Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Herzlich Willkommen Stuart „Little“ & Paulchen

Eigentlich, ja eigentlich hatte ich wirklich vor mit der Chinchilla-Haltung aufzuhören wenn auch Momo uns noch verlässt. So viele traurige Ereignisse in so kurzer Zeit lassen einen tatsächlich an den Haltungsbedingungen und an sich selbst zweifeln und all das muss ja auch erst einmal verdaut werden. Aber nach dem Tod von Ronja war Momo ganz alleine und sie trauerte sehr, sie hatte ja schließlich innerhalb von knapp drei Monaten ihre ganze Familie verloren. Ich wollte ihr nicht die Chance auf einen neuen Sozialkontakt nehmen und so zog am 14. Juni der kleine Otelo aus dem Tierheim Solingen ein. Die Vergesellschaftung verlief gut, Momo zeigte Otelo mal kurz wer die Chefin ist und dann  durfte er einziehen.

Otelo wurde vom Tierheim als „rüstiger Rentner“ bezeichnet, geboren ist er 2009, passte also sehr gut zu Momo, die 2008 geboren wurde. Es dauerte nicht lange und der liebe kleine Kerl, der zwar noch sehr schüchtern – aber auch sehr lieb zu Momo war – bekam recht schnell seinen neuen Namen Stuart „Little“, denn er erinnert äußerlich schon stark an den kleinen Mäusemann aus dem gleichnamigen Film. Rufname ist aber nur Stuart, darauf hört er auch mittlerweile. Momo schien froh über die neue Gesellschaft zu sein, häufig sah ich sie dicht beieinander sitzen. Als Momo über Nacht bei Dr. Gabriel in Meschede bleiben musste, war Stuart schon arg neben der Spur und suchte sie. Als sie wieder da war, war ihm seine Freude wirklich anzumerken und er war total aufgeregt und fiepte.

Als uns Momo am 04. Juli verließ stand ich vor einer schweren Entscheidung. Ich war so unendlich traurig über diesen Verlauf und gab mir selber zwei Tage und Nächte Bedenkzeit wie es weiter gehen sollte. Ich zog auch ernsthaft in Erwägung Stuart zurück ins Tierheim zu bringen und wirklich mit der Chinchilla-Haltung aufzuhören… aber ich brachte es einfach nicht über das Herz. Der kleine Kerl hatte sich so schnell in mein Herz geschlichen und war so wahnsinnig lieb, es ging einfach nicht. Alleine bleiben konnte er aber natürlich auch nicht, er fing mittlerweile auch schon an sich sehr an mich zu binden. Er setzte sich bei jeder nur möglichen Gelegenheit auf meine Hand und wollte dort auch nicht mehr runter. Also fuhr ich am 07. Juli erneut ins Tierheim Solingen und wollte eigentlich eine Dame in etwa gleichem Alter für ihn aussuchen. Aber es kam mal wieder anders…

Zwei Damen saßen im Tierheim, wovon eine ein wahrer Augenschmaus war. Allerdings wurden die beiden Mädels zu dieser Zeit aufgrund einer Blasengeschichte mit Antibiotikum behandelt und sollten erst in 5-6 Tagen erneut dem Tierarzt vorgestellt werden. Mindestens bis dahin würde keine Vermittlung erfolgen. Sie kamen also nicht in Frage, denn Stuart brauchte sofort Gesellschaft. Also schaute ich weiter und mein Blick fiel auf eine Dreiergruppe, besser gesagt auf einen gemütlichen Burschen in der Dreiergruppe. Gehege durfte ich öffnen und ~schwupps~ saß der kleine dicke Brummer auf meiner Hand und beäugte mich neugierig. Es war um mich geschehen, zumal er mich auch noch sehr an Remy erinnerte. Er wurde mir als Paul vorgestellt und auf die Antwort meiner Frage wann er geboren sei musste ich dann erstmal heftig schlucken… Er ist von 2003. Das Tierheim hatte schon nicht damit gerechnet, dass Stuart (Otelo) noch einmal vermittelt werden würde, bei Paul waren sie sich ganz sicher, dass er das Tierheim nicht mehr verlassen würde. In meinem Kopf ratterte es! Ich schaute auf den lieben Kerl auf meiner Hand und die Entscheidung war gefallen – Paul durfte mit, schließlich hatten die traurigen Ereignisse in den letzten Monaten gezeigt, dass vieles auch altersunabhängig ist.

Bei über 30 Grad fuhren wir beide nach Hause zu Stuart und auch diese Vergesellschaftung war wie aus dem Bilderbuch. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Paul, der nun Paulchen heißt, ist sehr aufgeschlossen und die Ruhe selbst. Der kleine schüchterne und teils nervöse Stuart ist seitdem auch viel ruhiger, aufgeschlossener und auch mutiger geworden.

Die Entscheidung ist mir – wie anfangs bereits erwähnt – nicht leicht gefallen, aber so langsam kehrt bei uns wieder Ruhe ein und ich kann mich auch an der kleinen Männer-WG erfreuen. Beide Jungs sind kerngesund, futtern gut und haben auch beide schon zugenommen.

Ich wünsche euch Beiden ein schönes und hoffentlich noch langes Leben bei uns ♥

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Herzlich Willkommen Alf!

Zugegebenermaßen ein sehr spätes Willkommen für den kleinen Charmebolzen, aber die traurigen Ereignisse in den letzten Monaten raubten viel Zeit und Kraft. Umso wichtiger ist es jetzt endlich noch einmal einen erfreulichen Blogeintrag zu verfassen. Aber von vorne…

An dem Freitagabend, an dem ich Leo gehen ließ schrieb ich noch mit Petra, schließlich hatte sie sich in den vergangenen Monaten aufopferungsvoll um ihn (und auch um mich) gekümmert und litt mit mir. Natürlich kam an diesem Abend auch bereits die Sorge um Leonie, die nun plötzlich alleine war und Petra meinte, sie würden in den nächsten Tagen einige Not“felle“ aufnehmen, vielleicht wäre da ja was Passendes bei. Nein, nein und nochmals nein, das ging mir einfach zu schnell!… Später am Abend schickte sie dann noch ein Bild von einem „Halbwidder“ der mich in Fellfarbe und –zeichnung etwas an unseren Teddy erinnerte.

Er stammt wohl – wie alle anderen auch – von einem Züchter oder besser gesagt   Vermehrer, der (hoffentlich wirklich!) aufhören wollte und die Vermutung war, dass er auf einem Auge blind sei, was für mich absolut kein Problem war. Ich war hin- und hergerissen, zum einen die Trauer über den Verlust von Leo, zum anderen die Sorge um Leonie, die sehr an Leo gehangen hatte. Vielleicht war es Fügung, dass das alles noch am selben Abend passierte?

Petra sagte, die Jungs müssten ja sowieso alle noch kastriert werden, wodurch ich automatisch Bedenkzeit bekam. Irgendwie passte das und langsam bekam ich das Gefühl, dass Leo hier seine Pfoten mit im Spiel hatte!

Sonntags kamen dann keine so guten Nachrichten… Petra berichtete, dass Alf (so hieß er bereits und er hat diesen Namen auch behalten) plötzlich die Hinterbeine hinter sich herzog, sie tippte auf EC (Encephalitozoon Cuniculi) und sollte Recht behalten. Außerdem sah es zu diesem Zeitpunkt so aus, als ob das Auge entfernt werden müsse. Scheinbar würde sich meine Bedenkzeit in die Länge ziehen, was für mich kein Problem war, aber ich musste auf Leonie achten. Sollte die Trauer zu schlimm werden konnte ich nicht warten aber Gott sei Dank hielt sie alles in allem doch recht tapfer durch, auch wenn sie in der Zeit doch wesentlich ruhiger war und häufig schlecht fraß…

Ich verkürze das Ganze jetzt hier: Am 26.03. kam Alf in der Eifel bei Petra und Ellen an und wurde aufgrund des Verdachtes auf EC sofort diesbezüglich anbehandelt.

Am 28.03. wurde Alf dem Tierarzt vorgestellt mit dem Ergebnis, dass das Auge zu 99% raus müsse, es wurde aber trotzdem noch der konservative Versuch gestartet, das Auge mit Salbe und Tropfen stabil zu bekommen. Am 25.04. wurde er kastriert und es kam die gute Nachricht, dass das Auge momentan soweit stabil sei, dass es nicht entfernt werden muss. Am 29.04. war dann der große Tag und Alf zog bei uns ein…

Alf hatte das Glück höchstpersönlich von Petra und Ellen zu uns gebracht zu werden und er kam im wahrsten Sinne des Wortes sofort an! Er rockte sofort das Erdgeschoss und verfolgte Armani, der doch sehr verwundert über dieses mutige und aufgeschlossene Kerlchen war 😉

Zwischen Leonie und ihm herrschte Frieden und so zogen die Beiden in ihr Gehege. Bereits in der ersten Nacht hockten sie zusammen und sind seitdem unzertrennlich.

Mittlerweile bin ich mir ganz sicher, dass Leo uns einen würdigen Nachfolger geschickt hat! Alf ist so ein liebenswerter kleiner Bursche der sein neues Leben in vollen Zügen genießt.

Seine EC haben wir im Griff, er hatte keinen weiteren Schub und sein Auge steht unter Beobachtung bei unserem Augenspezialisten Jan Wieser und ist weiterhin stabil.

Alf, ich wünsche dir ein langes und glückliches Leben bei uns! ♥

Mein Dank gilt an dieser Stelle Ralf – der Alf in die Eifel gebracht hat – und Petra und Ellen für die liebevolle Pflege von Alf bis zum Umzug zu uns. Ihr alle seid einfach klasse!

 

In Erinnerung an unsere Momo

Am 04. Juli verließ uns auch die letzte Maus der kleinen Chinchilla-Familie… Momo 😥

Genau wie ihr Töchterchen Ronja litt Momo unter extremen Zahnproblemen, seit April war sie insgesamt viermal in Behandlung bei Zahnspezialisten, die letzten beiden Male sogar bei Dr. Gabriel in Meschede. Dank ihm ging Momo Ende Juni das erste Mal seit Monaten wieder an „nicht-Brei-artiges“ Futter und meine Freude darüber war so unbeschreiblich groß. Leider war die Freude nicht von langer Dauer, denn in der gleichen Woche noch baute sie stark ab, wurde immer schwächer. Alle Versuche, sie wieder auf die Beine zu bringen, scheiterten und so entschloss ich mich am 04. Juli schweren Herzens sie erlösen zu lassen.

Auf dem Weg zum Tierarzt bist du für immer eingeschlafen und hast dich auf deine letzte Reise zu deiner Familie gemacht…

Momo, du hast gekämpft wie eine Löwin, hast die langen Autofahrten nach Meschede ertragen, die Behandlungen tapfer überstanden und hast den Kampf letztendlich doch verloren. Es tut mir so unendlich leid und der einzig kleine Trost ist, dich jetzt wieder bei deiner Familie zu wissen.

Der kleine Stuart, der dir seit dem 14. Juni Gesellschaft leistete ist auch sehr traurig und vermißt dich…

Momo, meine kleine Maus, wir werden dich nie vergessen und wie alle anderen die vor dir gegangen sind, lebst auch du in unseren Herzen weiter ♥

Innerhalb von nur knapp vier Monaten Remy, Pimpf, Ronja und nun auch noch Momo zu verlieren ist einfach nur ein einziger Alptraum 😥

Eine Leihgabe von Gott

Ich werde Dir für eine Weile dieses Tier leihen, sagte Gott.

Damit Du es liebst, während es lebt und damit Du um dieses Tier trauerst, wenn es gegangen ist.

Vielleicht bleibt es für zwölf oder vierzehn Jahre, oder vielleicht auch nur für zwei oder drei Jahre. Aber wirst Du, bis ich es zurückrufe, für das Tier sorgen?

Es wird Dich mit all seinem Charme erfreuen und sollte auch sein Aufenthalt kurz sein, wirst Du Dich immer an das Tier erinnern, auch in Deinem größten Kummer?

Ich kann Dir nicht versprechen, dass es bleiben wird, weil alle von der Erde wieder zurückkehren. Denn es gibt Dinge die hier gelernt werden müssen, die dieses Tier lernen darf.

Ich habe um die ganze Welt geschaut, um einen geeigneten Lehrer zu finden. Und von allem Volk, das sich auf der Erde tummelt, habe ich Dich gewählt.

Nun wirst Du ihm all Deine Liebe geben, nicht das Unvermeidliche scheuen, noch mich hassen, wenn ich komme, um es zurückzuholen.

Früher, wenn die Menschen sagten: „Mein Gott, Dein Wille geschehe“ wussten sie, eine Seele darf nach Hause gehen, wenn seine Zeit gekommen ist.

Trotz aller Freude, die dieses Tier Dir bringen wird, gehst Du das Risiko von großem Schmerz ein.

Wirst Du es mit Zärtlichkeit aufnehmen, wirst Du es lieben, während Du darfst und für das Glück, das Du kennen lernen wirst, für immer dankbar sein?

Aber sollte ich es früher zurückrufen, als Du rechnest, bitte trage tapfer den bitteren Schmerz der kommt und versuche zu verstehen, denn auch für Dich ist es eine Erfahrung, die Du nur auf der Erde machen kannst.

Erinnere Dich daran, als Du es mit Deiner Liebe umhegen konntest, halte jeden Moment eures vertrauten Bandes fest und sei sicher:

Es liebt Dich auch jetzt noch, denn unsere Seele ist ewiglich.

(Verfasser unbekannt)

In Erinnerung an unsere Ronja

Die Schicksalsschläge reißen einfach nicht ab… am 06.06.2017 verstarb unsere Ronja im Anschluss an eine Narkose. Der Eingriff war nötig, da sie bereits seit Januar Probleme mit den Zähnen hatte. Die erste Narkose am 02.05.2017 steckte sie weg, die zweite leider nicht…

Ronja, mein kleiner Schatz, es tut mir so unendlich leid und momentan fehlen mir nach wie vor die Worte. Am schlimmsten war, dass deine Mama nach deinem Tod alleine zurück blieb und der Verlust ihrer Familie hat ihr arg zugesetzt. Du bist nun wieder bei deinem Papa und deinem Bruder und sie passen gut auf dich auf, dessen bin ich mir sicher ♥

Meine kleine Motte, du lebst für immer in unseren Herzen weiter und wirst – genau wie alle anderen – nie in Vergessenheit geraten ♥

Ich verspreche dir, gut auf deine Mama aufzupassen! Momo ist seit dem 14. Juni auch nicht mehr alleine, sie hat Gesellschaft von einem ganz lieben, etwa gleichaltrigen Böckchen bekommen, aber dazu später mehr…

In Erinnerung an unseren kleinen Pimpf

Eigentlich war hier endlich mal wieder ein erfreulicher Bericht geplant, aber leider schlug das Schicksal schon wieder zu…

Unser kleiner Pimpf hat uns vergangenen Mittwoch gegen Mitternacht verlassen und folgte damit seinem vor zwei Monaten verstorbenen Papa Remy.
Dienstagabend war der kleine Mann ruhiger, ich schaut ihn mir an und vermutete eine Aufgasung. Ich fing sofort mit der Behandlung an, ließ mir meine Vermutung Mittwochmorgen von einem Tierarzt bestätigen, ich hatte alles richtig gemacht. Trotzdem haben wir den Kampf verloren, der kleine Pimpf schlief für immer ein…

Pimpf, nun sind deine Mama und dein Schwesterherz ganz alleine und sie vermissen dich, wie auch Papa Remy, so sehr. Du bist nun wieder bei deinem Papa, aber ein Trost ist das nicht, du warst noch so jung. Du hast deine letzte Ruhe neben deinem Papa in unserem Garten gefunden, in unseren Herzen aber lebst du für immer weiter ♥

Mein Dank gilt Dr. Pries, der uns Mittwochmorgen bereits vor der Sprechstunde mit Rat und Tat zur Seite stand und mal wieder (!) Petra, die uns die langen letzten Stunden telefonisch unterstützt hat.