Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Monatsarchive: April 2012

Alessandra …

Nach den guten Nachrichten über Pascha jetzt zu einer traurigen Geschichte, ich hatte es ja gestern versprochen.

Wie am vergangenen Freitag bereits berichtet, ist Alessandra am Freitagnachmittag mit in die Tierarztpraxis gefahren. Sie war die Fahrt über total hyperaktiv und hatte deutliche Luftprobleme.

Für ihre Untersuchung zog Frau Köhn ihren Kollegen und Augenspezialisten Herrn Wieser hinzu. Er schaute sich Alessandra´s Augen an und musste feststellen, dass nicht nur das rechte Auge mehr als übel aussah, sondern das auch das linke Auge nicht in Ordnung war. Beim Abhören stellte sich heraus, dass die Lunge feucht war. Ausserdem konnte eine Umfangsvermehrung im Bauchraum ertastet werden. Alte Hamster neigen leider Gottes zu Tumorbildungen. Herr Wieser vermutete, dass Alessandra schon nichts mehr sehen konnte. Dies alleine wäre ja kein Problem gewesen, denn sie kannte ihr Gehege seit 5 Monaten, man hätte nur nichts verändern dürfen. Das Problem ist, dass eine Diagnose bei diesen kleinen Tiere wahnsinnig schwer bis unmöglich ist. Die Augen schienen auf jeden Fall nicht ihr Hauptproblem zu sein. Ich spürte, dass beide Tierärzte hin- und hergerissen waren und wäre Alessandra nicht so wahnsinnig agil und gut im Futter gewesen, hätten sie sicherlich am Freitag schon dazu geraten sie zu erlösen. So aber wurden wir mit den Worten „Jeder soll seine Chance haben!“ und einigen Medikamenten entlassen. Sie sollte einmal täglich 0,05 ml Marbocyl (Antibiotikum) bekommen und 3 bis 5 mal täglich Augensalbe und Augentropfen jeweils im Abstand von einer Stunde. Wir bekamen noch den Hinweis mit, dass, sollte es ihr am nächsten Tag schlechter gehen … aber das könnt ich euch ja denken …

Auch auf der Rückfahrt war Alessandra total unruhig. Zuhause angekommen bekam sie das Antibiotikum und die Augentropfen, dann setzte ich sie in ihr Gehege zurück. Auch hier war nur Unruhe angesagt und ich beobachtete mehrfach, dass sie mit dem Köpfchen irgendwo anstiess. Als es an der Zeit war, die Augensalbe zu verabreichen, hatte sie sich gerade beruhigt und war in ihrem „Bau“ verschwunden. Ich hörte auf meinen Bauch und liess sie schlafen. Die Salbe wollte ich ihr vor dem Schlafengehen noch geben. Das funktionierte auch, denn ich erwischte sie noch einmal außerhalb ihres „Bau´s“ und musste sie nicht wecken.

Ich ging mit dem Gedanken schlafen, dass die kommende Nacht eine Entscheidung bringen würde und hoffte, sie würde im Fall der Fälle einfach einschlafen …

Samstagmorgen lag ich seit 5.00 Uhr wach und nur die Tatsache, dass die Tierärztin erst ab 8.00 Uhr erreichbar war und das fünf Tiger schmusen wollten hielt mich im Bett. Ich hatte kein gutes Gefühl und die Papageien waren unruhig! Das sind sie nie, bevor ich nicht aufstehe! Das machen sie nur, wenn etwas nicht stimmt. Viertel vor sieben bin ich dann aufgestanden und mein Verdacht bestätigte sich … Alessandra lag neben ihrem Bau, zusammengekrümmt und hatte schlimme Atemnot. Ich überlegte nicht lange! Ab unter die Dusche, alle Tiere mit Medikamenten versorgt und um halb acht saß ich im Auto Richtung Tierarztpraxis.

Leider taten wir uns dann zunächst recht schwer mit der Entscheidung. Da Hamster Beutetiere sind stossen sie unter Stress sehr viel Adrenalin aus und das verfälscht das Krankheitsbild! In diesem Fall war es so, dass sie zunächst wieder recht agil wirkte und auch an den Armen von Frau Köhn hinaufkletterte. Sie wollte ihr noch bis Abends oder dem nächsten Morgen eine Chance geben. Ich aber wusste, wie sie morgens im Gehege gesessen hat! Wir beratschlagten und währenddessen nahm uns Alessandra die Entscheidung ab! Die Aktion zuvor hatte ihr soviel Kraft geraubt, sie sass zusammengekauert mit dem Näschen auf dem Boden und ihr ganzer Körper war in Bewegung …. bei jedem Atemzug! Die Lunge hörte sich nach wie vor schlimm an und im Bauchraum konnte man deutlich die Umfangsvermehrumg ertasten. Auch die Augen waren beide schlimmer geworden. Die Chance, die sie evtl. noch gehabt hätte war verschwindend gering gewesen und so entschieden wir gemeinsam, sie nicht leiden zu lassen. Sie war uralt, keiner weiss genau wie alt, aber das ist auch egal! Sie ist in meiner Hand eingeschlafen …

So fertig ich auch war, aber ich musste weiterdenken, eine Infektion war nicht ausgeschlossen. Also räumte ich zuhause das komplette Gehege aus und desinfizierte alles. Auch wenn ich jetzt erstmal ein paar Tage Abstand brauche, so steht doch fest, dass in Kürze wieder ein Goldhamster in das Gehege einziehen darf!

Balou konnte am Samstag in Ruhe von seiner kleinen Freundin Abschied nehmen (ihr erinnert euch?), trotzdem hat er verzweifelt das ganze Gehege nach ihr abgesucht. Den Rest des Tages wollte er auf meinen Arm und schmusen und auch bei dem Rest der Rasselbande herrschte eine ungewöhnliche Stille …

Alessandra hat nur fünf Monate bei uns gewohnt aber alle haben sie mit ihrem lieben Charakter und ihrer aufgeschlossenen und freundlichen Art direkt in ihr Herz geschlossen. Wir vermissen sie ganz schrecklich …

Advertisements

Pascha´s Untersuchungsergebnisse

Mit einer kleinen Verzögerung (den meisten dürfte der Grund dafür bekannt sein) hier endlich der mehr als positive Bericht von Pascha´s Kontrolltermin von vergangenem Freitag.

Die Fahrt verlief sehr ruhig, nach der ersten kurzen Aufregung legte sich Pascha auf meine Oberschenkel und döste vor sich hin. Ach ja, er hatte ein neues Trikot an, leider habe ich kein Photo gemacht, das holen wir noch nach, aber alle fanden ihn mal wieder chic (-;

In der Praxis angekommen kamen wir auch ganz schnell an die Reihe und es war schon alles für die Echokardiographie vorbereitet. Frau Köhn liess sich zunächst alles über Pascha berichten und war bereits mit meinen Aussagen sehr zufrieden. Dann wurde Pascha auf die Waage gestellt und es stellte sich heraus, dass er 500 Gramm zugenommen hatte! Super!

Der Versuch, Pascha abzuhören scheiterte zunächst kläglich … nicht, weil Pascha nicht wollte, nein! Er schnurrte, und er hatte auch nicht vor, das aufzuhören (-; Immer wieder bat Frau Köhn meinen kleinen Stinker „Hör doch bitte mal auf zu schnurren, ich kann doch sonst nichts hören!“ Aber den Gefallen tat Pascha uns nicht, schließlich waren ja alle lieb zu ihm, warum sollte er dann aufhören zu schnurren?

Also beschlossen wir, zunächst das Echokardiogramm zu erstellen … auch hier war Pascha superlieb. Das er eine ganze Weile still auf der Seite liegen musste und dabei auch noch festgehalten wurde fand er absolut nicht schlimm … und es wurde weitergeschnurrt! (-;

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Der viel zu große Vorhof vom Herz hatte sich deutlich zurückgebildet. Andere „Defekte“ sind gleich geblieben aber unter dem Strich ist Frau Köhn sehr zufrieden! Die Dosierung seiner Herztabletten war also genau richtig! Aufgrund vorhandener „Turbulenzen“ im Herz würde jetzt normalerweise zusätzlich ein Beta-Blocker gegeben, aber damit möchte Frau Köhn momentan noch warten. In ca. drei Monaten möchte sie die Untersuchung wiederholen und danach entscheiden, wie es weitergeht.

Als nächstes wurde Pascha Blut abgenommen. Auch das liess er wie immer lieb über sich ergehen, allerdings nahm sein Schnurren ab und so konnte er auch endlich abgehört werden. Auch hier ein absolut gutes Ergebnis!

Zum Schluß wurden ihm noch ein wenig die Krallen gekürzt, da er sie teilweise nicht mehr ganz einziehen kann, eine Begleiterscheinung des Alters …

Wir wurden ins Wartezimmer entlassen und warteten auf die Blutergebnisse. Auch hier Entwarnung! Obwohl wir aufgrund des Herzproblems nichts gegen die Niereninsuffizienz machen können bleibt der Kreatininwert stabil. Alle anderen Blutwerte sind für sein Alter und bei seinen Erkrankungen ebenfalls im grünen Bereich!

Frau Köhn hat ihren Sweety mit ganz großer Freude und den Worten entlassen: „Du wirst noch 50!“ (-:

Gute Reise, Alessandra!

Mein kleiner Liebling Alessandra ist gestern morgen um 8.00 Uhr von ihren Leiden erlöst worden.

Geh deinen Weg ruhig inmitten von Lärm und Hast, und wisse,
welchen Frieden die Stille schenken mag.
(aus Irland)

Dieser Spruch stand am gestrigen (!) Tag  auf meinem Kalender.

Ich habe Alessandra gestern neben Gismo und Bella im Garten begraben.
Kleine Maus, du fehlst uns so sehr!

Über die näheren Hintergründe werdet ihr in den nächsten Tagen mehr erfahren,
im Moment fehlt mir dazu einfach die Kraft, ich hoffe, ihr versteht …

Geplantes und … Ungeplantes!

Erst einmal zum Geplanten … Heute nachmittag hat Pascha (nach zwei Monaten!) noch einmal einen Kontrolltermin bei der Tierärztin. Da ich bei geplanten Tierarztbesuchen meistens den Freitag wähle, da ich dann nachmittags frei habe, und vergangene Woche die Tierärztin nicht in der Praxis war, wurde der Termin auf heute verschoben. Das aber mit absolut gutem Gewissen, denn Pascha geht es mehr als gut!  Seit heute morgen 6.00 Uhr „dürfen“ alle Tiger hungern, denn Pascha muss heute nachmittag aufgrund einer Blutentnahme, um den Kreatinwert zu kontrollieren, nüchtern sein. Aber ich gehe davon aus, dass nebem dem Nierenwert ein komplettes Blutbild angefertigt wird. Außerdem ist ein Echokardiogramm geplant. Hierbei soll kontrolliert werden, ob die Dosis der Herztabletten richtig eingestellt ist. Ich fahre mit einer sehr positiven Einstellung zu diesem Termin, denn ich bin mir sicher, dass Frau Köhn ihren Sweety und/oder Eulenpapa, wie sie ihn immer liebevoll nennt, fast nicht wiedererkennen wird (-:

Dann weiter mit dem Ungeplanten … gestern abend stellte ich fest, das mein Goldhamstermädchen Alessandra sich kein Frischfutter geholt gehamstert hatte. Das machte mich stutzig, also sah ich in ihren „Bau“. Auf einem Auge klebte Streu und nachdem ich das eine gefühlte Ewigkeit mit Augenreiniger eingeweicht und entfernt hatte, sah ich, dass das Auge „ausgetrocknet“ aussieht. Außerdem „fiept“ sie ein wenig beim Atmen. Ansonsten befindet sie sich aber in einem sehr guten Zustand. Ich setzte sie zurück in ihr Gehege und gab Trocken- und Frischfutter direkt in ihre Schlafkammer, in der Hoffnung, sie würde davon essen. Heute morgen sieht es so aus, als ob sie nicht aus ihrem „Bau“ gekommen wäre, das Futter, was ausserhalb dessen steht, war unberührt. Allerdings habe ich heute morgen nicht nach ihr gesehen, denn ich musste zur Arbeit. Heute mittag werde ich nach ihr schauen und sie auf jeden Fall heute nachmittag mit in die Tierarztpraxis nehmen.

Um viertel nach zwei werden sich sieben Katzen freuen, weil wieder Futter zur Verfügung steht. Weniger freuen wird sich Pascha, denn er darf dann in seine Transportbox krabbeln. Allerdings nur bis zum Auto, dann darf er auf meinen Arm, denn meine Eltern sind so lieb und fahren mit uns in die Tierarztpraxis. Dort bleibt mein Papa draussen bei Haico und meine Mama geht mit ihrem Liebling Pascha mit zur Untersuchung. Das wir noch einen kleinen Patienten mitnehmen, wissen die beiden noch gar nicht (-; … ein Bericht folgt, sehr wahrscheinlich aber nicht mehr heute, denn die Untersuchung von Pascha wird ein wenig dauern und danach ist er meistens sehr erledigt, so dass ich direkt mit ihm auf der Couch verschwinde und chille!

Der 1. Platz! … Wir freuen uns sehr und sagen Danke!

Die Votingphase für das Superblog 2012 endete am Dienstag um 12.00 Uhr und gestern Nachmittag – nach langem Warten – gab Hitmeister die Sieger bekannt. Ich traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass mein Blog (in der Rubrik Tiere) den ersten Platz belegt hatte. Und das liegt weniger an der Beliebtheit meines Blogs sondern vielmehr an dem tollen sozialen Netzwerk der Finca Lucendum in Spanien, denn dorthin wird der Gewinn von 250 € gespendet! Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen, die gevotet und geteilt haben, bedanken! Ihr seid der Wahnsinn, denn ohne euch hätten wir das nicht geschafft! Und auch Gisi und Ralf möchten sich zusammen mit ihrem Team bedanken …

Auch wenn der Gewinn sich jetzt erst einmal auf den ganz normalen „bürokratischen“ Weg Richtung Rasselbande macht, habe ich das Geld heute morgen bereits nach Spanien überwiesen, denn im Moment gibt es auf der Finca ein paar Sorgenkinder, die enorme Tierarztkosten verursachen. Da ist Marques, der jetzt bereits seit einer Woche in der Klinik bleiben musste, heute aber *edit* hoffentlich entlassen wird (-: Florian hatte sich am Montag beim Spielen und raufen mit den anderen Hunden schwer am Auge verletzt, morgen wird sich herausstellen, ob er das Auge behält. Und da ist Tombjobina … die nun auch endlich auf der Finca angekommen ist. Neben vielen anderen Erkrankungen hat sie stark entzündete Pfoten und das Laufen ist sehr schmerzhaft. Und das sind nur drei Beispiele von unendlich vielen Seelen, die momentan auf der Finca leben …

         

Mit einem Klick können alle Bilder vergrößert werden!

Die ganze Aktion hat sehr viel Spaß gemacht, diente einem guten Zweck und eines steht für mich schon fest! Die Rasselbande ist auch im nächsten Jahr wieder mit am Start … und ich hoffe, ihr auch!?! (-; Und ganz zum Schluß auch noch ein Danke in Richtung Hitmeister für diese tolle Kampagne, denn ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen!