Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Monatsarchive: Februar 2013

Meine zwei momentanen Sorgenkinder

Muckl_Miniatur_2_RahmenWie Anfang letzter Woche bereits berichtet, machte mir Muckl mal wieder akute Sorgen. Es war ein ständiges Auf und Ab und ich beobachtete die ganze Geschichte, wie mit der Tierärztin abgesprochen, zunächst. Für mich deutete ihr ganzes (zum Teil sehr seltsames) Verhalten aber erneut darauf hin, dass die Schilddrüse wieder nicht richtig eingestellt ist und so fuhr ich mit ihr am Dienstagnachmittag zur Blutabnahme um den T4 überprüfen zu lassen. Ich ließ vorsichtshalber mehr Blut als nötig abnehmen, um in dem Fall, dass nicht die Schilddrüse Ursache wäre, ein Blutscreening hinterher schieben zu können, ohne dass Muckl erneut in die Tierarztpraxis müsste.
Das Ergebnis lag bereits gestern Vormittag vor und es fiel aus wie von mir erwartet. Der Schilddrüsenwert ist mal wieder viel zu hoch (12) und die Tablettendosis (Felimazole 2,5 mg) wird nun erhöht. Bekam sie bis jetzt im täglichen Wechsel einmal täglich eine / zweimal täglich eine, so bekommt sie ab jetzt jeden Tag zwei Tabletten (jeweils eine morgens und abends). Die nächste Kontrolle steht dann in vierzehn Tagen an und sollten wir den Wert nicht in den Normbereich bekommen, wird darüber nachgedacht das Medikament zu wechseln.

Strubbel_Miniatur_RahmenDas zweite Sorgenkind ist Strubbel. Ich war am Dienstag schon fast mit Muckl auf dem Weg in die Tierarztpraxis, da stellte ich fest, dass Strubbel´s linke Auge, welches schon lange erblindet war, völlig zugeklebt war. Ich fühlte vorsichtig nach und spürte, dass das ganze Fell rund um das Auge total nass war. Ich überlegte nicht lange, holte eine zweite Box und Strubbel fuhr ungeplanter Weise mit zur Tierärztin. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nichts Schlimmes, aber das sollte sich schnell ändern.
Nachdem Muckl Blut abgenommen bekommen hatte kam Strubbel an die Reihe. Die Tierärztin öffnete das Auge vorsichtig und uns traf beide förmlich der Schlag. Mitten auf dem Auge befand sich ein großes Loch, aus dem Flüssigkeit austrat. Habt ihr schon einmal von jetzt auf gleich weiche Beine bekommen? Ich in diesem Augenblick auf jeden Fall! Der Anblick war alles andere als schön und ich konnte kaum glauben, dass das Strubbel keine Schmerzen bereiten würde. Kaninchen hören unter Schmerzen sofort auf zu fressen, Strubbel hatte kurz vorher aber noch Leckerchen aus der Hand genommen.
Die Tierärztin sagte mir, dass das Auge ihres Erachtens entfernt werden müsste, mir jedoch schoss direkt durch den Kopf „Eine Narkose mit fast elf Jahren?“ Ein Problem, das wussten wir beide, denn für Kaninchen ist eine Narkose generell problematisch. So jedoch konnte das Auge natürlich auch nicht bleiben, denn schließlich waren hier Infektionen Tür und Tor geöffnet. Sie rief umgehend bei einem Augenspezialisten in der Nachbarstadt an, der in der gleichen Praxis ansässig ist wie die behandelnde Tierärztin von Pascha. Ein kleiner Trost, man kannte sich und ich habe großes Vertrauen in diese Tierarztpraxis.
Ich konnte sofort kommen und so „schmiss“ ich auf dem Weg dorthin nur die darüber sehr entsetzte Muckl zuhause raus und fuhr sofort los. Der ätzende Feierabendverkehr und die Angst um Strubbel machten mich nervös, aber da mussten wir jetzt wohl gemeinsam durch. Kurz nachdem wir angekommen waren kamen wir auch schon an die Reihe und Herr Wieser schaute sich das Auge erst einmal sehr genau und schweigend an. Dann durfte Strubbel zurück auf das dicke Kissen in ihrer Box und Herr Wieser fing an zu erklären.
Wäre Strubbel jünger würde er das Auge sofort unter Narkose entfernen, das wäre die „sauberste“ Lösung, denn damit wäre die Ursache allen Übels beseitigt. In ihrem Fall tut er sich aufgrund ihres Alters aber auch schwer mit einer Narkose und schlug vor, Strubbel stationär aufzunehmen und sie auf der einen Seite lokal am Auge zu behandeln, auf der anderen Seite mit Antibiotikum (Marbocyl) und einem Entzündungshemmer und Schmerzmittel (Metacam) abzudecken. Ziel sollte sein, dass das Auge sich verschließt um so zu verhindern, dass Bakterien ungehindert in das Auge gelangen können. Ich stimmte dem Vorschlag mit dem Wissen zu, dass es jederzeit zu einer Operation kommen könnte. Wir „verabredeten“ uns für den nächsten Morgen zu einem Telefonat und ich fuhr ohne Strubbel nach Hause.
Über die ganzen Stunden bis zu dem versprochenen Anruf möchte ich hier nicht schreiben, ihr könnt euch denken, wie bescheiden die ausfielen …
Gestern Morgen berichtete Herr Wieser dann, dass Strubbel soweit stabil sei und ihm das Auge ein wenig besser gefallen würde. Das bedeutet allerdings noch lange keine Entwarnung. Er behält sie die nächsten 24 -36 Stunden noch in der Praxis und es wird stündlich Augensalbe verabreicht. Sollten sie das Auge bis Heute weiter stabilisieren können wird über eine Entlassung nachgedacht. Im Moment muss man aber wohl noch ständig mit einem neuen Einbruch rechnen, für den Fall habe ich ihm gestern bereits die Einverständniserklärung zur sofortigen OP gegeben. Sollte sie nach Hause dürfen und weiter therapiert werden kann trotzdem erst in 10-14 Tagen entschieden werden, ob wir einen Zustand erreichen, der auf Dauer akzeptabel für Strubbel ist. Erst dann kann eine Operation ausgeschlossen werden.
Jetzt kann ich nur abwarten, was der heutige Anruf für Neuigkeiten bringt, ich hoffe so sehr, dass das Auge sich weiter stabilisiert hat.

Update von 11.00 Uhr: Das Auge von Strubbel hat sich verschlechtert, so dass sie gleich operiert wird. Sie wurde bereits internistisch auf den Kopf gestellt und es wurde nichts gefunden, was das Narkoserisiko erhöhen würde. Jetzt können wir viele gedrückte Daumen gebrauchen, bitte!

Update von 14:00 Uhr: Strubbel hat die Operation so weit gut überstanden, liegt aber noch auf intensiv (Tropf und Wärmebox). Der Tierarzt ist zufrieden mit dem Verlauf, kann aber noch keine Entwarnung geben. Sie ist noch arg „neben sich“, das kommt durch ihr stolzes Alter.  Aber sie war während der Operation stabiler wie manches junge Kaninchen. Alle Parameter blieben stabil, selbst beim Blutverlust durch die Entfernung des Auges. Sie wird jetzt relativ schnell zwangsgefüttert, damit ihre Verdauung angeregt wird. Wenn ich bis nach der Sprechstunde nichts mehr von ihm höre ist das ein gutes Zeichen! Ich bin guter Dinge, denn Strubbel ist eine Kämpferin!

Update von 19:30 Uhr: Strubbel ist soweit stabil und was die Narkose betrifft auch über den Berg, hat aber Probleme mit den Hinterläufen! Ich habe jetzt erklärt, dass sie das bereits seit  circa 2-3 Jahren schon im „Normalzustand“ hat. Sie wird jetzt über Nacht weiter beobachtet und morgen früh zum Beginn der Sprechstunde kann ich mich direkt wieder melden. Bis jetzt hat sie noch keinen Kot abgesetzt und wird weiterhin zwangsernährt, das ist nach der ganzen Aktion aber auch kein Wunder! Jetzt muss sie sich ausruhen und wieder zu Kräften kommen!

Update vom 01.03.2013 – 8:30 Uhr: Leider keine so guten Nachrichten! Strubbel hat nicht nur Probleme mit den Hinterbeinchen sondern auch mit den Vorderbeinchen. Ist nicht ganz klar ob neurologisch oder kreislaufbedingt. Sie hängt jetzt wieder am Tropf und die Tendenz ist noch nicht ganz klar. Sehr wahrscheinlich darf sie heute noch nicht nach Hause. Sie hat aber Kot abgesetzt und über Nacht auch ein klein wenig selbständig gefressen. Sie machen alles was sie können um sie zu stabilisieren, aber natürlich kann er nichts versprechen und auch keine Entwarnung geben. Trotzdem ist er nicht unzufrieden, denn das Auge sieht wohl gut aus und die Narkose hat sie überlebt, das war ja absolut nicht sicher. Wenn sich im Laufe des Tages etwas ändert (positiv wie negativ) dann meldet er sich, ansonsten wie gestern nach der Sprechstunde. Sollte sie sich stabilisieren kann sie evtl. auch Abends noch nach Hause aber für mich hörte sich das eben nicht danach an.

Update vom 01.03.2013 – 20:00 Uhr: Strubbel hat es leider nicht geschafft, sie wurde erlöst, weil sie sich bereits im Nierenversagen befand …

Da Herr Wieser am Dienstagabend fragte, ob das Auge mal näher untersucht worden wäre mache ich mir jetzt große Vorwürfe, denn nein, es wurde nie genauer untersucht. Die Aussage der damals behandelnden Tierärztin lautete „Sie ist halt alt und wird blind.“ Scheinbar wäre eine damalige genauere Untersuchung jetzt hilfreich, denn keiner kann sagen, wie es zu diesem heftigen Defekt auf dem Auge kommen konnte bzw. was die Ursache war. Für Strubbel kommt diese Erkenntnis jetzt zu spät, die Tierärztin wurde (aus anderen bis dahin bekannten Gründen) bereits gewechselt! … aber für die Zukunft habe ich daraus gelernt!

Und eine weitere Erkenntnis ergab sich aus der momentanen Situation. Eigentlich hatte ich mich entschlossen, auf Dauer nur zwei Kaninchen zu halten, schließlich war das Gehege auch nur für zwei Tiere gedacht. Die „Dritten“ waren immer „Notkaninchen“ oder wie jetzt Teddy, der verwitwete Bock meiner Freundin. Jetzt ist Strubbel seit Dienstagabend in der Tierarztpraxis und Leo und Teddy trauern. Sie liegen nur zusammen, sind sehr ruhig und fressen deutlich weniger als normal. Aber sie sind zu zweit! Hätte ich momentan nur zwei Kaninchen hätte ich direkt zwei Probleme, denn der „Alleingelassene“ könnte in Hungerstreik treten und das ist bei Kaninchen nun mal nicht ungefährlich, da sie ständig Futter aufnehmen müssen. Diese Situation hatte ich 2002 bereits einmal, als Pauline eingeschläfert werden musste und Robby umgehend jede Futteraufnahme verweigerte. Es musste innerhalb kürzester Zeit eine neue passende Partnerin für ihn her und ich fand sie … Strubbel! Für die Zukunft bedeutet das, dass auch weiterhin immer drei Kaninchen bei der Rasselbande wohnen werden! ツ

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Der größte Wunsch momentan ist aber trotz aller Erkenntnisse, dass die drei Rasselbande-Kaninchen weiterhin aus Leo, Teddy und … Strubbel bestehen!

Das erste Gelege … eine schwere Entscheidung!

Am Freitagmittag machte ich eine Entdeckung, die mich erst einmal Bücher wälzen und ausgiebig googeln ließ. Einige meiner Apfelschnecken hatten wohl nichts besseres zu tun als sich zu vermehren, denn unter einer der Glasabdeckungen „klebte“ ein Gelege.

Schnecken_Gelege

Ich las, dass die Schnecken erst innerhalb 2-4 Wochen schlüpfen würden und konnte mir daher ein wenig Zeit nehmen, um zu überlegen, was mit dem Gelege geschehen soll. Da ich im Falle eines Erfolges nicht alle Schnecken hätte behalten können und ich weiß, wie schwierig es ist sie in gute Hände zu geben entschloss ich mich am Sonntag dazu, einen Teil des Geleges zu entfernen und nur einen kleinen Teil im Becken zu lassen. Bei dieser „Aktion“ wurde mir dann aber jegliche Entscheidung abgenommen, denn leider löste sich direkt das komplette Gelege von der Glasabdeckung. Ich packte es in Alufolie und ließ es im Tiefkühlschrank verschwinden, nicht schön aber von den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten immer noch die „Humanste“. Man hätte das Gelege auch mit heißem Wasser überschütten können oder aber es zerquetschen und den Fischen als Futter in´s Wasser geben.

Vielleicht war es gut, dass mir die Entscheidung abgenommen wurde und so ausfiel, denn aufgrund meiner drei Skalare hätte es auch sein können, dass die kleinen Schnecken als Lebendfutter angesehen worden wären …

Honey & Lemon – Magic Moments

Das folgende und sehr bewegende Video entdeckte ich am Wochenende auf Facebook. Es erinnert mich sehr an die Freundschaft zwischen meiner Muckl und Gerry, dem leider verstorbenen Hund meiner Eltern.

Das Video spiegelt die Jahre 2003-2008 wieder, leider starb Lemon im Januar 2009 im Alter von nur fünf Jahren.

Balou ist total fasziniert von dieser Freundschaft und hat sich das komplette Video (10 Minuten) mit Begeisterung angeschaut. Das traurige Ende hat er aber nicht mitbekommen, Tränen flossen demnach nur bei mir ツ

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Auf der Suche nach dem Video im Internet entdeckte ich, dass Honey (the great Dane) eine eigene Homepage und auch ein Blog hat. Viel Spaß wünsche ich euch! ツ

Dina von der Finca Lucendum sucht ihre eigene Familie

Und wieder möchte ich euch eine Fellnase der Finca Lucendum vorstellen, in der Hoffnung, jemand verliebt sich in diese durch und durch nette Hündin und ist bereit, ihr ein liebevolles Zuhause zu bieten.

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Stempel_vermitteltRasse: Mischling
Alter: 06/2005
Größe: ca. 50 cm
Kastriert: Ja
Aufenthaltsort: Dina befindet sich bereits auf einer Pflegestelle in Deutschland.

Dina_2 Als Baby hat man mich in die Mülltonne geworfen – einfach so. Dunkelheit, Angst, Gestank, Hunger, Durst, meine Mutter und meine Geschwister waren nicht bei mir, Panik. Der Deckel öffnete sich, Licht schien herein und ein Mann holte mich aus dem Müll heraus und brachte mich zu sich nach Hause.
Das war vor sieben Jahren. Eigentlich wurde ich einigermaßen lieb behandelt – ich und meine sechs Freunde. Aber unser Lebensraum beschränkte sich nur auf eine Terrasse – sonst nichts. Essen und Trinken gab es reichlich. Manchmal streichelte uns unsere Mama auch. Aber dann starb sie …

Dina_3

Nach einem kurzen Aufenthalt auf der Finca Lucendum, den ich wirklich gut fand, da ich dort Raum hatte und Freunde hatte und gestreichelt wurde und auf einem Sofa liegen durfte, kam ich dann auf eine tolle Pflegestelle in Deutschland. Dort verliebte ich mich sofort in meinen kleinen Menschenfreund und obwohl ich vorher keinerlei Erfahrung mit Kindern hatte, möchte ich in Zukunft nicht mehr ohne Kinder sein. Nun warte ich auf mein eigenes Körbchen, das gefüllt ist mit Liebe, Geborgenheit und Kinderlachen.

Alle durch die Finca Lucendum zu vermittelnden Hunde sind gechipt, komplett geimpft, kastriert, mehrfach entwurmt und tierärztlich untersucht, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und sind im Besitz von einem EU-Pass!

Bei Interesse oder Fragen gerne an mich (Kontakt) oder auch direkt an Gisi und Ralf, die “guten Seelen” der Finca (lucendum@web.de).

Weil ich den Winter mag …

… einfach hier noch zwei Bilder von vor circa zwei Wochen.
Schnee, Sonne und Minusgrade  – einfach nur traumhaft! ツ

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Auch heute Morgen ist es kalt und es „fusselt“ ganz leicht vom Himmel.
Allerdings glaube ich, dass der Winter sich ganz langsam verabschiedet,
denn die ersten Kraniche wurden bereits gesichtet ツ