Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Leben mit der Rasselbande [morgens]

Bereits vor ein paar Wochen kam ich aufgrund eines Artikels von Ute auf die Idee, mal meinen Tagesablauf aufzuschreiben. Irgendwie habe ich es dann wieder vergessen, wurde aber durch einen ähnlichen Artikel von Trixie wieder daran erinnert. Jetzt könnt ihr euch fragen, was interessiert mich, was Sylvia zuhause so treibt 😉 Stimmt, geht euch auch eigentlich gar nichts an :mrgreen: Oder doch? Eine Diskussion zwischen Bettina (Frau Schnüffel) und mir auf dem Katzen-Heimat-Blog gab mir dann noch einmal einen aktuellen Anlass einmal meinen „Stundenplan“ aufzuschreiben, denn viele machen sich vor der Anschaffung eines Haustieres gar keine Gedanken, wieviel Arbeit damit zusammenhängt. Im Großen und Ganzen kann ich die Menschen, die mir über den Weg laufen und mein Hobby kennen in zwei Kategorien einteilen: Die einen halten mich für einen totalen Spinner und die anderen finden es einfach nur toll.

Ein ganz „normaler“ Morgen bei der Rasselbande

04:25 Uhr
Wecker (5 Minuten zum „wach“ werden, Nachrichten hören, aufstehen)
04:35 Uhr
Erstmal auf´s Bad und eiskaltes Wasser ins Gesicht kippen 🙄
Futterschalen in der Küche einsammeln und einweichen
Saubermachen von vier Katzenklos einschließlich Streu wegkehren
Auffüllen von Lucky-Kitty-Trinkbrunnen, Cat-It Water-Fountain-Trinkbrunnen, zwei Hundetrögen und dem Kitty-Lake mit Wasser
Auffüllen von verschiedenen Trockenfuttersorten an drei verschiedenen Stellen
Kurze Kontrolle beim Aquarium, ob die gesamte Technik einwandfrei „läuft“
04:45 Uhr
Bad
05:00 Uhr 
Obst (Apfel, Banane, Weintrauben) und Gemüse (Gurke, Paprika, Möhre, Tomate) für die Kaninchen, die Papageien und die beiden Hamster „schnippeln“ und auf die einzelnen Tröge verteilen
Schnell im Halbdunkel ins Tierzimmer, Heu bei den Kaninchen auffüllen und die Obst- und Gemüsetröge auf die einzelnen Gehege verteilen*
Die eingeweichten Futterschalen spülen
05:15 Uhr
Verteilen von Medikamenten an die chronisch kranken Katzen
(Stronzo = 3 Tabletten, Muckl = 5 Tabletten, Armani = 1 Tablette, Balou = Malzpaste)
Schmuseeinheiten nicht vergessen! 😉
05:25 Uhr
Bett zulegen, Proviant für den Tag zusammensuchen, anziehen, Katzenklos noch einmal kontrollieren
05:35 Uhr
Ab zur Arbeit!

* Wenn ich mal später zur Arbeit fahre, werden morgens auch schon die Gehege saubergemacht. Aber morgens um kurz nach fünf geht das nicht, denn ich muss immer damit rechnen, daß die Papageien losbrüllen 😕 … und bis 6.00 Uhr ist schließlich Nachtruhe 😉

Das war jetzt der „ideale“ Morgen 😉 Oftmals hat sich auch eine der Katzen über Nacht erbrochen und dann heisst es erstmal putzen. Auch kommt es natürlich vor, dass neben den chronisch Kranken weitere Tiere krank sind, auch sie werden dann natürlich morgens schon dementsprechend versorgt. Während der Monate der Futterumstellung bei den Kaninchen kam es auch häufiger vor, dass sich eins der Langohren über Nacht „eingesaut“ hat, dann wurde auch morgens schon Kaninchenpo gewaschen 😉 Und wer die kleinen Chaoten Balou und Armani (näher) kennt, der kann sich vorstellen, dass die beiden auch um diese Zeit schon Flausen im Kopf haben 😉

Ich denke, dass viele, die mein Hobby toll finden und mich darum beneiden jetzt nicht mehr mit mir tauschen wollen :mrgreen: Aber ich finde, jeder sollte sich vor der Anschaffung eines Tieres Gedanken darüber machen, ob er bereit ist, auf vieles zu verzichten und nur bedingt flexibel zu sein. Auch die Arbeit, die mit einer (artgerechten!) Haustierhaltung zusammenhängt sollte man bedenken.
Für mich ist das alles völlig normal und ich mache es gerne. Auch wenn es bei mir schon einmal Tage gibt, an denen ich gerne länger schlafen würde, ganz klar! 😉

Teil 2 „Leben mit der Rasselbande [nachmittags/abends]“ folgt … es sei denn, ihr habt genug gehört 😉

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20 Antworten zu “Leben mit der Rasselbande [morgens]

  1. taytom 14. Oktober 2010 um 09:24

    Genug gehört? NÖ! Freue mich auf Deinen Abend 🙂
    Ich brauche morgens auch immer eine Stunde für alles, inkl. duschen, schminken, Haare föhnen; Katzenklos, Katzenfutter. Die Schnecken mache ich immer erst abends..

  2. Sylvia 14. Oktober 2010 um 09:27

    Duschen gehe ich immer abends, geschminkt wird nicht und Haare fönen ist bei meinen kurzen Haaren nicht nötig 😉
    Der Abend folgt dann in Kürze, aber das wird dann länger 😉

  3. pashieno 14. Oktober 2010 um 12:04

    Gerne höre ich noch von Deinen Abend.
    Ich brauche in der Regel auch ca. 1 Stunde in der früh. Vielleicht sollte ich auch mal einen Beitrag zu meinen Tagesablauf schreiben….

  4. Marlene 14. Oktober 2010 um 12:07

    Booooh, ich bewundere ja eh schon immer wie du das alles neben dem Leckerliverdienen so schaffst, aber nun staune ich noch mehr. Und wenn du Feierabend hast, dann geht es ja auch noch weiter 😉

    Ich bin morgens gar nicht so aktiv, brauche immer ganz schön, bis ich auf Touren komme.

    RESPEKT, liebe Sylvia

    LG
    Marlene

  5. Sylvia 14. Oktober 2010 um 12:07

    @Marlene:
    Hm, ja, morgens mache ich ja nicht so viel, aber abends handelt es sich dann schon um Stunden 🙄

    @Heike:
    Die Stunde ist ja an und für sich kein Problem, es kommt nur drauf an, was man in die 60 Minuten alles hineinpackt 😉
    Ja, schreibe mal, ich komme vorbei und werde lesen 😉

  6. Bettina 14. Oktober 2010 um 14:58

    ich sitze und grinse, was muss ich doch hellsichtig sein – genau so hab ich mir das vorgestellt 😉

  7. ute42 14. Oktober 2010 um 15:00

    Das ist schon ein ganzes Stück Arbeit mitten in der Nacht. Ich bewundere dich sehr und finde es schön, dass du so für deine Tiere da bist. Na, jetzt kannst du dich ja erst mal bei der Arbeit ausruhen :-). Ich bin gespannt auf deinen Abend.
    LG Ute

  8. Anja 14. Oktober 2010 um 20:03

    Ich gehöre zur Kategorie: „Einfach nur toll“ und möchte auf jeden Fall noch mehr lesen! Genug habe ich nicht 😉 und finde die Idee klasse …. vielleicht sollte ich das auch mal aufschreiben, was man morgens so vor der Arbeit alles erledigen muss, damit es den Tieren gut geht … die danken es einem aber immer wieder auf solch liebevolle Art und Weise, daß man es gerne macht!
    Freue mich auf mehr!
    Liebe Grüße
    Anja

  9. Inga 14. Oktober 2010 um 20:49

    Also ich brauche, ehrlichgesagt, eine Stunde OHNE jegliche Tierversorgung 😀

  10. natira 14. Oktober 2010 um 20:57

    Wow! Ich bin ehrlich gesagt doch froh, daß bei mir nur Merlin und Marlowe leben, mein Morgen ist schon bereits deutlich *g* entspannter…

    Lg Natira

  11. Nine 14. Oktober 2010 um 21:57

    Ich brauche allein im Bad fast eine Stunde (duschen, fönen, schminken, glätten). Demzufolge müsste ich für Deine Schicht noch eine Stunde früher aufstehen. Da ich viele Jahre lang selbst 4 Kaninchen & Dsungi hatte und diese auch stets mit leckerem Frischfutter beglückte, weiß ich welche Arbeit das ist: nämlich eine Arbeit die Spaß macht und die man gerne macht zum Wohl der Fellnasen.
    Erst kommen die Tiere dran, dann wir selbst. So ist es bei uns auch heute noch. Hätten wir ein Haus, dann wären auch mehr Tiere da, aber in der Wohnung ist mir das einfach zu viel. Ich käme mit dem Putzen nicht mehr nach. Prima, dass Du ein Extra Tierzimmer für die Mümmels hast, wo sie nach Belieben hoppeln können. Bei uns liefen sie kreuz und quer durch die Zimmer und man kann sich sicher vorstellen, welche Arbeit das machte. Dies war auch ein Grund dafür, uns keine Kaninchen mehr zu holen, auch wenn ich sie noch so sehr liebe.

  12. Sylvia 15. Oktober 2010 um 06:24

    @Bettina:
    Wenn es anders wäre hätte ich mit dir auch sicherlich Ärger bekommen, hm? 😉

    @Ute:
    Der Abend wird aber um eine ganze Ecke länger, ich kann dich nur warnen 😉

    @Anja:
    Ich hätte dich auch nicht in die andere Kategorie „gepackt“ 😉
    Ja, schreib auch mal deinen Tagesablauf auf, würde mich interessieren, wie es in anderen Tierhaushalten so abgeht, vor allem bei denen, die wie ich Vollzeit berufstätig sind. Und was die Tiere betrifft … und wie sie es einem danken!!!

    @Inga:
    Das wundert mich jetzt nicht :mrgreen: … und ganz schnell wegduck!

    @natira:
    Das kann ich mir vorstellen und es gibt auch bei mir sicherlich Tage, an denen ich dich beneide! 😉

    @Nine:
    Auch ein Haus muss geputzt werden, daher sehe ich da ehrlich gesagt keinen Unterschied 😉
    Ich glaube, ich muss etwas richtigstellen! Meine Kaninchen haben kein eigenes Zimmer, in dem sie nach belieben hoppeln können. In dem „Tierzimmer“ sind die Papageien, die Hamster und die Kaninchen untergebracht und die Kaninchen haben ein großes Innengehege. Laufen dürfen sie nur unter Aufsicht, dann aber in der ganzen Wohnung.

    • Nine 15. Oktober 2010 um 13:07

      Ja, das mag sein (puncto Haus/Wohnung). Aber es ist ein Unterschied, ob ich in einer 65 m² Wohnung 4 Ninchen halte und noch weitere Tiere, oder aber in einem Haus mit weitaus mehr Fläche. :-/
      Wie ich schon sagte, für mich könnten es auch nie genug Tiere sein, aber was nicht geht, geht leider nicht. Mir fehlte dann auch immer ein schöner Garten, wo die Kleinen mal Luft schnuppern können. Unser Balkon war dafür einfach zu windig und auch zu sonnig.

      • Sylvia 15. Oktober 2010 um 13:51

        Was die Fläche betrifft gebe ich dir natürlich recht!
        Aber was die Sauberkeit betrifft so ist es gleich, ob ich eine Wohnung oder ein Haus sauberhalten muss.
        Je mehr Platz – umso mehr ist sauberzuhalten 😉

        Ein Umkehrschluß aus deinen Äußerungen wäre, daß meine ca. 90 m² große Wohnung zu klein für die Rasselbande wäre 😉

        • Nine 15. Oktober 2010 um 14:19

          Nee, kommt auf die Aufteilung an. Ich denke, es ist Ermessenssache. Mir war unsere Wohnung für 4 Kaninchen einfach zu klein. Auch 3 Katzen wären mir hier viel zu viel, weil sie einfach keine Möglichkeit hätten, sich auch mal aus dem Weg zu gehen. Das Büro ist aus guten Gründen (wenn wir nicht daheim sind und nachts) geschlossen. Ebenso das Mini-Bad.
          Bliebe den Tieren also nur noch die kleine Küche, der kleine Flur, das Schlafzimmer und das Wohnzimmer. Also alles zusammen dann nichtmal 50 m². :-/
          Wie gesagt, es kommt auf die Aufteilung an und ich finde es schön, wenn Jemand für seine Tiere lebt. Ich für mich jedoch habe entschieden, es nicht mehr zu „übertreiben“ ==> siehe 4 freihoppelnde Kaninchen + Hamster & 2 Menschen in einer kleinen Wohnung.

  13. Frau Fröhlich 15. Oktober 2010 um 08:45

    Wie wäre es mit toller Spinnerin ? 😉

    Ich finde es für dich toll, dass du das so hinbekommst und für deine Tiere so da bist. Mir persönlich wäre das eindeutig zu viel.

    4 Katzis sind absolut ausreichend ! Und ich bin froh, dass mein Männe und ich uns Füttern und Klos machen teilen.

    Er morgens :mrgreen: und ich dann abends 😉

  14. Sylvia 15. Oktober 2010 um 08:48

    Mit der „tollen Spinnerin“ kann ich absolut leben 😉
    Aber davon abgesehen … ich kann auch mit dem totalen Spinner leben :mrgreen:
    Wie heisst es so schön?
    Was juckt es eine deutsche Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr kratzt :mrgreen:

  15. Sabine 16. Oktober 2010 um 14:05

    Hut ab, liebe Sylvia!
    Ja, so ist das, wenn man zu seiner übernommenen Verantwortung steht. Dein Tagesablauf, in punkto Haustiere, ist gleichzusetzen mit einem Nebenjob. 🙂
    Tiere brauchen in etwa die gleiche Versorgung wie Kinder, und wie viele Tierhalter verlieren die Lust nach einer gewissen Zeit oder denken gar nicht daran, die eigenen Bedürfnisse zurück zuschrauben.
    Meine Hündin z.B. holte ich aus einem Tierheim in Budapest. Von Stund an war klar, dass ich mein Leben mit ihr teilen werde. Da ich zu der Zeit selbstständig war, gab es keine Probleme, sie jeden Tag mit zur Arbeit zu nehmen. Auch in der anschließenden Firma hatte ich sie immer dabei. Als diese Firma Insolvenz anmeldete, musste ich nicht nur einen neuen Job suchen, sondern selbstverständlich gleichzeitig einen, wo ich meine Hündin mit hinnehmen konnte.
    Es gab gute Angebote, aber alle ohne Hund und die waren ausgeschlossen für mich.
    Jetzt arbeite ich bei einem Kurierdienst, der mich nicht das „gewohnte“ verdienen lässt, aber meine Hündin und ich sind glücklich. Den ganzen Tag auf Achse, überall gibt es Möglichkeiten zur Pipipause.

    Bin auch sehr gespannt auf Deine Fortsetzungen!!!

  16. Sylvia 21. Oktober 2010 um 13:36

    Beim Hund ist es ja noch schlimmer und man ist noch weniger flexibel, aber ich finde, du hast eine gute Lösung für euch beide gefunden, Hut ab! Geld ist ja noch lange nicht alles. Mein Chef hat lange versucht mich in Richtung „Führungskraft“ zu treiben, ich habe dankend abgelehnt. Ich gehe arbeiten um zu leben und nicht andersherum. Und in einer solchen Position hätte ich nicht mehr genug Zeit für meine Tiere gehabt 😉

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