Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Ich habe heute …

Vor ein paar Tagen bereits habe ich bei Razortooth einen Text entdeckt, der mich zu Tränen gerührt hat. Ich hatte nachgefragt ob es ihr recht sei, den Text ebenfalls zu veröffentlichen, natürlich durfte ich …

Heute habe ich einen mehr als traurigen Anlass diese Geschichte zu veröffentlichen, denn Gerry, der ältere der beiden Hunde meiner Eltern musste diese Nacht eingeschläfert werden 😥 Ich habe es eben erst erfahren und bin wie vor den Kopf geschlagen …

Ich habe heute…..

Unsere Blicke haben sich getroffen, als sie meinen Korridor entlangging und in die Zwinger schaute. Ich spürte ihre Not sofort und wusste, dass ich ihr helfen musste. Ich wedelte mit dem Schwanz, nicht zu stark, damit sie sich nicht fürchten würde. Als sie an meinem Zwinger stehen blieb, habe ich ihr den Blick nach hinten versperrt, damit sie das kleine Missgeschick, das mir passiert war, nicht sehen würde. Ich wollte nicht, dass sie erfährt, dass ich heute nicht ausgeführt worden bin. Manchmal haben die Leute hier so viel zu tun, und ich wollte nicht, dass sie einen schlechten Eindruck von ihnen bekäme. Als sie die Karte mit meiner Beschreibung las, habe ich gehofft, dass meine Vergangenheit sie nicht traurig machen würde. Ich kann nur nach vorne schauen und möchte jemandem etwas bedeuten. Sie beugte sich zu mir herunter und machte leise Kussgeräusche. Ich drückte meine Schulter und meinen Kopf gegen die Gitterstäbe, um sie zu beruhigen. Sanfte Fingerspitzen streichelten meinen Nacken, sie hat die Gesellschaft dringend gebraucht. Eine Träne lief ihr über die Wange und ich hob meine Pfote, um ihr zu versichern, dass alles gut werden würde. Kurz darauf öffnete sich meine Zwingertür und ihr Lächeln strahlte mich so an, dass ich sofort in ihre Arme gesprungen bin. Ich versprach ihr, dass sie bei mir in Sicherheit wäre. Ich versprach ihr, sie immer zu begleiten. Ich versprach, alles dafür zu tun, dass ich ihr strahlendes Lächeln und das Glitzern in ihren Augen sehen würde.
Ich hatte solches Glück, dass sie ausgerechnet meinen Korridor entlanggegangen ist. So viele andere sind da draußen, die noch nicht diese Korridore entlanggegangen sind. So viele, die noch gerettet werden müssen. Wenigstens konnte ich einen von ihnen retten.

Ich habe heute einen Menschen gerettet.

Jetzt hoffe ich, daß es irgendwo da draussen diesen Hund gibt, der meine Eltern retten kann und für Haico ein neuer und lieber Weggefährte wird …

… und dich Gerry … wir werden dich nie vergessen!

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8 Antworten zu “Ich habe heute …

  1. taytom 30. Mai 2010 um 10:07

    Ach Sylvia, das tut mir so leid 😥 Fühl Dich lieb umarmt… Gerry hatte ein phantastisches Leben bei Deinen Eltern…

  2. Natira 30. Mai 2010 um 10:20

    Es tut mir leid, liebe Sylvia.

    und der Text ist wunderschön *Tränen wegwischt*

  3. Stefanie 30. Mai 2010 um 10:49

    Mein herzliches Beileid für euch alle, es ist so schwer einen geliebten Freund zu verlieren. Traurige Grüße …….

  4. Trixie 30. Mai 2010 um 11:28

    Sylvia, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Anscheinend kam die Entscheidung sehr überraschend. 😦

    Laß‘ Dich mal knuddeln. Es tut sehr weh, einen so langjährigen Freund und Weggefährten zu verlieren, auch wenn Gerry nun mal sein Alter hatte. Ich hoffe jedoch, daß Haico nun seinen Lebenswillen nicht verliert und ihr vielleicht nach der Trauerzeit einen neuen Freund für ihn finden werdet.

    Der Text ist übrigens wunderschön, mir standen ebenfalls die Tränen in den Augen.

    Liebe Grüße
    Trixie

  5. Sylvia 30. Mai 2010 um 11:36

    Danke euch allen!

    @Trixie:
    Ja, es kam überraschend. Klar, man sah ihm das letzte halbe Jahr sein Alter an. Er lief nicht mehr ganz so gut, war auch schonmal abwesend, oft aber war er auch auf einmal wieder total fit.
    Am Dienstag hat er seine Impfungen bekommen und seitdem war er schlapp, fraß schlecht und war selbst draussen manchmal lustlos. Gestern haben sich meine Eltern dann große Sorgen gemacht und wir alle haben gehofft, es lag noch an den Impfungen (er hatte danach immer ein paar Tage Probleme).
    Als dann heute morgen mein Vater anrief war ich wie vor den Kopf geschlagen. Ich weiss noch nicht sehr viel, meine Eltern sind völlig fertig.
    Er sagte was von Herzinfarkt und Herzversagen. Auch ohne nähere Hintergründe denke ich, daß es die richtige Entscheidung war, zumindestens in dem Alter.
    Bis auf die letzten Tage ging es ihm saugut und keiner von uns hätte gewollt, daß sich das in der nächsten Zeit ändert. Dann lieber so …
    Trotzdem tut es verdammt weh! 😥

  6. Frau Kunterbunt 30. Mai 2010 um 11:50

    Liebe Sylvia,

    es tut mir sehr Leid fühl dich einfach in den Arm genommen 😦

  7. Marlene 30. Mai 2010 um 16:32

    😥
    das tut mir Leid für dich, deine Eltern und auch für Haico, welcher sicherlich seinen Freund genauso vermisst wie die Zweibeiner. Fühlt euch einmal gedrückt.
    Sicherlich ist deinen Eltern die Entscheidung schwer gefallen.

    Der Text ist wirklich traurig schön und ich hoffe auch, dass ein Hund deine Eltern und auch Haico rettet

    Traurige Grüße
    Marlene

    und Felix sendet einen letzten Nasenstupser ins Regenbogenland

  8. Frau Fröhlich 31. Mai 2010 um 06:55

    Das tut mir sehr sehr leid Sylvia … ich drücke dich mal feste !

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