Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Der Baum

Für alle die, denen es im Moment nicht so gut geht! …

Ein Gärtner beabsichtigte einen schönen neuen Baum zu pflanzen. Er sollte die besten Voraussetzungen zum Wachsen haben. Einfach die besten, die ein Baum nur haben kann. Also hob er weiträumig um die Einpflanzungsstelle den Boden aus und entfernte alle Steine und alles was den Wurzeln des Baumes im Wege sein konnte.

Dann nahm er die weichste und lockerste Erde, die zu finden war, und schüttete sie in die vorgegrabene Vertiefung und setzte den jungen Baum hinein. Die Wurzeln sollten es so leicht wie möglich haben, sich ihren Weg zu bahnen. Ja sie sollten sich ungehindert entfalten können und sich nicht durch harten Boden kämpfen müssen, und kein Stein, sollte ihre Bahnen stören.

Der Baum wuchs schnell in die weiche Erde hinein und begann seine Wurzel in ihr auszubreiten und mit aller Kraft schoss er in die Höhe. Der Gärtner sah es mit Freude, gab dem Baum die beste Düngung und schnitt ihm den Weg zum Licht frei, indem er alle Pflanzen in der Umgebung beseitigte. So brauchte der Baum sich nicht mühen und hatte Nahrung, Licht und Helligkeit im Überfluss. Schließlich war er zu beträchtlicher Höhe emporgeschossen.

Da geschah es, dass eines Tages ein großer Sturm heranzog und mit gewaltigen Böen über das Land brauste. Der Wind griff nach dem Baum und zerrte an seinen Zweigen und Ästen und da die Pflanzen in der Umgebung alle kurz gehalten waren, traf ihn die Gewalt des Sturmes schutzlos.

Gleichfalls wäre es für einen Baum dieser Größe ein leichtes gewesen, dem Sturm zu widerstehen, doch die Wurzeln griffen nur in weichen Boden, fanden keinen Halt und keinen Stein, den sie umklammern konnten. Nirgendwo hatten sie sich durchgekämpft, nirgendwo sich Platz schaffen müssen. So drückte der Sturm den schönen Baum zur Seite, riss ihn mit samt seinen Wurzeln aus und warf ihn zu Boden.

(Verfasser unbekannt)

Diese Metapher spiegelt wunderbar unser Leben wieder. Es geht im Leben nicht darum, keinen Hindernissen zu begegnen. Sondern, dass wir lernen damit umzugehen, um noch stärker daraus hervorgehen. So werden wir immer stärker und bekommen die nötigen Fähigkeiten, um mit weiteren „Stürmen des Lebens“ besser zu Recht zu kommen. Denn wir alle wollen im Leben glücklich sein, aber ohne den Schmerz. Doch den Regenbogen gibt es auch nicht, ohne den Regen.

Auch die Ängste und Schmerzen sind ein wichtiger Teil von Dir. Sie lassen Dich wachsen. Und obwohl es zuerst weht tut und Du sie am liebsten loswerden würdest, stellst Du irgendwann fest, dass Du ohne die Bewältigung dieser Hindernisse, niemals der Mensch geworden wärst, der Du jetzt bist. Akzeptiere die Angst und Du wirst stärker. Akzeptiere die Hoffnungslosigkeit und Du findest neue Hoffnung. Und akzeptiere den Schmerz und Du findest neue Freude!

(Elmar Rassi – Motivation & mehr)

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6 Antworten zu “Der Baum

  1. fitundgluecklich 17. Juli 2012 um 14:28

    Wow, das ist toll, ich danke dir!!!! Das ist so schön, ich werd das gleich meiner Mama schicken 😉

  2. Christiane 17. Juli 2012 um 18:03

    Ja, da fühlen sich wohl mehrere deiner Leser angesprochen… Dankeschön dafür.

  3. Sylvia 17. Juli 2012 um 18:24

    @Uli: Ich fand es toll und musste es hier einfach verewigen! …

    @Christiane: … kein Danke! – wofür? ツ Mir geht es im Moment mehr als gut, und trotzdem finde ich diesen Text sehr gut, vor allem wahr! Wenn man schlechte Zeiten gemeistert hat, weiß man, dass auch sie für etwas gut waren – ja, sie machen stark!
    … ach ja, und in diesem Zusammenhang dann auch noch ein offizielles „Herzlich Willkommen“ auf dem Blog der Rasselbande! Schön, dass du da bist! ツ

  4. naschhexe 17. Juli 2012 um 18:48

    Reblogged this on naschhexe und kommentierte:
    Gefunden und für gut befunden…

  5. Frau Fröhlich 19. Juli 2012 um 10:31

    Was für eine wunderbare Geschichte Sylvia und ja, es ist so … unser Leben sollten wir nehmen, wie es ist und lernen damit zu leben, um stärker zu werden und zu lernen 🙂

  6. ein transzendenter 11. Oktober 2012 um 03:38

    Überbehütung – kein Mensch kann sich vor Leuten schützen die einem Gutes tun wollen!

    So – ich kenn die geschichte ganz anders – also der gärtner planze den baum und sagte zu seinem bekannten, dieser baum wird 500 jahre alt – da der bekannte das nicht glauben wollte und zum Beweis riss er den kleinen baum raus und warf ihn weg – dann kam aber besagter strum und wehte den baum so, das der baum in mitten einer kuhle zum liegen kam – dort schön wurzel fassen konnte da schlick und schlamm ihn nährten – und an der Stelle steht er noch immer und kein sturm und kein wetter kann ihn was anhaben.

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