Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Canelo wartet

Eine wunderbare Geschichte die es wert ist zu lesen und zu teilen!

Canelo wartet

Es war Mitte der 80er Jahre. Canelo war der Hund eines alten Mannes aus einem kleinen Ort in Spanien, Cadiz. Canele war ein treuer Begleiter seines Herrchens. Er folgte ihm auf Schritt und Tritt. Und obwohl Canelo ein Hund war, kann man sagen, dass die beiden, beste Freunde waren.

Einmal in der Woche musste Canelo´s Herrchen zur Dialyse im nahegelegenen Krankenhaus. Auch hier begleitete Canelo seinen Freund. Die Krankenhausverordnungen ließen jedoch verständlicherweise keine Hunde zu, daher wartete Canelo auf sein Herrchen. Immer links neben der Eingangstür.

Eines Tages starb Canelos Herrchen im Krankenhaus. Canelo wartete, wie immer links neben der Eingangstür, aber sein Freund kam nicht. Canelo wartete. Er wartete und wartete. Aus einer Stunde wurde ein Tag. Aus einem Tag wurden zwei. Weder der Hunger noch der Durst ließen ihn von seinem Plätzchen weichen. Es regnete. Die Sonne knallte. In der Nacht war es kalt. Canelo wartete. Bestimmt würde sein Herrchen bald kommen – und dann ab nach Hause.
Die Bewohner aus Cadiz bemerkten natürlich den Hund. Sie gaben ihm Wasser und versorgten ihn mit Futter, hierbei wechselten sie sich in regelmäßigen Abständen ab. Zwölf Jahre wartete Canelo auf sein Herrchen. Er akzeptierte weder eine andere Familie, noch ließ sich der clevere Hund einfangen.

Am 09. Dezember 2002 starb Canelo vor dem Krankenhaus. Die Ursache ist leider nicht mehr nachvollziehbar, nach all den Jahren. Einige Quellen sprechen von einem Autounfall, andere sagen, er sei an seinem Warteplatz einfach ruhig eingeschlafen.

In Gedenken an Canelo hat die Stadt Cadiz ein Denkmal errichtet. Es soll uns daran erinnern, wie stark die Treue, Hingabe und bedingungslose Liebe eines Tieres sein kann.

Teile diese Geschichte und mehr Menschen werden von Canelo erfahren.

(Text Markus Brandl)

Advertisements

5 Antworten zu “Canelo wartet

  1. fitundgluecklich 22. November 2012 um 12:04

    Ach wie schön!! Das erinnert mich an Hachiko, der in Japan gewartet hat!!

  2. Sylvia 22. November 2012 um 12:12

    Ja Ulli, musste ich auch dran denken, allerdings kenne ich nur den Trailer, ich kann mir solche Filme nicht anschauen, dann steht das Wohnzimmer unter Wasser …

  3. GZi 25. November 2012 um 23:17

    Welch schöne, traurige, zu Herzen gehende Geschichte…

  4. Frau Fröhlich 27. November 2012 um 12:48

    Da schießen mir gleich wieder die Tränen in die Augen. So wunderschön und doch so tragisch.

  5. idebenone 28. November 2012 um 10:06

    Lasse (nicht Lassie) Hallströms Film beruht auf dieser wahren Begebenheit: Er erzählt, wie der Professor eines Tages nicht zurückkehrte und der Hund vergeblich wartete. Wie er tags darauf dennoch wiederkam. Wie er immer wieder vor dem Bahnhof saß und sehnsüchtig den 17-Uhr-Zug erwartete, selbst bei Schnee und Sturm, zehn Jahre lang, bis er starb.

Hinterlasse (d)einen Pfotenabdruck

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: