Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Ein Herz reicht vollkommen … zwei Hände nicht immer!

In den letzten Wochen habe ich häufiger das Gefühl nicht allen Tigern gerecht zu werden. Woran das liegt ist mir klar, nur wie ich es ändern kann absolut nicht.

Woran liegt es? Auch wenn es Pascha den Umständen entsprechend gut geht, so ist er seit Wochen recht pflegeintensiv, und das in mehrfacher Hinsicht.
In erster Linie fordert er meine Aufmerksamkeit ein, und das Tag und Nacht, wenn es sein muss auch mit Krallen. Mal gerade an Tagen, an denen ich tagsüber arbeiten bin, sind die Nächte mehr als unruhig. Pascha möchte nicht, dass ich schlafe, Pascha möchte, dass ich ihn beachte. Mit ihm reden, mit ihm schmusen, ihn unter die Bettdecke lassen. Das mache ich auch alles gerne und ich kann ihn gut verstehen, aber auch mein Körper fordert irgendwann seinen Schlaf (-;
Der nächste, sehr zeitintensive Punkt ist das Problem mit Pascha´s Verdauung. Allerspätestens alle drei Tage muss ich ihm mit einem Klistier helfen, oftmals auch mehrere Tage hintereinander. Im Anschluß daran geht die Toilettenrunde los (-;
Hinzu kommt, dass Pascha sich nicht mehr alleine pflegt, das habe ich übernommen. Tägliches Bürsten und auch das Säubern seines Po´s gehört natürlich dazu.

Das alles nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, Zeit, die ich für die anderen Tiger im Moment nicht mehr aufbringen kann. Manchen (wie Armani und Chanel) scheint das nichts zu machen. Auch Balou beschäftigt sich sehr viel alleine oder mit den anderen Katzen. Bei Stronzo merke ich, dass er sich häufiger zurückzieht, nur nachts lässt er es sich nicht nehmen, eng an mich gekuschelt mit im Bett zu schlafen. Biene nutzt die Zeiten, die ich im Bad verbringe, um mich für sich zu haben (-; Flöhchen schläft neuerdings mit im Bett und hat jede Scheu verloren, da sie jede kleine Gelegenheit nutzt um mit mir zu kuscheln. Muckl … ja Muckl geht mit der Situation auf ihre ganz eigene Art um … sie ist seit Anfang des Jahres häufig unsauber. Da wird mal der Schuhschrank angepinkelt oder auf die Fliesen im Gäste-WC gek… Böse bin ich nicht, eher traurig denn es liegt ja eigentlich an mir bzw. der fehlenden Zeit.

Den Urlaub, den ich (familiärbedingt) diesen Monat noch habe, werde ich ganz intensiv für den Versuch nutzen, allen Tigern mal wieder richtig gerecht zu werden. Ich hoffe auch, dass sich die derzeitige Situation auf Dauer besser einspielen wird, denn ich hoffe sehr, dass ich Pascha noch lange „betüddeln“ darf!

Euch vielen Dank für´s Zuhören. So ist das in einem Haushalt mit vielen Tieren, es gibt nicht nur schöne Seiten und häufig gilt es, Probleme zu bewältigen …

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8 Antworten zu “Ein Herz reicht vollkommen … zwei Hände nicht immer!

  1. kathu.de (@kathude) 8. März 2012 um 11:18

    Oje, das klingt nicht gut 😦 Wir drücken dir ganz fest die Daumen, damit alles wieder gut wird 🙂

  2. Angela 8. März 2012 um 11:41

    Wünsche dir viel Kraft! Hab *nur* zwei Katzen und mit meiner alten Dame schon alle Hände voll zu tun….Sie kann übrigens auch immer weniger alleine den Darm entleeren. Habe wieder begonnen, vorgeweichte Flohsamenschalen (die weißen, die aussehen, wie abgeschnittene Fingernägel;-) )unters Futter zu mischen. Ihre Bürsteneinheiten fordert sie laut meckernd ein. Zum Fressen brauchen wir zweimal täglich rund drei Stunden, bis die Schüssel in Etappen leer gefuttert ist, weil sie dazwischen eine Nickerchen machen muss…
    Aber wir lieben sie trotzdem. ♥
    Ganz lieben Gruß
    Angela

  3. sabineww 8. März 2012 um 15:03

    Ach es tut mir so leid, dass es Pascha so schlecht geht – wie traurig 😦

  4. Sylvia 8. März 2012 um 15:09

    @kathu.de: Danke, gedrückte Daumen sind immer gut!

    @Angela: Flohsamen habe ich bereits zuhause, das Problem bei Pascha ist, er frisst nur (!) Trockenfutter und da ist das natürlich schlecht zu verwenden. Ich überlege im Moment noch an einer Lösung. In Waser einweichen wäre eine Möglichkeit, aber alles, was man ihm mit Spritze ins Mäulchen gibt, findet er schrecklich. Er bekommt zweimal täglich Bifiteral auf diese Weise …

    @Sabine: So schlecht geht es ihm ja nicht, er ist einfach uralt und nicht mehr gesund. Ich habe ja auch kein Problem mit seiner Pflegeintensität sondern damit, dass diese Zeit den anderen verlorengeht 😉

  5. ute42 8. März 2012 um 16:36

    Das ist wirklich nicht einfach für dich. Menschenkindern könnte man erklären, warum man ihnen nicht allen die gleiche Aufmerksamkeit schenken kann. Bei Tieren geht das halt leider nicht. Muckl scheint das am meisten zu treffen. Ich hoffe trotzdem sehr, dass du Pascha noch eine Weile bei dir haben darfst.

  6. Gabi 8. März 2012 um 18:46

    Ich wünsche Dir weiter ganz viel Kraft und Geduld für alle Deine Schätze! Wenn ich das alles so lese, bin ich noch dankbarer als ohnehin schon, dass meine 20jährige Moppelmieze noch recht gut zurecht kommt. Hoffentlich bleibt das auch noch eine ganze Weile so – und Euch wünsche ich, dass Ihr immer besser zurecht kommt! Alles Liebe!!

  7. engelundteufel 12. März 2012 um 12:52

    Ach wir können die anderen schon gut verstehen, bei uns ist schon Schlange stehen bei den Dosies obwohl wir gesund sind. Klar braucht Pascha viel Aufmerksamkeit und Liebe – da müssen die anderen zurückstecken, das hilft jetzt nix. Auch wenn Katz hier und da doch eifersüchtig ist. Die Unsauberkeit hatten wir hier mal bei Teufel, als er meinte nicht genug Liebe zu bekommen.
    Schnurrer Engel

  8. Frau Fröhlich 21. März 2012 um 07:22

    Ja, diese Zeiten, wo man weniger Zeit für die Tiger hat, die gibt es einfach.
    Schön, dass die meisten deiner Tiger damit gut klar kommen.

    Yuri und Nino können das eigentlich auch sehr gut wegstecken. Sie sind eh ein Kopf und ein Arsch und immer zusammen.

    Nur Linus reagiert in solchen Momenten auch mit Unsauberkeit. Gott sei Dank uriniert er nicht, sondern setzt eine nette Wurst in die Badewanne. Das kann man einfach wegmachen *ggg*

    Auch hält das nicht lange an, da ich dann sofort reagiere und es dann wieder gegessen ist. Kommt allerdings auch nur 1 bis 2 mal im Jahr vor *toi toi toi*

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