Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Monatsarchive: August 2014

Janosch, mein zärtlicher Chaot, viel zu kurz…

… warst du bei uns um erfahren zu dürfen, was es heißt geliebt zu werden. Nur sechs Monate warst du bei uns, in den letzten Wochen ging es dir schon nicht mehr gut. Unsere Tierärzte und ich haben alles getan um dir eine nach der anderen Chance zu geben aber es sollte wohl nicht sein. Es war ein Auf und Ab und vorgestern noch hattest du nach wie vor einen sehr starken Willen und wieder haben wir alles nur mögliche für dich getan. In der Nacht auf Mittwoch hast du dich weiter verschlechtert und als ich dich gestern morgen noch einmal auf den Arm nehmen durfte spürte ich, dass du gehen möchtest. Lange durften wir uns verabschieden und du bist fast in mich rein gekrochen, hast geschnurrt um dich zu beruhigen… du warst so viel stärker als ich und hast auch mich versucht zu beruhigen, hast mir die Tränen vom Gesicht geleckt.

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Ich fasse das alles immer noch nicht und es ist wie ein Alptraum.

Auch wenn du noch nicht lange bei uns warst, du fehlst so sehr!

M a n c h m a l…

wenn abends die Sonne untergeht,
wenn das Rot des Horizonts sich
mit dem sanften Blau des Himmels vermischt,
dann kommt es mir vor,
als wolltest Du mich ein letztes mal grüßen.

Und manchmal…

wenn ich allein auf der Bank,
drüben am Wäldchen sitze
und hinaus auf die Felder schaue,
wie die Ähren sich im Wind wiegen
und er ihnen eine leise,
vertraute Melodie entlockt,
dann habe ich das Gefühl,
dass Du es bist, die mich leise ruft.

Und manchmal…

wenn ich des nachts die Sterne sehe,
dann denke ich,
Du bist ein Teil von ihnen geworden –
nur, um mich im Dunkeln nicht allein zu wissen.

Und manchmal…

wenn der Wind durch die Bäume haucht
und ihre Blätter zum Rascheln bringt,
dann glaube ich,
Deine Gegenwart zu spüren
und ich stelle mir vor,
dass Du es bist,
die schauen möchte,
wie es uns geht.

Und manchmal…

wenn ich am Meer sitze und
den Geschichten der Wellen lausche,
wenn ich weine,
weil sie Dinge erzählen,
die sie nicht wissen können,
dann hoffe ich,
dass Du ihnen all das anvertraut hast –
als Trost für die Seele.

Doch manchmal…

wenn die Stunden wirklich lang werden und
die Dunkelheit einkehrt,
weil Wolken die Sicht trüben
oder Kerzen nicht mehr brennen,
dann scheint es mir,
als redete ich mir das alles ein,
um nicht verrückt zu werden.

Felder sind doch nur Felder,
Sterne bloß Sterne, Wind ist Wind …

… dann werde ich ganz still
und warte…

…bis von irgendwo durch Welten
du mich berührst

Janosch, mein kleiner Schimanski, mein Haudegen und zärtlicher Chaot…
so möchte ich dich in Erinnerung behalten.
Du lebst für immer in meinem Herzen weiter, ich werde dich nie vergessen ♥

Wie geht es den aktuellen Sorgenkindern?

Ich glaube, es wird mal wieder Zeit für eine kleine Zusammenfassung der letzten Wochen, auch wenn ich momentan wirklich total schreibfaul bin…

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Chanel schlägt sich richtig tapfer, nimmt ihre Medikamente (na ja, mal mehr oder weniger) freiwillig und futtert recht gut, wenn auch meistens erst ab Nachmittags. Abends dann hat sie richtig Kohldampf, ist munter und „kontrolliert“ das Haus ツ Ich habe das Gefühl, sie haushaltet mit ihren Kräften und hinzu kam die Wärme in der letzten Zeit, hier hingen alle ziemlich in den Seilen und bewegten sich nur soviel wie nötig. Momentan sieht es so aus, als ob wir wirklich erst im Oktober (also nach drei Monaten) wieder zur Blutkontrolle müssen. Es wäre so schön!…

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Da ich es im letzten Artikel nur als „Update“ eingefügt habe und das sicher nicht alle gelesen haben hier noch einmal die (leider nicht so gute) Diagnose von Biene: Die Proben, die in die Pathologie geschickt wurden bestätigten leider den Verdacht von Frau Dr. Steinheuer. Am Unterkiefer hat sich ein Plattenepithelkarzinom, ein bösartiger Tumor gebildet. Direkt am nächsten Tag fuhr ich mit ihr in die Tierarztpraxis und sie bekam ein Cortisondepot gespritzt. Darunter verschwanden die Schmerzen beim Fressen völlig und ich war so froh. Leider hielt die Wirkung nur 1,5 Wochen an. Normalerweise hält ein solches Depot 3-4 Wochen (häufig bis zu 6 Wochen). Seitdem bekommt Biene täglich zuhause Cortison in Tablettenform (Prednisolon 5 mg) aber die gewünschte Wirkung bleibt momentan aus. Da wir mittlerweile mit der Mistetlkur begonnen haben warten wir noch bis wir wieder auf die Cortisonspritze zurück greifen, denn auch unter der Mistelkur können die Schmerzen zurück gehen und wie sagt Frau Dr. Steinheuer immer so schön? „Nicht an allen Rädchen gleichzeitig drehen, sonst wissen wir nicht was nun wirklich wirkt oder auch nicht.“ Recht hat sie!

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Zusätzlich bekommt Biene nun für insgesamt vier Wochen ein Antibiotikum (Cleorobe 25 mg), welches die tief im Knochen gefundenen Bakterien bekämpfen soll. Davon bekommt sie zweimal täglich eine Kapsel und das findet sie alles andere als toll, aber wofür gibt es Leckerchen? Mittlerweile weiß sie, dass es direkt danach etwas Leckeres gibt und so erduldet sie auch diese für sie blöde Prozedur.

Die Mistelkur

Da meine Tierärztinnen bis dato noch keinerlei Erfahrungen mit der Krebsbehandlung durch die Mistelkur gemacht haben (danke nochmals für den Tipp an Raphaela!) musste Hilfe her. Andrea dann brachte uns weiter, der Kater ihrer Kollegin wurde erfolgreich damit behandelt und sie gab uns die Kontaktdaten des behandelnden Tierarztes. Frau Dr. Steinheuer rief Dr. Dorr an und ich kann mich nur ganz herzlich bei ihm bedanken, denn er nahm sich Zeit und gab ausführlich Auskunft über diese Behandlung.
Frau Dr. Steinheuer bestellte noch am selben Abend das nötige Medikament (abnobaVISCUM 0,02 mg) in der Apotheke und Donnerstag Mittag war es da. Nachmittags fuhr ich sofort mit Biene in die Praxis und wurde „eingewiesen“. Biene soll dieses Mittel nun für drei Wochen zweimal täglich subcutan gespritzt bekommen, danach nur noch zweimal die Woche. Ich spritzte Biene direkt in der Praxis und wir wurden ausgestattet mit einer „Familienpackung“ Insulinspritzen und dann durfte Bienchen wieder nach Hause.
Wir haben jetzt erst einmal 8 Ampullen á 1 ml des Mittels und benötigen jeden Tag eine der Ampullen. Da sich keinerlei allergische Reaktion eingestellt hat bestelle ich nun das Mittel für die nächsten Wochen und hoffe so sehr, dass es Biene helfen wird.
Das Spritzen zuhause klappt abends (wenn sie müde vom Tag ist und schläft) einwandfrei. Morgens ist es ein Kampf zwischen uns beiden denn sie findet das definitiv doof und ich wünsche mir ab und an eine dritte Hand ツ aber wir kriegen das schon hin.

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Maxi hat vom Herz her keinerlei Probleme mehr gehabt und freut sich morgens und abends auf ihren Betablocker, da er immer in einem Stück Kaustange gegeben wird. Hier ist also alles im grünen Bereich, aber leider hat sie seit gestern Abend wieder schlimmen Husten. Ich habe sofort angefangen mit Echinacea D6 und Engystol zu behandeln, denke aber ich werde mir morgen in der Praxis Acc Injekt (zum erleichterten Abhusten bei akuten und chronischen Atemwegserkrankungen) holen, das hat Flöhchen vor ein paar Wochen auch sehr gut geholfen.

Der von Janosch eingeschleppte Katzenschnupfenvirus hält sich hier mehr oder weniger beständig. Auch Stronzo hatte jetzt Probleme (die Augen tränten, die Nase lief und er nieste unentwegt), aber bei ihm habe ich es innerhalb weniger Tage wieder in den Griff bekommen. Armani „schnorchelt“ (die Nase ist „zu“) und Chanel hat nach wie vor Schluckprobleme und sie ist heiser. Flöhchen geht es wieder richtig gut, ich habe keinerlei Anzeichen mehr bei ihr feststellen können. Unser „Übeltäter“ Janosch (übrigens ein so großer Schatz!) hat seinen Husten scheinbar auch besiegt, nur ab und an tränen mal die Augen und dann bekommt er sofort Euphrasia Augentropfen. Die Einzige, die hier bis jetzt keinerlei Anzeichen hat ist Biene und ich hoffe (nicht zuletzt wegen ihrer Erkrankung), dass das so bleibt. Unserer Tierärztin vermutet, dass sie früher (bevor sie zu uns kam) bereits damit Kontakt hatte und quasi „immun“ ist.

So, das war es jetzt erst einmal wieder von der „Front“ ツ … ich halte euch auf dem Laufenden und bedanke mich für euer Interesse!