Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Mit Gott zu Mittag gegessen!

Es war einmal ein kleiner Junge, der unbedingt Gott treffen wollte. Er war sich darüber bewusst, dass der Weg zu dem Ort, an dem Gott lebte, ein sehr langer war. Also packte er sich einen Rucksack voll mit einigen Coladosen und mehreren Schokoladenriegeln und machte sich auf die Reise.
Er lief eine ganze Weile und kam in einem kleinen Park. Dort sah er eine alte Frau, die auf einer Bank sass und den Tauben zuschaute, die vor ihr nach Futter auf dem Boden suchten.

Bildquelle

Der kleine Junge setzte sich zu der Frau auf die Bank und öffnete seinen Rucksack. Er wollte sich gerade eine Cola herausholen, als er den hungrigen Blick der alten Frau sah. Also griff er zu einem Schokoriegel und reichte ihn der Frau.
Dankbar nahm sie die Süßigkeit und lächelte ihn an. Und es war ein wundervolles Lächeln! Der kleine Junge wollte dieses Lächeln noch einmal sehen und bot ihr auch eine Cola an. Und sie nahm die Cola und lächelte wieder – noch strahlender als zuvor. Der kleine Junge war selig. Die beiden sassen den ganzen Nachmittag lang auf der Bank im Park, aßen Schokoriegel und tranken Cola – aber sprachen kein Wort.
Als es dunkel wurde, spürte der Junge, wie müde er war und er beschloss, zurück nach Hause zu gehen. Nach einigen Schritten hielt er inne und drehte sich um. Er ging zurück zu der Frau und umarmte sie.
Die alte Frau schenkte ihm dafür ihr aller schönstes Lächeln.

Zu Hause sah seine Mutter die Freude auf seinem Gesicht und fragte:  ”Was hast du denn heute Schönes gemacht, dass du so fröhlich aussiehst?”
Und der kleine Junge antwortete: ”Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und sie hat ein wundervolles Lächeln!”

Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn schon auf sie wartete. Auch er fragte sie, warum sie so fröhlich aussah.
Und sie antwortete: ”Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und er ist viel jünger, als ich gedacht habe.”

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3 Antworten zu “Mit Gott zu Mittag gegessen!

  1. GZi 12. November 2012 um 12:08

    Welch wunderschöne Geschichte – Danke dafür! Und ja: Gott ist uns viel Näher, als wir denken. Um ihn zu sehen/zu spüren müssen wir nur achtsam sein, mit offenen Augen und vor allem weitem Herzen das Leben leben!

  2. Frau Fröhlich 12. November 2012 um 12:51

    Wieder eine wunderschöne Geschichte Sylvia. Und das Bild dazu mit der Bank ist klasse. Wenn jeder sich doch nur ein kleines Scheibchen abschneiden würde für seinen Alltag und den Umgang mit anderen Menschen bzw. Lebewesen im Allgemeinen.

  3. ute42 12. November 2012 um 13:16

    Eine wundervolle Geschichte, liebe Sylvia. Einfach danke dafür.

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