Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Ein kurzes Lebenszeichen von uns…

Uns gibt es noch, aber es ist sehr ruhig hier momentan. Maxi´s Tod hat mal wieder eine Lücke in unserem Leben hinterlassen und alles kam viel zu schnell hintereinander. Fünf Tiger – für mich Familienmitglieder! – in nur einem Jahr zu verlieren ist kaum zu verkraften, zumindest für mich nicht. Wie schrieb Melly so treffend: Die Welt sah aus, wie in Watte gepackt und genauso hab ich mich gefühlt. Jedes mal steht die Welt still und man funktioniert nur noch, mehr nicht.

Ein Song auf der neuen CD von Chris de Burgh The Hands of Man heißt „Where Would I Be“ und – dreht es sich auch um ein ganz anderes Thema – so trifft mich der Refrain mitten in´s Herz, denn genau so empfinde ich es…

Where would I be without your love
How can I sleep without your touch
How would it be if I were living on my own
Without you, without you…

Vergangene Woche Montag hatte ich noch einmal einen Termin bei der Tierärztin aus dem Notdienst, die – zusammen mit ihrer Mitarbeiterin – Maxi liebevoll über Stunden betreut hat. Ich wollte mich noch einmal bedanken, denn heutzutage ist sowas absolut nicht selbstverständlich. Und ich hatte Gesprächsbedarf was diese Stunden anging, aber das gehört hier nicht her. Es war ein gutes Gespräch und hat mir ein klein wenig geholfen. So schlimm der Tag auch war, wir haben dadurch eine sehr einfühlsame und kompetente Tierärztin kennen gelernt. Ich bin mit unseren bis jetzt behandelnden Tierärztinnen zwar mehr als zufrieden, aber beide widmen sich nun bzw. in Kürze erst einmal ihren „Mutterpflichten“ und so denke ich, dass wir des öfteren zu Besuch bei Frau Dr. Breithardt sein werden.

Die Tage hier vergehen damit, dass ich mich mit Arbeit ablenke. Der Keller ist aufgeräumt, der Dachboden inzwischen auch und im Garten habe ich alleine weiter gearbeitet. Nach allem was war Kondition aufbauen, den Kopf frei kriegen. Gelingt nicht wirklich aber trotzdem werde ich so weiter machen.

Im Garten bin ich der „Wildnis“ hinter dem Haus ein Stück weit zu Leibe gerückt. Eine Hälfte ist erstmal ok so (Schadensbegrenzung halt)…

Garten_13_11.2014

… die andere folgt noch sobald das Wetter wieder mitspielt.

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Gestern habe ich den Haselnussbaum zurück geschnitten …

Garten_17.11.2014

… und natürlich einen „Wintervorrat“ zum Schreddern für die Chinchilla-Familie zurück gelegt.

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Bienchen geht es Gott sei Dank nach wie vor recht gut. Sie hat einen guten Appetit und dank dem Schmerzmittel klappt es mit dem Fressen auch einigermaßen. Scheinbar hat sie sich daran gewöhnt, dass alles etwas länger dauert und ich habe das Gefühl, dass sie mit der Situation gut klar kommt. Sie bekommt auch selbstverständlich nach wie vor die Mistelkur.

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Armani ist seit dem Tod von Maxi entweder extrem aufgedreht und macht einen „auf Clown“ oder aber er zieht sich zurück und scheint sehr traurig zu sein. Was bleibt uns mehr als uns gegenseitig zu trösten!?

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Ich bin so froh, dass er seine Schwester hat und Chanel scheint auch zu bemerken, dass ihr Bruder momentan große Gefühlsschwankungen hat. Sie ist jetzt häufig in seiner Nähe.

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Vor ein paar Tagen wollte spätabends der Papa der Chinchilla-Familie unbedingt aus seiner Voliere und ich liess ihn. Diesmal ohne die Küchentüre zu schliessen, denn eine Riesenmaus hat man besser unter Kontrolle als alle vier auf einmal. Remý hat den Freigang auf jeden Fall sehr genossen und Armani hatte auch seinen Spaß.

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Neben der Trauer um all die verlorenen Seelen belastet mich nach wie vor ungemein die Angst wegen der FIP, an der Janosch gestorben ist. Diese Ungewissheit, ob es einen der verbleibenden Katzen erwischt hat und wenn ja, ob es jemals ausbrechen wird, ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Beim kleinsten Anlass breche ich sofort in Panik aus. Ich denke, dass es jedem, der seine Tiere über alles liebt nicht anders gehen würde.

Aus diesem Grund möchte ich einfach mal die Frage in den Raum stellen, wer sowas schon einmal durchgemacht hat? Wie seid ihr damit umgegangen? Wie ging es weiter? Ein Feedback von euch wäre mir sehr wichtig! Danke!

6 Antworten zu “Ein kurzes Lebenszeichen von uns…

  1. KeliKa66 18. November 2014 um 17:07

    Liebe Sylvia,

    es tut im Herzen weh, deine Worte zu lesen, ich bin schon seit geraumer Zeit treue Leserin deines Blogs und melde mich so gut wie nie zu Wort in den Kommentaren, aber heute möchte ich es gerne !

    Es ist schlimm, in einem Jahr so viele Katzen gehen lassen zu müssen, man verliert quasi den Boden unter den Füßen und dennoch ist man froh, das da andere warten, um die es sich zu kümmern gilt – so ging es mir vor ein paar Jahren als ich innerhalb ein paar Tagen meine Baby – Pflegis verlor😦 Es waren eben nicht nur vorübergehende Gäste, auch diese wachsen sehr schnell ans Herz … Gerade wenn das Leben noch so jung ist und sie es verlieren, hinterfragt man sehr den Sinn, aber alles nützt nichts, man muss es hinnehmen – und steht hilflos daneben😦

    Ich habe das bis heute nicht verwunden und habe immer noch einen Kloß im Hals, wenn ich daran denke … das wird wohl auch nie vergehen !

    Zum Thema FIP – mach dich bitte nicht verrückt : Auch meine Findelkatze Lissy lebte hier wochenlang bis zu ihrem Tod mit meinen anderen Katzen zusammen und es ist rein gar nichts passiert, die Ansteckung erfolgt lediglich über die Bauchflüssigkeit und bei den Katzenklos sollte man halt trennen, was du ja bestimmt gemacht hast !

    Heute morgen habe ich auf dem Weg zur Arbeit das neue Lied vom Grafen ( Unheilig ) gehört – die Worte handeln vom Abschiednehmen und ich habe so bei mir gedacht, das sie auch, wenn man jemanden, den man liebt verliert, ein wenig Trost geben können, oder man darf einfach mal dazu den Tränen freien Lauf lassen :

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und drücke dich mal ganz lieb !

    Kerstin mit den aboutsevencats aus dem Daal

    • Sylvia 18. November 2014 um 17:29

      Liebe Kerstin,

      vielen lieben Dank für deine Worte!

      Ich habe in dem letzten Jahr so ziemlich alles durchgemacht. Balou lebte sechs Jahre bei uns, er war immer „präsent“, nach seinem Tod kam mir die Zeit mit ihm viel zu kurz vor.
      Muckl und Pascha lebten beide ca. 16 Jahre bei uns und nach ihrem Tod dachte ich mir, es ist so schlimm weil sie einen so lange begleitet haben.
      Und dann starb Janosch, der nur ca. ein halbes Jahr hier lebte, dann Maxi mit etwas über einem Jahr. Und diesmal quälte mich der Gedanke, wie kurz die Zeit mit ihnen war und wieviel ich ihnen noch geben wollte.
      Ich habe gelernt, es ist immer schlimm sie zu verlieren, egal wie alt sie sind und wie lange man mit ihnen zusammen gelebt hat.

      Was die FIP und Janosch betrifft: Ich wusste erst zwei Wochen nach seinem Tod das er eine FIP hatte. Sie stand zwar immer im Raum, aber ebenso ein Lymphom oder Myelom. Ich musste ihn aus Vernunftsgründen in die Pathologie schicken, darüber komme ich jetzt immer noch kaum hinweg, aber die Verantwortung gegenüber den anderen Katzen führten mich zu dieser Entscheidung. Janosch hatte eine trockene Form der FIP. Er hat also hier ca. 6,5 Monate mit einer FIP gelebt und daher auch meine Angst…

      Das neue Lied vom Grafen habe ich kurz vor Maxi‘ s Tod das erste mal gehört und in dem Moment noch keinen Zusammenhang mit ihr gesehen, aber mit allen vor ihr Gegangenen.

      Das Leben geht oft merkwürdige (und verdammt harte) Wege mit einem.

      Ich werde die Tage mal auf deinem Blog vorbeischauen, welches ich jetzt erst seit heute dank deinem lieben Kommentar kenne.

      Viele liebe Grüße an dich und deine Katzen!

      Sylvia

  2. Miss Baileyvally 18. November 2014 um 18:22

    Ich bin erst kurze Zeit eine Leserin von dir, dennoch möchte ich dir eine virtuelle Umarmung schicken und Dir viel kraft wünschen. LG Indra

  3. engelundteufel 20. November 2014 um 19:46

    Liebe Sylvia,
    es ist schon schlimm nur ein Familienmitglied zu verlieren, aber gleich so viele in so kurzer Zeit, ist unfassbar und den Schmerz können wir uns nur annähernd vorstellen. Deine Panik bei jeder kleinen Unregelmäßigkeit können wir sehr gut nachvollziehen.
    Wir drücken dich ganz doll.
    Georg und Anja

  4. Oreo & Peanuts 20. November 2014 um 21:02

    Liebe Sylvia,

    wir kennen uns noch nicht, den mein Blog zu meinen 2 kleinen Tigern ist noch sehr Jung, so wie die beiden auch. Normalerweise beginne ich mit einem fröhlichen Hallo. Da ich aber diesen Eintrag gelesen habe möchte ich dir virtuell die Hand reichen.
    Deinen Schmerz über den Verlust kann ich mehr als nachvollziehen.
    Ich hatte 2 leibe Sonnenscheine, und eine davon musste leider schon so früh, wegen einer gemeinen Kranheit gehen. Das ist nun mehr als 10 Jahre her, und trotz all dem fühle ich schmerz in mir wenn ich an diesen Tag denke. Lass deinen Schmerz freine lauf, lieber eine Träne mehr, den denk daran: Mit jeder Träne, so geht es mir zumindest, weiß ich wie sehr ich meine Schmussetieger geliebt habe. Sie werden alle, immer ein Teil von dir sein, und auch wenn sie nicht mehr da sind, erinnere dich an sie. Wie sie Ihr leben in dein gelegt haben – damit sie Ihr leben mit deinem teilen konnten.
    Ich wünsche dir alle Kraft die Trauer zu überwinden. Denke an die schöne Zeit, und vergiss nicht wie toll sie war🙂

    Alles liebe

    Sandra, Oreo & Peanuts

  5. Melanie 24. November 2014 um 11:56

    Liebe Sylvia,

    wie gut ich Deine Angst nachvollziehen kann. Mein Taylor ist ja damals auch an dieser besch* Krankheit gestorben und ich habe mich danach soooo sehr verrückt gemacht, ob Tomlyn (sein Bruder) es nun auch hat, etc. Taylor hatte ja auch ein krankes Herz, ich habe also, zusätzlich zur Angst, dass Tomlyn nun auch FIP hat, teilweise fast minütlich mein Ohr an sein Herz gelegt um den Herzschlag zu überwachen und interpretierte alles Mögliche hinein; schlägt es zu schnell? Zu unregelmäßig? Oh, er hat geniest – ist das nun auch FIP? Es war eine schlimme Zeit, deshalb verstehe ich, was Du gerade durchmachst.

    Aus heutiger Sicht kann ich sagen: Es bringt gar nichts, sich verrückt zu machen. Je nervöser Du bist und je mehr Du zukünftig beim kleinsten Nieser Panik hast, desto mehr überträgt sich das auf Deine Rasselbande. Bleib ruhig, trauere, aber versuche, Dir nicht zu viel Sorgen zu machen. Es vergeht mit der Zeit. Ich wünsche Dir, dass es nicht so lange dauert..

    Fühl Dich fest umarmt.

    Viel Kraft und alles Liebe
    Melli mit Tomlyn, Howie und Elli

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