Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Warum „Stronzo“ ?

Vergesellschaftung … und wie Stronzo zu seinem Namen kam …

Ich bin schon sooo oft gefragt worden, wie man darauf kommt, seinen Kater „Stronzo“ zu taufen… Und da habe ich mir jetzt gedacht, ich erklär das mal und erzähle die Geschichte, wie es dazu kam… …steckt so gar nichts Böses hinter, auch wenn das die meisten aufgrund des Namens erstmal vermuten.

Als ich mich 2003 dazu entschloss, noch eine Katze aufzunehmen, hatte ich daran eine Bedingung geknüpft … es sollte eine richtig arme Socke aus dem Tierschutz sein. Wisst Ihr, so ein Tier was sonst keiner freiwillig nimmt. Und da ich sehr guten Kontakt zu meiner (damaligen) Tierärztin und zum ansässigen Tierschutzverein hatte, bimmelte innerhalb kürzester Zeit mein Telefon und eine Mitarbeiterin der Tierhilfe meinte: „Ich habe hier Ihre gewünschte arme Socke. Sie wartet nur darauf, von uns abgeholt zu werden.“

Gesagt, getan. Es handelte sich um einen ca. 4 Monate alten Kater, der mit ca. 5 Tagen zusammen mit 3 Geschwistern und seiner Mama in einem zugeklebten Pappkarton gefunden worden war. Er war von der Tierhilfe bereits vermittelt worden zu einer Familie mit einer bereits vorhandenen Katze. Dort saß er zu der Zeit seit drei Wochen, bis die neue Familie es aufgab. Die vorhandene Katze machte dem kleinen Kerl das Leben zur Hölle. Als wir die Wohnung betraten sahen wir nur was „rattenähnliches“ an uns vorbeiflitzen. Das war er.  Es hat ewig gebraucht, bis wir den kleinen Kerl endlich in meiner Box hatten. Es war bekannt, dass er immer wieder eine Art epileptische Anfälle bekam. Zu der Zeit war er schon bei drei Tierärzten gewesen, aber keiner fand die eigentliche Ursache.

Heute, nach mittlerweile 6 Jahren bin ich mir ziemlich sicher, dass das alles rein psychisch war.

Ich also mit dem kleinen schreienden und panischen Etwas im Auto Richtung nach Hause. Mitten während der Fahrt hörte er das Schreien auf und wurde ruhiger. Dann fing er an, sich mit mir auf eine ganz niedlich Art zu „unterhalten“. Mir sind echt die Tränen gekommen, und ich hatte eine panische Angst, dass es bei meinen (damals) 6en das gleiche Problem mit ihm geben könnte wie bei der Katze vorher. Ich durfte gar nicht dran denken, dann wurde mir schon k…eübel. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass dieser kleine Kater zu mir gehört.

Zuhause angekommen, habe ich ihn in seinem Korb ins Wohnzimmer gestellt und sofort das Türchen aufgemacht. Ich rechnete mit dem Schlimmsten und zitterte am ganzen Körper vor Angst, es könne schief gehen. Und dann die große Überraschung: der kleine Racker kam mit einem Selbstbewusstsein aus der Box, so was habe ich noch nicht erlebt. Alle 6 Katzen saßen um die Box und beobachteten das Geschehen. Er ging zu jeder der Katzen hin und stupste sie an. Danach lief er ca. 1 Stunde durch die ganze Wohnung und sah sich alles an, ohne sich von irgendwas ablenken zu lassen. Damit fertig ging er aufs Katzenklo und danach schnurstracks ins Wohnzimmer, legte sich mitten zwischen die anderen Katzen auf den Teppich und hielt dort stundenlang einen dicken Ratzer.

Mir rutschten dann lauthals die Worte raus: „Du bist ja vielleicht ein kleiner Stronzo!“ Und somit bekam der kleine Kerl seinen Namen Und wer jetzt noch meint, dass der Name trotzdem nicht nett ist …. tja, was soll ich dazu sagen? „Stronzo“ rufe ich ihn eigentlich auch nur, wenn er mal wieder was angestellt hat. Ansonsten heißt er bei mir „Stronzi“, „Stronzobaby“, „Kleiner“, „Süßer“, „Sohnemann“, „Schnurzel“ … etc. Er weiß immer, dass er gemeint ist.

Und hier noch zwei Photos von ihm, auf denen er doch ganz deutlich zeigt, dass er ein kleiner Stronzo ist ツ

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8 Antworten zu “Warum „Stronzo“ ?

  1. Sabine 17. Juli 2009 um 18:39

    Na super! Musst du mir noch um nach acht die „Rührungstränen“ in die Augen treiben?!
    Ich hoffe ich darf deine Rasselbande irgendwann mal kennenlernen…

    Hab ein schönes Wochenende!!

  2. Sylvia 18. Juli 2009 um 09:15

    Sorry, Sabine, das wollte ich natürlich nicht 😉
    Klar darfst du meine Rasselbande kennenlernen, was hindert dich daran?
    Euch ebenfalls ein schönes Wochenende!

  3. Lotta Gruen 3. Juni 2010 um 23:57

    Oh Sylvia, das ist ja eine schöne Geschichte! Und wie unglaublich süß Stronzo ist. Ich sach et ja, klauen könnt ich die alle. 😉

    Wir haben auch zwei so Namen-Geschichte. Erstmal Wubi, mein schwarzer Pracht-Pummel-Kater: Er lebte vorher bei einer alten Dame, die leider später an einer Psychose erkrankte und ach, ab da wurde alles furchtbar für sie und die Katzen. Bis irgendwann das Gesundheitsamt die Frau aus der Wohnung holen musste und dabei fiel eben auf, dass da noch zwei Katzen waren. Eine Freundin vom Tierschutz rief uns an und erzählte, dass da dieser Kater sei, der unbedingt ein Zuhause brauche. Der Kater hieße Bubi. Das B wurde allerdings verschluckt und ich hörte ein W. Also Wubi. Das blieb dann. Und er ist auch einfach so wubihaft der Wubi. 😉
    Und als wir Muck, diesen Mini-Tiger vom Tierschutz übernahmen, hieß er Powathan. o_O Vollkommen unpraktikabel. Wir überlegten tagelang, bis auf einmal, in dem Moment, als ich ihm in die Augen sah, da eine ganz klare Stimme war: Muck. Der Kleine heißt Muck.
    Ja und das passte auch zu ihm. Für immer.

  4. Sylvia 4. Juni 2010 um 11:22

    Ja, für immer! *knuddel*
    Das sind auch zwei sehr schöne Geschichten.
    Ich hatte auch schon Fälle, wo ich Tiere übernommen habe und somit auch ihren Namen … aber im Laufe der Zeit bildeten sich automatisch neue Namen aufgrund ihres Verhaltens 😉
    Ich finde ein Name muss zum Tier passen 😉

  5. Anja Riss 14. Juni 2011 um 10:50

    Das ist ja mal ne süße Geschichte 🙂 Ich liebe Katzen, hab nur leider mittlerweile irgendwie ne Allergie entwickelt (mein Mann leider auch 😦 )und werde mir deswegen wohl keine Katze holen können…Aber jetzt kann ich ja ab und an bei Dir hier reinschauen und mich freuen 🙂

    • Sylvia 14. Juni 2011 um 17:24

      Anja, erst einmal herzlich Willkommen auf meinem Blog!
      Das mit der Allergie ist schlimm und tut mir sehr leid!
      Habt ihr euch austesten lassen?
      Mein Papa ist „angeblich“ allergisch gegen Hunde und hat einen (bis vor kurzem sogar zwei).
      Aber ich freue mich natürlich sehr, wenn du häufiger hier vorbeischaust, wenn die Zeit bei mir momentan auch sehr knapp ist 😉

      • Anja Riss 14. Juni 2011 um 19:46

        Hatte mich schon mit 18 Jahren austesten lassen-die Ärztin hatte mir empfohlen meine damalige Katze abzugeben-nix da..sie ist erst vor zwei Jahren natürlichen Todes gestorben…Bis dahin klappte es ganz gut mit der Allergie-aber meine Schwiegerletern haben ne Katze, die auch noch schwer haart und gerne schmust 😉 Kann mir auch gut vorstellen das unser Sohn irgendwann mit dem Wunsch kommt eine Mieze haben zu wollen…hmm, das ist blöd 😦

  6. kathu.de (@kathude) 17. Februar 2012 um 08:15

    Tolle Geschichte und echt super erzählt 🙂

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