Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

In Erinnerung an unseren Remy

Plötzlich und völlig unerwartet hat uns unser Remy verlassen.
Die kleine Chinchilla-Familie und auch ich können es immer noch nicht begreifen.
Remy, bitte pass von „da oben“ gut auf deine Familie auf.
Wir werden dich nie vergessen, du lebst in unseren Herzen weiter ♥

In liebevoller Erinnerung an „meinen kleinen Bruder“ Haico ♥

Bereits am 20. April ließen meine Eltern ihren Haico gehen und ich schaffe es jetzt erst ihn hier zu verabschieden. Auch wenn er nicht bei mir gelebt hat so habe ich doch sehr an ihm gehangen und ihn auch immer liebevoll „meinen kleinen Bruder“ genannt.

Als Haico am 30. Mai 2010 seinen Freund und „Papa“ Gerry verlor dachten wir alle, dass er alleine nicht zurechtkommen wird. Aber er erstaunte uns alle und wurde auf einmal ein mehr als selbstbewusster Hund der es nun scheinbar auch genoss seine Menschen und somit ihre ganze Aufmerksamkeit für sich zu haben.

Als meine Mama vergangenen Herbst sechs Wochen in der Klinik verbringen musste verbrachte ich „zwangsläufig“ sehr viel Zeit mit meinem Papa und somit auch mit Haico und ich bin heute froh, dass es so war.

Beide Fotos sind aus dem Herbst 2015– beide Bilder sind aus Herbst 2015 –

In den letzten Jahren kam immer mal wieder die ein oder andere Erkrankung, die er aber immer wieder gut weggesteckt hat. Im letzten halben Jahr jedoch baute er stark ab, verlor an Gewicht, das Fell ging aus, manchmal konnte er sich nicht auf den Beinen halten und fiel einfach um, aber er hatte immer noch Lebensfreude und einen guten Appetit. Das letzte Mal habe ich ihn am Ostersonntag gesehen und als ich wieder fuhr habe ich mich still bei ihm verabschiedet, irgendwie ahnte ich, dass es das letzte Mal war, dass ich ihn streicheln konnte und so kam es dann ja auch…

Den letzten so schweren Weg gingen meine Eltern mit Haico zuhause in seiner gewohnten Umgebung, denn die behandelnde Tierärztin machte es auch abends spät nach der Praxis noch möglich und kam auf Hausbesuch. Das ist nicht selbstverständlich und ich bin ihr dafür sehr dankbar.

Haico, mein kleiner Bruder, du durftest fünfzehneinhalb Jahre alt werden und hast ein traumhaftes Leben gehabt. Nun bist du wieder bei deinem „Papa“ Gerry und hinterlässt bei meinen Eltern und auch mir eine so große Lücke. Du fehlst zuhause an allen Ecken und Enden und ich denke, auch du bist froh darüber, dass die Eltern sich (nach wochenlangem „Verweigern“) nun doch im Verein für einen „Eurasier in Not“ angemeldet haben. Dein Platz soll nicht leer bleiben…

Testament eines Hundes

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben, denen zu hinterlassen, die sie lieben. Ich würde auch solch ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte. Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich immer in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht: „Nie wieder werde ich einen Hund haben, der Verlust tut viel zu weh!“

Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus und gib ihm meinen Platz. Das ist mein Erbe. Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles, was ich geben kann.

(Verfasser unbekannt)

Du lebst für immer in unserem Herzen und so unendlich vielen schönen Erinnerungen weiter ♥

Leo ist nicht mehr alleine – Fine (jetzt Leonie) ist bei uns eingezogen

Nachdem Anfang November mal wieder das Schicksal bei uns zugeschlagen und uns die kleine Marie genommen hat, habe ich lange überlegt wie es nun mit unserem alten „Zausel“ Leo weitergehen sollte. Zum Glück stellte er nicht das Fressen ein weil er auf einmal alleine war, auch das habe ich bei Kaninchen schon erlebt und dann ist schnelles Handeln erforderlich. Er aber ließ mir Zeit ihn zu beobachten und zum Nachdenken. Im Tierschutz wurde mir empfohlen ihn mehr in das Leben im Haus zu integrieren und so nahm ich ihn mit in die Küche wenn die Chinchillas Freigang hatten und abends mit ins Wohnzimmer zu den Katzen. Nachdem er aber bereits am zweiten Tag versuchte mit den Chinchillas zu schmusen und diese das natürlich nicht erwiderten, tat er mir einfach nur leid.

Leo mit zwei der Chinchillas

Leo mit zwei der Chinchillas

Auch der Kontakt zu den Katzen (vor allem zu Armani) wurde nicht erwidert …

Armani, Flöhchen & Leo

Armani, Flöhchen & Leo

…und so beschloss ich mich auf die Suche nach einer neuen Freundin für Leo zu machen. Ein Widdermädchen in annähernd Leo´s Alter (10,5 Jahre) zu finden schien schier unmöglich. Ein weiterer Rat aus dem Tierschutz, stattdessen zwei junge Kaninchen zu ihm zu gesellen, lehnte ich aus einem Bauchgefühl heraus ab. Ich sah mich um und nahm drei Widdermädchen in die engere Wahl. Zwei davon schieden nach Kontaktaufnahme zu den „Noch“-Besitzern aus verschiedenen Gründen wieder aus und so fiel die Wahl auf „Fine“, ein ca. 5 Monate altes Widdermädchen. Sie schien Leo nicht nur äußerlich sehr ähnlich zu sein sondern – und das war ja das Wichtige – auch vom Charakter her.

Patricia, die Fine vermittelte, war sogar bereit mit der kleinen Motte zu uns zu kommen, so blieb meinem alten (und mittlerweile auch vom Sehvermögen beeinträchtigten) Leo die Autofahrt und eine ihm völlig unbekannte Umgebung erspart. Sollte der Vergesellschaftungsversuch scheitern war sie bereit Fine wieder mit nach Hause zu nehmen. Einen besseren Versuch für Leo hätte es ja gar nicht geben können, trotzdem war ich mehr als aufgeregt als der Termin näher rückte…

Samstag vor zwei Wochen war es dann soweit, um 11 Uhr bekam unser Leo „Damenbesuch“. Die Zusammenführung fand in der Küche statt und war absolut unspektakulär. Fine legte sich vor Leo kurz flach auf den Boden (so nach dem Motto: „Du bist hier der Chef“), Leo legte den Kopf auf sie und damit war auch schon alles klar – Fine durfte bleiben. Schon nach ca. 20 Minuten setzten wir Fine und Leo ins Gehege und auch hier gab es keinerlei Probleme.

Leonie & Leo

Leonie & Leo

Für mich ist es immer wieder schwer sich für ein neues Familienmitglied zu entscheiden wenn man noch um ein verstorbenes Familienmitglied trauert. Aber Leo lebt nun seit über 10 Jahren bei uns und war in seinem Leben noch niemals alleine und so sollte er es auch jetzt nicht sein.

Leo & Leonie

Leo & Leonie

Fine – die jetzt Leonie heißt, weil bei uns ja schon eine Fine wohnt – war mir gegenüber anfangs sehr skeptisch, ich denke es lag daran, dass sie draußen gelebt und daher bis dato noch nicht so viel Kontakt zum Menschen hatte. Mittlerweile aber hat sie sich sehr viel bei Leo abgeschaut und ist komplett „aufgetaut“. Sie fühlt sich bei uns sehr wohl und weicht Leo nur selten von der Seite und unser alter „Zausel“ hat mittlerweile scheinbar auch seine Trauer überwunden und genießt seine neue Gesellschaft.

Leonie an ihrem ersten Tag bei uns, es schmeckt bereits ツ

Leonie an ihrem ersten Tag bei uns, es schmeckt bereits ツ

Vielen Dank an Patricia für die Möglichkeit dieser tollen Zusammenführung
und herzlich Willkommen bei der Rasselbande, Leonie ♥

Ein trauriger und plötzlicher Abschied von unserer Marie

Eigentlich hatte ich mir für meinen Urlaub Anfang November vorgenommen mich endlich noch einmal auf dem Blog zurückzumelden, diesmal hoffentlich und endlich noch einmal mit positiven Dingen. Leider kam es dann mal wieder anders…

Bereits im April diesen Jahres stellten wir bei der Jahresimpfung bei Marie fest, dass sie eine erbsengroße „Zubildung“ unter einer Zitze hatte. Wir behandelten mit Metacam was dazu führte, dass sie sich verkleinerte. Marie stand weiter unter Beobachtung. In den letzten Wochen „explodierte“ diese Zubildung aber leider, am vergangenen Montag wurde sie dann geröntgt und ein Blutbild gemacht, es war alles in Ordnung und so konnte sie Dienstagmorgen operiert werden. Die OP verlief gut und ohne Komplikationen aber leider erlitt Marie bevor sie aus der Narkose wieder wach wurde einen Herzstillstand. Es wurde alles versucht aber leider ohne Erfolg. Marie hatte es nicht geschafft…

M

Wie immer kamen dann Zweifel… war es richtig? Hätte man nicht operieren sollen? Aber zwei Tierärztinnen rieten unabhängig voneinander zu einer Operation und so denke ich, dass die Entscheidung richtig war auch wenn unsere kleine Motte es nicht geschafft hat.

Trotz des traurigen Ausgangs möchte ich mich an dieser Stelle bei Frau Dr. Breithardt (die uns Montagsnachmittags kurzfrisitg zum Röntgen und Blutnehmen ohne Termin dazwischen schob) und bei Katrin (die Marie operiert und alles versucht hat sie „zurückzuholen“) bedanken.

Mariechen, nur zweieinhalb Jahre durftest du bei uns sein und in dieser Zeit warst du für Leo die Welt. Nun bleibt der alte Knabe mit seinen 10,5 Jahren erst einmal alleine zurück und vermisst dich, genau wie ich. Ich bin mir sicher, dass dich unser Teddy „da oben“ würdevoll empfangen hat und irgendwann wirst du auch Leo wieder sehen. Aber jetzt kümmere ich mich erst einmal um ihn, auch wenn ich weiß, dass ich dich nicht wirklich ersetzen kann und darum suche ich momentan für ihn auch eine neue Gesellschaft, denn er war noch nie in seinem Leben alleine und soll es daher auch jetzt nicht bleiben. Ich bin mir sicher, dass das auch dein Wunsch für ihn ist.

M_L

Mach´s gut du kleine Maus und grüße alle, die bereits vor dir gegangen sind ganz lieb von uns allen.
Run free, Marie! Wir werden dich nie vergessen ♥

In liebevoller und trauriger Erinnerung an unsere Zaubermaus Chanel ♥

Meine kleine Maus… nun sitze ich mal wieder hier und mir bleibt nicht mehr als dich noch liebevoll auf unserem Blog zu verabschieden…

Du warst krank, das ist mir mehr als bewusst. Die Niere, mal wieder eine Anämie und eine leichte HCM und doch habe ich dich in den letzten Wochen in Zusammenarbeit mit der behandelnden Tierärztin wieder stabil bekommen. Du hast alles was sein musste so tapfer ertragen und vergangenen Montag – auf deinem und Armani´s 8. Geburtstag – hatten sich alle wichtigen Blutwerte wieder gebessert, du hast gut gefuttert, hattest zugenommen und bist wieder durch´s Haus geflitzt. Vergangenen Mittwoch hast du dich dann auf einmal verschlechtert und am Freitagnachmittag wurden wir in die Tierklinik überwiesen. Du wolltest nicht fressen, hattest Verdauungs- und auf einmal auch Luftprobleme.

Als ich die nötigen Formalitäten zu stationären Aufnahme über mich ergehen ließ hatte ich nur das Gefühl dich einfach wieder mit nach Hause nehmen zu wollen und heulte Rotz und Wasser. Aber welche Wahl hat man in solchen Situationen? Also fuhr ich schweren Herzens und ohne dich nach Hause in der Hoffnung dir würde geholfen.

Leider kam alles anders. Die geplanten Untersuchungen verzögerten sich – warum auch immer – und dann kam der Anruf vor dem sicher jeder Angst hat… du bist in der Klinik verstorben… nicht in meinen Armen, nicht in gewohnter Umgebung und nicht in der Nähe deines geliebten Bruders Armani.

Meine kleine Maus, ich mache mir solche Vorwürfe, weiß aber auch nicht wie ich es hätte besser machen können. Aber wenn es denn jetzt so plötzlich und unerwartet schon sein musste dann wäre ich so gerne bei dir gewesen… wie musst du dich gefühlt haben. Aber meine Gedanken waren die ganze Zeit bei dir und ich hoffe so sehr du hast das gespürt…

Chanel

Hier steht die Welt seitdem mal wieder still… als ich dich am Samstagmittag sofort nach Hause geholt habe und Armani die Transportbox sah freute er sich so sehr… bis er begriff. Wie immer hatten alle die Möglichkeit sich von dir zu verabschieden. Nun hast du deine letzte Ruhe im Garten direkt am Haus gefunden und ich hoffe Pascha, Balou und alle anderen haben dich liebevoll empfangen…

Meine kleine Zaubermaus, mein Stern… irgendwann sehen wir uns wieder ♥

DSC03649_Rahmen

Das Einzige, über das ich momentan froh bin, ist, dass ich noch bis Ende nächster Woche Urlaub habe, denn dein Bruder vermisst dich schon sehr und ich hoffe, ich meister die Aufgabe, die du mir nun übertragen hast. Ich verspreche dir gut auf ihn aufzupassen und werde immer für ihn – und natürlich auch alle anderen – da sein!