpfen dass Jacky nicht mehr tagtäglich den Attacken der Mitgefangenen schutz- und wehrlos ausgeliefert ist. Ich will dafür kämpfen dass Jacky seinen Körper wärmen kann, wenn die Kälte schmerzt, und er sich in den Schatten legen kann, wenn die Sonne auf sein Fell brennt. Ich will dafür kämpfen, dass er den friedlichen Schlaf finden darf, nachdem sein alter Körper schreit. Ein Schlaf der nicht mit dem entsetzlichen Gebell von 400 verlorenen Seelen untermalt ist. Jacky soll friedlich erwachen können, ohne von 400 Hundegefangenen überrannt oder im Schlaf angefallen und attackiert zu werden.

Ich kämpfe für Geborgenheit und dafür, dass diese Seele zur Ruhe kommt und sich mit dieser Welt versöhnen kann, bevor es zu spät ist. Old Jacky erwartet nichts mehr vom Leben. Er ist friedfertig und still.
Jacky hätte all seine 7 Sachen gepackt für seine letze Reise. Ich bete dafür, dass er diese letzte Reise nicht schon angetreten hat.

Nur ein Plätzchen müsste sich auftun für ihn wo er für den Rest seines Lebens bleiben kann …

Old Jacky würde dreifach geimpft, gechipt, entwurmt und lt. gesetzlichen Ausreisebestimmungen mit einem Tollwuttiternachweis dieses Land verlassen können.

Die Vermittlung erfolgt durch die HUNDESEELEN-NOTHILFE gegen eine Vorkontrolle und einen Schutzvertrag.

Ansprechperson: Carina Brunbauer
Mail: hundeseelen-nothilfe@hotmail.com
Mobil: 0043-699-11055495
Spendenkonto:
HUNDESEELEN-NOTHILFE
Raiffeisenbezirksbank Oberwart BLZ 33125
Kontonummer 000-00.048.082
IBAN AT713312500000048082 BIC RLBBAT2E125

Ungeachtet dessen, dass ich tatsächlich überlege, ob ich Old Jacky helfen kann, möchte ich euch (wie immer) bitten, dieses Hundeschicksal weiter bekannt zu machen (Blog, twitter, facebook, google+, etc.). Vielen Dank!

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9 Antworten zu “Old Jacky´s Leben … oder: ein Leben das bisher keines war!

  1. Melly 25. August 2011 um 07:57

    Und schon laufen mir am frühen Morgen die Tränen runter :(. Das schlimmste ist für mich, das Old Jack leider nicht der Einzige ist :(. Ich werde es auf jeden Fall verbreiten.
    Traurige Grüße Melly

  2. GZi 25. August 2011 um 10:06

    Es ist immer wieder bitter, so etwas zu lesen. Ich bin so froh, zu wissen, dass ich wenigstens einen Hund aus dem Tierheim habe, einen, der ein wunderschönes Zuhause gefunden hat… Ach, wenn ich könnte, wie ich wollte, ich würde… aber so werde ich zumindest für Old Jacky hoffen und die Nachricht verbreiten…

  3. Malina 25. August 2011 um 10:06

    Oh mein Gott. Die Tränen laufen! Ich werde Jack’s Geschichte ebenfalls verbreiten.

    LG
    Malina!

  4. ute42 25. August 2011 um 10:26

    Es tut sehr weh, so etwas zu lesen. Ich habe den Artikel bereits auf facebook übernommen.

  5. Frau Fröhlich 26. August 2011 um 16:37

    Mir fehlen mal wieder die Worte.
    Grausam in der Welt sind allein die Menschen.

  6. Sabine 28. August 2011 um 11:55

    Leider überlegen immer nur die “kleinen Leute”, wie sie in solchen Momenten helfen können. Das finde ich zum kotzen, während Menschen mit Platz und Möglichkeiten nichts von all dem Elend mitzubekommen scheinen.
    Züchter dürfen zusätzlich offiziell vermehren, Hundefänger und Tötungen verdienen Geld mit unendlicher Qual, Schwachmaten dürfen Tiere halten und Politiker aller Länder schauen zu.
    Was ist das für eine Welt?
    Sobald ein Tier einen Namen, ein Gesicht und eine Geschichte hat, wird alles mögliche versucht zu unternehmen. Obwohl, wie bereits im Text steht, über. 400 Jackys dort – und nicht nur dort – vegetieren.

    Sorry,mich macht dieser Aufruf wütend und ich werde ihn nicht übernehmen. Wenn Old-Jacky ausreisen kann, dann sollte er ausreisen – und zwar sofort! Eine Pflegestelle wird sich finden, warum auf ein Wunder der sofortigen Übernahme hoffen?

    Nichts für ungut, Sylvia. Ich denke Du verstehst.

  7. Pingback: In Erinnerung an Mimo oder – die Geschichte von Old- Jacky « Katzen-Heimat-Blog

  8. Pingback: Einige Gründe … « Katzen-Heimat-Blog

  9. Pingback: Happy End für Old Jacky | Melly Cats

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