Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Monatsarchive: November 2014

Bilder der vergangenen Woche & Co.

Es ist schon wieder eine Woche her, dass hier der letzte Blogartikel veröffentlicht wurde. Irgendwie haben sich bei mir aufgrund der ganzen traurigen Ereignisse die Prioritäten extrem verschoben. Vielleicht ist das sogar gut so, denn das wahre Leben findet nicht im Internet statt und mit nur ganz wenigen Ausnahmen auch keine Freundschaften. Ich denke momentan sehr viel nach, über Banales aber auch über Wichtiges und ich habe gelernt, denn man lernt nie aus. Wie viele „heucheln“ Interesse vor und sind in Wirklichkeit doch einfach nur oberflächlich. Aber es gibt nicht nur Negatives, auch das habe ich gelernt.

Es entspricht einem Lebensgesetz:

Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, daß man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.

André Gide (1869-1951), frz. Schriftsteller, 1947 Nobelpr.

Genau das wird hier nicht passieren! Ich staune momentan über die Entwicklung und werde hoffentlich niemand so verletzen wie es mir mal wieder passiert ist.

Und nun zurück zum realen Leben!

Gestern wurde der Garten fertig und ich bin so glücklich darüber. Das Wetter war für den November viel zu warm und viel zu trocken aber genau das passte hier. Ich habe ca. acht Stunden lang „vorgearbeitet“ und gestern war noch einmal Oli da und wir haben es „perfekt“ gemacht. Hier zwei Collagen die den Zustand „vorher – nach meiner Arbeit – nach Oli“ wiedergibt…

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Und das Ganze noch einmal von der anderen Seite…

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Die Gartenbank von der Terrasse „wanderte“ in den Bereich hinter dem Haus, der ehemaligen Wildnis ツ Hier wurde auch ein Schnellkomposter aufgebaut. Heute habe ich unter diesem noch engmaschigen Draht verarbeitet um Mäuse und Wanderratten abzuhalten (sie haben es sich ja bereits in meiner Garage gemütlich gemacht)…

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Morgen wird der Container für Gartenabfälle abgeholt – Winterpause!

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Zusammen mit dem ersten Container denke ich, dass wir insgesamt an die 4 Tonnen aus dem Garten geholt haben. Ich denke, wir können stolz auf uns sein. Einen ganz lieben Dank an Oli für seine Hilfe! Es hat trotz der ganzen Arbeit verdammt viel Spaß gemacht!

Wo auf der Terrasse vorher die Gartenbank stand „zog“ gestern ein doppelstöckiger Kaninchenkäfig ein. Im Haus brauche ich ihn nicht mehr, für den Sperrmüll ist er zu schade und so hoffe ich, dass ich irgendeinem Bewohner in meinem Garten damit noch was Gutes tun kann. Hier leben viele Arten von Vögeln, Igel, Spitzmäuse, Wanderratten und Eichhörnchen.

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Auch im Haus ging es weiter… da ich im Garten nun einen „Kahlschlag“ hingelegt habe, plagt mich gegenüber dem Vorbesitzer irgendwie ein schlechtes Gewissen. Ich versuche seine liebevolle Arbeit an Grundstück und Haus aber so gut wie möglich weiterzuführen… und so wurde hier vor ein paar Tagen die erste Deckenleuchte von mir angebracht. Und nein! – Es war keine von meinen modernen Strahlern sondern – nach dem Lackieren der Decke – die Lampe, die ich dort vor der Renovierung abmontiert habe…

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Armani gefiel sie sehr gut und auch ich war mehr als zufrieden. Und Abends doppelt, aber seht selbst…

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Und nun zur Rasselbande… Es geht ihnen gut und ich versuche mich im Griff zu haben, denn mir hängt so einiges sehr nach. Viele Seelen fehlen einfach aber ich beobachte auch Veränderungen hier. Stronzo möchte nun wieder mit im Bett schlafen und er stresst sich Nacht für Nacht selber – und mich damit auch. Mittlerweile hat er aber wohl gemerkt, dass es niemanden hier gibt, der ihm was will und die vergangene Nacht hat er komplett bei mir geschlafen…

Hier noch einige Bilder von den Tigern aus der vergangenen Woche…

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Biene

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Armani

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Chanel

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Stronzo

Flöhchen fehlt, das hat aber nur den Grund dass sie nicht sehr „fotogen“ ist und in der Regel – sobald ich entspanne – bei bzw. auf mir liegt und da ist das mit dem Fotografieren nicht so einfach ツ

Nun wünsche ich euch weiterhin eine gute Woche und bis Bald! ツ

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Ein kurzes Lebenszeichen von uns…

Uns gibt es noch, aber es ist sehr ruhig hier momentan. Maxi´s Tod hat mal wieder eine Lücke in unserem Leben hinterlassen und alles kam viel zu schnell hintereinander. Fünf Tiger – für mich Familienmitglieder! – in nur einem Jahr zu verlieren ist kaum zu verkraften, zumindest für mich nicht. Wie schrieb Melly so treffend: Die Welt sah aus, wie in Watte gepackt und genauso hab ich mich gefühlt. Jedes mal steht die Welt still und man funktioniert nur noch, mehr nicht.

Ein Song auf der neuen CD von Chris de Burgh The Hands of Man heißt „Where Would I Be“ und – dreht es sich auch um ein ganz anderes Thema – so trifft mich der Refrain mitten in´s Herz, denn genau so empfinde ich es…

Where would I be without your love
How can I sleep without your touch
How would it be if I were living on my own
Without you, without you…

Vergangene Woche Montag hatte ich noch einmal einen Termin bei der Tierärztin aus dem Notdienst, die – zusammen mit ihrer Mitarbeiterin – Maxi liebevoll über Stunden betreut hat. Ich wollte mich noch einmal bedanken, denn heutzutage ist sowas absolut nicht selbstverständlich. Und ich hatte Gesprächsbedarf was diese Stunden anging, aber das gehört hier nicht her. Es war ein gutes Gespräch und hat mir ein klein wenig geholfen. So schlimm der Tag auch war, wir haben dadurch eine sehr einfühlsame und kompetente Tierärztin kennen gelernt. Ich bin mit unseren bis jetzt behandelnden Tierärztinnen zwar mehr als zufrieden, aber beide widmen sich nun bzw. in Kürze erst einmal ihren „Mutterpflichten“ und so denke ich, dass wir des öfteren zu Besuch bei Frau Dr. Breithardt sein werden.

Die Tage hier vergehen damit, dass ich mich mit Arbeit ablenke. Der Keller ist aufgeräumt, der Dachboden inzwischen auch und im Garten habe ich alleine weiter gearbeitet. Nach allem was war Kondition aufbauen, den Kopf frei kriegen. Gelingt nicht wirklich aber trotzdem werde ich so weiter machen.

Im Garten bin ich der „Wildnis“ hinter dem Haus ein Stück weit zu Leibe gerückt. Eine Hälfte ist erstmal ok so (Schadensbegrenzung halt)…

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… die andere folgt noch sobald das Wetter wieder mitspielt.

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Gestern habe ich den Haselnussbaum zurück geschnitten …

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… und natürlich einen „Wintervorrat“ zum Schreddern für die Chinchilla-Familie zurück gelegt.

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Bienchen geht es Gott sei Dank nach wie vor recht gut. Sie hat einen guten Appetit und dank dem Schmerzmittel klappt es mit dem Fressen auch einigermaßen. Scheinbar hat sie sich daran gewöhnt, dass alles etwas länger dauert und ich habe das Gefühl, dass sie mit der Situation gut klar kommt. Sie bekommt auch selbstverständlich nach wie vor die Mistelkur.

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Armani ist seit dem Tod von Maxi entweder extrem aufgedreht und macht einen „auf Clown“ oder aber er zieht sich zurück und scheint sehr traurig zu sein. Was bleibt uns mehr als uns gegenseitig zu trösten!?

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Ich bin so froh, dass er seine Schwester hat und Chanel scheint auch zu bemerken, dass ihr Bruder momentan große Gefühlsschwankungen hat. Sie ist jetzt häufig in seiner Nähe.

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Vor ein paar Tagen wollte spätabends der Papa der Chinchilla-Familie unbedingt aus seiner Voliere und ich liess ihn. Diesmal ohne die Küchentüre zu schliessen, denn eine Riesenmaus hat man besser unter Kontrolle als alle vier auf einmal. Remý hat den Freigang auf jeden Fall sehr genossen und Armani hatte auch seinen Spaß.

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Neben der Trauer um all die verlorenen Seelen belastet mich nach wie vor ungemein die Angst wegen der FIP, an der Janosch gestorben ist. Diese Ungewissheit, ob es einen der verbleibenden Katzen erwischt hat und wenn ja, ob es jemals ausbrechen wird, ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Beim kleinsten Anlass breche ich sofort in Panik aus. Ich denke, dass es jedem, der seine Tiere über alles liebt nicht anders gehen würde.

Aus diesem Grund möchte ich einfach mal die Frage in den Raum stellen, wer sowas schon einmal durchgemacht hat? Wie seid ihr damit umgegangen? Wie ging es weiter? Ein Feedback von euch wäre mir sehr wichtig! Danke!

Maxi, so wie du warst… ♥

Hab keine Angst, ich bin da
für dich, halte deine Hand, und erinner mich.
Wohin sind die Jahre und die Tage des Glücks,
Sie flogen vorbei, ich halt dich fest, und schau zurück.
Gedanken ziehn an mir vorbei, ich bin stolz auf unsere Zeit

So wie du warst, bleibst du hier
so wie du warst, bist du immer bei mir
so wie du warst, erzählt die Zeit
so wie du warst, bleibt so viel von dir hier.

Lass los mein Freund
und sorge dich nicht,
ich werde da sein, für die du liebst.
Jeder kurze Moment und Augenblick.
ich halte ihn in Ehren
ganz egal, wo du bist
ein ganzes Leben zieht vorbei ich bin stolz auf unsere Zeit.

(Unheilig)

Ich kann es immer noch nicht fassen und ich weiß momentan noch nicht einmal mehr woher ich die Kraft nehme das hier zu schreiben…

Gestern Morgen war noch alles gut. Du hattest die Nacht zuvor wieder feste an mich geschmiegt unter der Bettdecke geschlafen, wolltest noch deine Schmuseeinheiten vor dem Aufstehen, dann hast du wie immer hibbelig vor dem Bad gewartet das ich endlich fertig bin und wir runter in die Küche gehen würden wo du deine morgendlichen Leckerchen bekamst. Glücklich war ich über die von dir eingeführten Rituale. Du warst mir so nahe, spürtest wenn es mir nicht gut geht, warst für mich da. Alles war wie immer…

Der Morgen nahm seinen Lauf und auf einmal hörte ich einen Schrei aus dem Obergeschoß, einen Schrei der mir bekannt vorkam und ich kam nicht schnell genug die Treppe hoch… und fand dich verdreht und leblos liegend auf meinem Bett. Ich konnte dich „zurück holen“ aber du schriest wie am Spieß. Ich klapperte alle Notrufnummern ab und landete dann – trotz der schlimmen Situation – bei einer Tierärztin im Notdienst, die sich bereits seit zwanzig Jahren mit der Kardiologie bei Tieren beschäftigt. Alles wurde für dich getan aber du hattest immer wieder schlimme Krämpfe und das Echokardiogramm zeigte, dass immer dann dein Herz aussetzte. Ich konnte es einfach nicht fassen, seit den Anfällen im Mai diesen Jahres hattest du dich so stabilisiert und nun das. Du hattest Untertemperatur und warst im Schock. Du wurdest sediert damit du nichts mehr mitbekamst, bekamst Adrenalin gespritzt um dein Herz wieder „anzutreiben“. Das Herz schlug wieder aber es blieben nach wie vor schwerste Herzrhytmusstörungen und der Vorhof vom Herz „arbeitete“ nach wie vor nicht. Ich bzw. wir standen vor einer Entscheidung, vor der schwersten überhaupt. Maxi schlief zu der Zeit und bekam nichts mit und nach der Aussage der Tierärztin, sie hätte viele Patienten mit ähnlichen Problemen die gut damit lebten und der Tatsache, dass Maxi sich schon einmal wieder gefangen hatte gab ich ihr die kleine Chance, dass sich nach dem Aufwachen alles wieder einpendeln würde. Schweren Herzens fuhr ich nach Hause um mich um den Rest der Rasselbande zu kümmern aber schon nach 45 Minuten kam der Anruf, dass Maxi nach dem Aufwachen wieder krampfen würde. Ich fuhr sofort zurück in die Praxis und war bei ihr als sie erlöst wurde.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Dr. Kristin Breithardt und ihrer Mitarbeiterin für die stundenlange liebevolle Betreuung meiner Maxi bedanken ♥

Für mich ist das nach wie vor wie ein Alptraum. Ich möchte einfach wieder aufwachen und das alles wäre nicht geschehen.

Ich habe Maxi eben direkt am Haus begraben, da wo morgens die Sonne aufgeht, die sie immer so geliebt hat. Mehr konnte ich leider nicht mehr für sie tun und sie fehlt so unendlich. Sie hat eine Lücke hinterlassen die wohl bleiben wird. Hier herrscht seit gestern Stille…

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Maxi, mein Stern, meine kleine Fee ♥
Es tut so unendlich weh!
Ich trage dich für immer in meinem Herzen ♥