Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Monatsarchive: September 2013

Nur mal ein kurzes Lebenszeichen ツ

Doch! – Das Blog der Rasselbande gibt es noch auch wenn es hier seit zwei Wochen still ist, daher mal ein kurzes Lebenszeichen von uns damit ihr uns nicht ganz vergesst ツ

Wie das so ist im Leben kommt bzw. kam (mal wieder) alles auf einmal …

  • Direkt drei kätzische Sorgenkinder
  • Das Personal ebenfalls angeschlagen

All das hat viel Kraft und Energie geraubt aber so langsam geht es wieder aufwärts und selbstverständlich werde ich hier in Kürze auch über meine aktuellen Sorgenkinder berichten.

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Nun wünsche ich euch allen aber erst einmal einen schönen Restsonntag und einen möglichst angenehmen Start in die neue Woche! ツ

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Simon´s Cat in „Mirror Mirror“

Das „Kriegsbeil“ begraben ツ

Wenn ich lange Jahre zurück denke, waren Pascha und Stronzo ein Herz und eine Seele und häufig sah man sie eng aneinander gekuschelt liegen.

Das änderte sich langsam aber sicher, als Stronzo (zunächst krankheitsbedingt) anfing, Wände, Schränke und andere Gegenstände an zu pieseln. Pascha ist ein absoluter friedliebender Kater, aber wenn es etwas gibt, bei dem er völlig „am Rad dreht“, dann ist es Unsauberkeit.

Ich erinnere mich noch gut an unseren Gastkater Moritz, der oft etliche Wochen bei uns wohnte, weil sein Frauchen mal wieder in der Welt rumgurkte. Pascha mochte Moritz — bis zu dem Tag, an dem er (warum auch immer) sein großes Geschäft auf der Fensterbank im Wohnzimmer verrichtete.

Ich hatte die Hoffnung, dass sich die Wogen zwischen Pascha und Stronzo mit dem Umzug in unser Häuschen glätten würden, aber dem war leider nicht so. Leider hat Stronzo Phasen, in denen er richtiggehend markiert, mit Krankheit hat das nichts mehr zu tun, denn blasentechnisch ist er gut eingestellt und die Urinwerte sind sehr gut.

Eigentlich kann man sich ja über zwei Etagen auf 110 m² gut aus dem Weg gehen und das machen die beiden auch, aber es gab immer und immer wieder regelrechten Streit um das Katzenbett vor der Terrassentüre im Wohnzimmer und hierbei wurden sogar von beiden Seiten die Krallen eingesetzt.

Ich sehe nicht wirklich einen Zusammenhang, aber seit Maxi bei uns lebt, markiert Stronzo nur noch selten und schon kommt auch wieder die „alte Freundschaft“ in die Gänge, wie man unschwer erkennen kann.

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Ich konnte mich zwischen den drei Bildern nicht entscheiden, denn mal gerade der „Gesichtsaudruck“ von Stronzo ist einfach zu herrlich ツ Also mussten alle drei Bilder mit in diesen Artikel …

Das Schicksal der spanischen Hunde [Teil 3]

oder:  Warum Auslandstierschutz so wichtig ist!

Wie oft hört man den Satz: „Gibt es nicht genügend Hunde in deutschen Tierheimen?“ … und ja, es stimmt. Unsere Tierheime sind voll. Hunde, Katzen, Kleintiere. Sie alle warten auf ein Zuhause und viele von ihnen haben ebenfalls Schicksale hinter sich. Aber es gibt einen ganz entscheidenden Unterschied: Ihre Endstation heißt nicht Tötung wie in Spanien und vielen anderen Ländern. Ich selber war noch nie in einer der Perreras und um ehrlich zu sein möchte ich es auch nicht. Wer sich ein Bild von diesen Tötungsstationen machen möchte braucht nur mal bei der Google-Bildersuche das Stichwort „Perrera“ einzugeben.

Und damit sind wir direkt beim nächsten Thema: Tierschutz. Er hat viele Facetten und ich würde noch lange nicht für jeden Tierschutzverein die Hände in´s Feuer legen und dabei ist es völlig egal, ob es sich dabei um einen deutschen oder ausländischen Verein handelt. Es gibt – wie immer und überall – gute und schlechte Tierschutzorganisationen. Ich habe im Laufe der Zeit sehr viele schlechte Erfahrungen im Tierschutz machen “dürfen” und seitdem unterstütze ich nur noch den “sauberen” Tierschutz … heißt: Den Tierschutz, den ich voll und ganz vertreten kann und hinter dem ich mit all meiner mir möglichen Kraft stehe! Das ist und bleibt für mich die Finca Lucendum in Spanien, denn hier geht es wirklich noch um das Wohl der Tiere!

Finca Lucendum: Dieser Name bedeutet, dass die Finca voller Licht und Sonnenschein
sein soll für alle, die aus der Dunkelheit kommen !
Stell Dir vor:Blume
Du schläfst.
In Deinem Traum kommst Du in den Himmel und pflückst
eine seltsame, schöne Blume.
Und wenn Du aufwachst und die Blume immer noch in Deiner Hand ist – was dann?
(Samuel Taylor Coleridge)

Chico_Rahmen

Chico ist eines der sechs Babies von Paulina. Sie lebten in einem Unterbau eines Neubaus, den wir nicht betreten konnten. Nur Paulina konnte durch die kleine Öffnung schlüpfen. Wir konnten in letzter Minute verhindern, dass sie eingemauert wurden. Als die Babies ein wenig laufen konnten, brachte Paulina sie vor die Öffnung und wir konnten sie mit nach Hause nehmen. Alle Babies sind schon längere Zeit vermittelt. Chico haben wir seinen Adoptanten nach zwei Tagen wieder weggenommen. Unsere Paulina, die wirklich eine heldenhafte Mutter war, ist schon über die Regenbogenbrücke gegangen.

Queeny_Rahmen

Monate sass sie in einem Zwinger ohne Auslauf. Schwer krank kam sie zu uns. Auch sie wird wie zwanzig andere Hunde für immer bei uns bleiben, da sie sehr sehr ängstlich ist und die Finca als ihr sicheres Zuhause betrachtet.

Antonia_Rahmen

Ihre Mutter war eine Schäferhündin, die man in einem Gebiet an einen Baum band, in dem es noch Wölfe gibt. Wir fanden Antonia eines Tages – hochschwanger auf der Strasse – bettelnd nach etwas zu essen. Sofort brachten wir sie in unsere Tierklinik – aber sie konnte ihre Babies nicht mehr lebend zur Welt bringen.

Roona_Rahmen

Dieses blinde zarte Geschöpf war ausgesetzt worden und kam dann in ein Refugio, in dem sie kaum Überlebenschancen gehabt hätte.

Bilder und Texte: Finca Lucendum 

Diese hier vorgestellten Hunde bleiben auf Lebenszeit auf der Finca Lucendum da sie aus verschiedenen Gründen schwer zu vermitteln sind. Es ist ihr unscheinbares Äußeres, ein Handicap oder weil sie in ihrem Leben schon so viel Schlechtes erleben mussten, dass sie niemandem mehr vertrauen. Sie alle haben bei Gisi und Ralf von der Finca Lucendum ihr neues und endgültiges Zuhause gefunden. Doch auch die tollste und liebevollste Unterbringung kostet Geld und daher würden sich diese Vierbeiner freuen, einen Paten zu bekommen, der etwas für seine Lebens-, Tierarzt- und Futterkosten dazu steuert. Vielleicht kannst du selber keinen Hund halten, möchtest aber helfen? Dann werde Pate! Kontakt: lucendum@web.de

Alicia_Rahmen

Lange lief sie auf den Strassen umher – mit einem großen Geschwür im Gesicht,
bevor sie zu uns kam.

Isaac_Rahmen

Unser Sonnenschein wurde mühsam von Tierschützerinnen eingefangen,
als er an einer sehr befahrenen Strasse herumlief.

Pistolas_und_Marianella_Rahmen

Als kleiner Welpe kam Marianella mit ihrem Bruder Pistolas zu APADAC,
wo sie lange vergeblich darauf warten mussten, adoptiert zu werden.

Johannes_Rahmen

Ihn fanden wir an einem großen Müllplatz. Es war so heiß und er suchte ein winziges Schattenplätzchen. Einfangen ließ er sich nicht. Holländische Nachbarn jedoch konnten sein Vertrauen durch Anfüttern gewinnen und so kam er zu uns.

Alicia, Isaac, Johannes, Marianella und ihr Bruder Pistolas suchen noch ihr eigenes Zuhause. Nähere Angaben zu diesen netten Fellnasen findet ihr auf den Vermittlungsseiten „Hündinnen“ und „Rüden“ hier auf dem Blog oder direkt auf der Homepage der Finca Lucendum.

Gabriel_Rahmen

Gabriel wurde brutal aus einem fahrenden Auto herausgeworfen.
Humpelnd versuchte er dem Wagen zu folgen – natürlich vergebens.

Jack_Rahmen

Sein Besitzer, ein junger spanischer Mann liebte ihn sehr. Als er jedoch arbeitslos wurde und sich entschloss , Spanien zu verlassen, suchte er verzweifelt nach einem neuen Zuhause für seinen Jack. Überall umsonst. Im letzten Moment fand er dann die Finca und Jack musste nicht in die Perrera (Tötung).

Gabriel und Jack haben bereits Interessenten gefunden und sind reserviert. Sie haben hoffentlich ihr neues Zuhause auf Lebenszeit gefunden.
Update 24.09.2013: Gabriel und Jack sind in ihr neues Zuhause umgezogen! Ich wünsche den beiden eine schöne Zeit und alles Gute!

Das war nun der dritte und vorerst letzte Teil dieses Serie – Aktualisierungen kommen selbstverständlich, denn auf der Finca regt sich ja immer wieder neues gerettetes Leben! Vielen Dank an Gisi und Ralf von der Finca Lucendum für ihre aufopfernde Arbeit und euch für euer Interesse!  ツ

Ich hoffe, es hilft! …

Seit Ende Oktober 2011 wohne ich nun mit der Rasselbande in unserem eigenen (na ja ツ) und heiß geliebten (!!!) eigenen Häuschen und bis heute kam es dreimal vor, dass Vögel vor das Panoramafenster und die Terrassentüre im Wohnzimmer geflogen sind. Und das, obwohl ich die Rollos schon sehr weiter runter gelassen habe. Tote Vögel mit Genickbruch von der Terrasse aufzuheben macht mich jedesmal furchtbar traurig und so suchte ich nach passenden Aufklebern für die Scheiben. Da ich nun mal nicht der Blümchen- oder Bienchentyp bin ツ kam ein Angebot beim Discounter vergangene Woche gerade Recht …

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Und nun hoffe ich, nie wieder tote Amseln, Meisen oder ähnliche kleine fliegenden Freunde im Garten beerdigen zu müssen! …