Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Kategorie-Archiv: Krankheiten

Ein trauriger und plötzlicher Abschied von unserer Marie

Eigentlich hatte ich mir für meinen Urlaub Anfang November vorgenommen mich endlich noch einmal auf dem Blog zurückzumelden, diesmal hoffentlich und endlich noch einmal mit positiven Dingen. Leider kam es dann mal wieder anders…

Bereits im April diesen Jahres stellten wir bei der Jahresimpfung bei Marie fest, dass sie eine erbsengroße „Zubildung“ unter einer Zitze hatte. Wir behandelten mit Metacam was dazu führte, dass sie sich verkleinerte. Marie stand weiter unter Beobachtung. In den letzten Wochen „explodierte“ diese Zubildung aber leider, am vergangenen Montag wurde sie dann geröntgt und ein Blutbild gemacht, es war alles in Ordnung und so konnte sie Dienstagmorgen operiert werden. Die OP verlief gut und ohne Komplikationen aber leider erlitt Marie bevor sie aus der Narkose wieder wach wurde einen Herzstillstand. Es wurde alles versucht aber leider ohne Erfolg. Marie hatte es nicht geschafft…

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Wie immer kamen dann Zweifel… war es richtig? Hätte man nicht operieren sollen? Aber zwei Tierärztinnen rieten unabhängig voneinander zu einer Operation und so denke ich, dass die Entscheidung richtig war auch wenn unsere kleine Motte es nicht geschafft hat.

Trotz des traurigen Ausgangs möchte ich mich an dieser Stelle bei Frau Dr. Breithardt (die uns Montagsnachmittags kurzfrisitg zum Röntgen und Blutnehmen ohne Termin dazwischen schob) und bei Katrin (die Marie operiert und alles versucht hat sie „zurückzuholen“) bedanken.

Mariechen, nur zweieinhalb Jahre durftest du bei uns sein und in dieser Zeit warst du für Leo die Welt. Nun bleibt der alte Knabe mit seinen 10,5 Jahren erst einmal alleine zurück und vermisst dich, genau wie ich. Ich bin mir sicher, dass dich unser Teddy „da oben“ würdevoll empfangen hat und irgendwann wirst du auch Leo wieder sehen. Aber jetzt kümmere ich mich erst einmal um ihn, auch wenn ich weiß, dass ich dich nicht wirklich ersetzen kann und darum suche ich momentan für ihn auch eine neue Gesellschaft, denn er war noch nie in seinem Leben alleine und soll es daher auch jetzt nicht bleiben. Ich bin mir sicher, dass das auch dein Wunsch für ihn ist.

M_L

Mach´s gut du kleine Maus und grüße alle, die bereits vor dir gegangen sind ganz lieb von uns allen.
Run free, Marie! Wir werden dich nie vergessen ♥

Gestern gab es (fast) nur gute Nachrichten…

Geplanterweise hatten wir früh Morgens einen Termin in der Tierarztpraxis für Leo um seinen Problemen im Kieferbereich nachzugehen. Ich nahm Marie kurzerhand mit, damit nach sieben Tagen Metacam ihre „auffällige“ Zitze kontrolliert wird. Also beide Langohren in eine Box (zusammen mit frischen Möhrchen und Heu) und eine leere Box für Marie, die nach der Untersuchung direkt wieder mit nach Hause durfte.

Marie_Miniatur

Marie war auch als erstes dran und mein Gefühl bestätigte sich. Die Zitze war „trockener“ geworden und die Verdickung in der Tiefe schien auch zurück gegangen zu sein. Marie bekommt jetzt noch weitere drei Tage Metacam und steht natürlich weiterhin unter strengster Kontrolle. Erfahrungsgemäss sind die Kaninchenmädels vom Frühjahr bis in den Herbst rein immer ein wenig „doll“ ツ wenn sie ein Böckchen an ihrer Seite haben. Das diese in der Regel kastriert sind (bei Leo ist das so!) scheint sie dabei nicht wirklich zu interessieren ツ

Leo_Miniatur_RahmenDann kam Leo auf den Behandlungstisch und wider Erwarten stellte Frau Dr. Steinheuer fest, dass die Verdickung am Kieferast von Haselnussgröße auf die Größe von einem Stecknadelkopf geschrumpft war. Wir diskutierten nun, ob wir ihn überhaupt weiter untersuchen sollten. Auch eine Inhalaltionsnarkose birgt Risiken und sein Alter von 9,5 Jahren durfte ja auch nicht unbeachtet bleiben. Wir entschieden uns dann aber doch dazu ihn unter dieser Narkoseart näher zu untersuchen, damit nichts versäumt wird.
Schweren Herzens fuhr ich dann mit Marie nach Hause um den Rest der Rasselbande zu versrogen. Nervös war ich nach all den schlechten Nachrichten in letzter Zeit. Aber ich dachte mir auch, irgendwann muss auch das mal ein Ende haben und Leo war trotz seines Alters fit.
Eine gute Stunde später kam endlich der erlösende Anruf. Es wurden lediglich Haken an den unteren Backenzähnen weg gepfeilt (die bereits Rötungen an der Zunge verursacht hatten) und die Schwellung am Unterkiefer kam wohl von einem abgebrochenen Backenzahn. Der Rest des Backenzahns saß aber bombenfest und war auch unbeschädigt. Sollten hier mal weitere Probleme auftreten würden wir zu einem Zahnspezialisten überwiesen, aber hoffen wir mal, dass das nicht nötig wird.
Leo wurde noch das Fell unterhalb der Augen und am Po *schäm* gekürzt und die Ohren sauber gemacht, was er wohl richtig doof fand. Da er vor der Untersuchung in der Box auf das Bettlaken Urin abgesetzt hat und dieser deutlich auf Harngrieß hinwies bekommt er ab jetzt dreimal täglich allrodin UTI Kn und es schmeckt ihm ツ
Da er die Inhalationsnarkose so gut weggesteckt hatte durfte ich ihn auch sofort wieder nach Hause holen – gut für Marie, die mehr als traurig war.

Wieder zuhause gab es ein großes „Hallo“ und dann wurde erstmal stundenlang geschmust ツ

Chanel_MiniaturFür mich war erstmal Entspannung angesagt und als dann Nachmittags auch noch das nachgeforderte Ergebnis von Chanel´s Kalziumwert (Calcium ionisiert) kam und auch hier Entwarnung kam fiel so ziemlich alles von mir ab. Es handelt sich um kein weiteres Krankheitsbild, der erhöhte Wert kommt von den Nieren, und den Befund kennen wir ja (leider) bereits. Trotzdem natürlich ein positives Ergebnis!

Der Tag wäre wohl schön geblieben, wenn ich nicht kurz nach der ganzen Aufregung online gegangen wäre… und nun kommt es zu dem „fast“ im Titel. Das erste was ich sah war, dass Aragon uns verlassen hat. Ich konnte es nicht fassen und kann es auch immer noch nicht.

Aragon_Rainbow_2

Es tut so unendlich weh und ich kann nachempfinden, wie sich Melly momentan fühlt.
R.I.P. Aragon – run free! ♥

Gestern war Aufregung für die Rasselbande angesagt ツ

… denn Mittags kam die Tierärztin zusammen mit der „guten Seele“ der Praxis auf Hausbesuch. Armani fand das ja erstmal noch ganz toll – Besuch halt ツ Als er dann aber als erstes auf den Küchentisch musste hörte der „Spaß“ für ihn auf, aber der Reihe nach…

Armani_MiniaturArmani war „nur“ mit der Katzenschnupfen-Impfung dran (mittlerweile ist die Katzenseuche-Impfung ja für drei Jahre zugelassen). Aber alleine die Untersuchung war für meinen überaus süßen „Warmduscher“ schon ein halber Weltuntergang, er weinte vor sich hin. Eine leichte Gingivitis hat er, aber (noch) nicht behandlungswürdig.  Ansonsten ist er aber topfit, auch wenn er wie einige andere immer noch Restsymptome des von Janosch eingeschleppten Katzenschnupfens hat. Zugelegt hat er, das ist auch Frau Dr. Steinheuer direkt aufgefallen und so bekam er von ihr das Kompliment, dass er sich jetzt zu einem typischen BKH-Kater rausmachen würde. Stolz war ich! Die Impfung war dann schnell erledigt und er war entlassen. Trotz dem voran gegangen Protest nahm er sofort seine Leckerchen an. Schließlich will man sein „Kampfgewicht“ ja halten, hm? ツ

Maxi_MiniaturAls nächstes war Maxi an der Reihe, der ganz besondere „Liebling“ von Frau Dr. Steinheuer, nicht zuletzt weil sie die erste Katze war die hier einzog als sie die Praxis übernahm. Leider ist diese „Liebe“ nur einseitig, für Maxi ist sie einfach nur eine Tierärztin die man ja eigentlich gar nicht braucht ツ Eingeschüchtert aber überaus lieb ließ sie die Untersuchung über sich ergehen. Bei ihr wurde aufgrund ihrer Vorerkrankung das Herz besonders gründlich abgehört und ich war so unendlich froh zu hören, dass es gleichmäßig schlägt. Ansonsten auch bei ihr nur „Reste“ des Katzenschnupfens und sie verschwand nach dem Impfen direkt auf der oberen Etage unter meiner Bettdecke und bekam ihre Leckerchen dort. Ich „liebe“ Krümel im Bett ツ

Flöhchen_MiniaturDann war Flöhchen dran und es ist ein absoluter Wahnsinn, wie sich diese schüchterne Maus in letzter Zeit heraus gemacht hat. Früher riss sie mir bei solchen Hausbesuchen das Shirt in Fetzen und ließ alles unter sich gehen. Untersuchen war gar nicht möglich, Hauptsache die Impfung war „drin“. Gestern hatte sie natürlich auch Angst, aber ich konnte sie sofort auf den Arm nehmen und bei der Untersuchung hielt sie nur Blickkontakt zu mir. Solange ich bei ihr bin lässt sie – wenn auch sehr aufgeregt und ängstlich – alles über sich ergehen. Bei ihr sind irgendwann die Zähnchen dran aber noch warten wir ab. Auch bei ihr ansonsten nur das bekannte (sehr wahrscheinlich angeborene) Herzgeräusch (da die Ursache nicht gefunden werden konnte) und Restsymptome des Katzenschnupfens. Auch sie bekam ihre Impfung und anschließend an sicherem Rückzugsort ihre Leckerchen.

Chanel_MiniaturNun wurde es „ernst“… ernst für uns bzw. in erster Linie mich, denn Chanel war nicht nur zur Impfung dran sondern auch mit der routinemäßigen Blutuntersuchung wegen ihrer CNI und ihrer Anämie. Trotz ihrem geringen Kampfgewicht ist diese kleine Maus nicht zu unterschätzen. Und bei ihr ist das keine Angst – es ist pure Wut und großer Unwillen ツ Nachdem sie um sich biss und mir die Krallen in T-Shirt und Hose gehauen hat holte ich auf Anraten der Tierärztin doch meine Lederhandschuhe. Mit Ach und Krach konnte Chanel untersucht und geimpft werden, sie ist – bis auf ebenfalls „Reste“ des Katzenschnupfenvirus – fit (ich habe es deutlich gespürt ツ). Die Blutabnahme klappte dann – wider Erwarten – besser und als sie vom Tisch durfte und ihr Bruder Armani ganz besorgt nach ihr schaute tafelte sie ihm eine und war weg. Noch nicht einmal Leckerchen wollte sie. Dafür war sie den Rest des Tages mehr als anhänglich und versuchte wohl was gut zu machen bei mir ツ
Die Blutergebnisse wurden mir soeben von einer Tierärztin durchgegeben. Der Kreatinwert (von 3,5 auf 3,3) und auch der Harnstoff haben sich leicht gebessert. Allerdings ist das Kalzium leicht erhöht, hier werden jetzt noch weitere Werte nachgefordert, die sicher morgen da sein werden. Und jetzt muss ich mich echt zusammen nehmen, denn ich heule hier vor Glück! Die als nicht regenerative Anämie scheint doch regenerativ zu sein… ich fasse es nicht. Dadurch ist die Maus auch so gut drauf in letzter Zeit. Oh man…

Biene_Miniatur_RahmenBienchen und Stronzo sind erst wieder im Frühjahr 2015 dran mit ihrer Impfung und so kam Stronzo gestern komplett glimpflich davon und war der einzige, der nicht auf den Küchentisch musste. Aber bei Biene war mir wichtig, dass sich Frau Dr. Steinheuer den Fortschritt ihres Karzinoms am Unterkiefer anschaute. Sie hatte es sich aufgrund meiner Schilderungen schlimmer vorgestellt und das erleichterte mich ziemlich. Man wird manchmal „betriebsblind“ wenn man den Patienten jeden Tag sieht und auch loslassen ist (für mich) so verdammt schwer. Biene hat noch Zeit, das weiß ich seit gestern und es trieb mir die Freudentränen in die Augen. Bei ihr wurden dann noch schnell die Analdrüsen kontrolliert aber auch hier Entwarnung. Die Leckerechen danach schmeckten ihr gut ツ

Damit war die Katzenschar „abgearbeitet“ und es ging zu den Kaninchen, hier sollten die Krallen geschnitten werden aber ich hatte bei Leo und auch Marie etwas entdeckt was abgeklärt werden musste…

Leo_Miniatur_RahmenZunächst kam Leo an die Reihe und das Krallen schneiden liess er wie gewohnt ganz lieb über sich ergehen. Er ist halt ein kleiner gemütlicher „Teddybär“ ツ Ich fange die Kaninchen nur aus dem Gehege, wenn es nötig ist. Leo tränten in letzter Zeit häufiger die Augen und auch eine „Unterbodenkontrolle“ ist bei ihm (aufgrund des in ihm vorhandenen Angoras) häufiger mal nötig. Dabei stellte ich fest, dass er es nicht mehr mochte, wenn man ihm an die Schnauze bzw. an den Unterkiefer kommt. Leider bestätigte sich gestern der Verdacht. Ein Kieferast am Unterkiefer weist eine Verdickung auf. Wir haben jetzt für nächsten Mittwoch einen Termin, in dem er zunächst mit Inhalationsnarkose untersucht und geröntgt wird. Sollte es nur ein „gammeliger“ Zahn sein, der hier Ärger macht ist das alles schnell erledigt. Falls nicht muss er u. U. in „richtige“ Narkose wovor ich bei Kaninchen einen Höllenrespekt habe. Zum einen ist das Narkoserisiko bei Kaninchen sehr hoch und zum anderen ist er schon stolze 9,5 Jahre alt. Es kann harmlos sein aber auch eine Diagnose wie bei meinem Bienchen ist nicht ausgeschlossen, da auch bei Kaninchen häufig Karzinome auftreten. Ich kann nur abwarten und versuchen die Ruhe zu bewahren…

Marie_MiniaturDann musste Marie auf meinen Arm und sie war „not amused“ ツ Die Krallen waren trotzdem schnell geschnitten und danach sagte ich Frau Dr. Steinheuer, dass mir aufgefallen sei, dass ihre Zitzen auffällig seien. Sie tastete sie lange und sehr genau ab und stellte dabei fest, dass eine Zitze sehr verdickt ist und beim leichten Drücken auch ein Sekret abfloss. Zudem war eine leichte Verdickung in die Tiefe zu ertasten. Damit ich für die nächste Zeit einen Vergleich habe tastete auch ich diese Stelle sehr genau ab. Es kann sich um eine ganz harmlose Entzündung (evtl. in Richtung Mastitis) handeln aber auch ein tumoröses Geschehen. Gottseidank konnte sie im Bauchraum keinerlei Veränderungen feststellen, was aber auch nicht so einfach war, da Marie recht gut „im Futter“ steht *schäm* Sie bekommt jetzt zunächst für eine Woche prophylaktisch Metacam, falls es sich um eine Entzündung handelt müsste sich die Zitze darunter positiv verändern. Falls nicht werde ich es noch ein wenig weiter beobachten und sobald es „mehr“ wird muss auch sie zu einer näheren Untersuchung in die Praxis.

Ich befasse mich schon länger mit dem Gedanken noch ein weiteres Kaninchen aufzunehmen um wieder eine 3er-Gruppe zu haben. Sollten wir dann ein Kaninchen verlieren bleibt immer noch ein Pärchen und das ist bei Kaninchen sehr wichtig. Ich habe vor vielen Jahren selber erlebt, was passieren kann wenn ein Kaninchen alleine übrig bleibt. Als meine Pauline damals eingeschläfert werden musste stellte der zurück gebliebene Robby sofort das Fressen ein und gab sich auf. Ich musste sofort für eine neue Partnerin für ihn sorgen und da damals in den umliegenden Tierheimen nichts Passendes zu finden war, zog Strubbel aus einer Zoohandlung ein. Ich möchte das nicht noch einmal erleben und so besprachen wir das Thema gestern. Ich erwähnte allerdings auch, dass mir momentan absolut nicht nach dem Einzug eines weiteren Tieres wäre, schließlich stehen ja auch die beiden Hamstergehege seit Langem leer. Aufgrund der ganzen Geschehnisse stiess ich auf volles Verständnis, aber aufgrund der Untersuchungen gestern weiß ich, das es besser wäre. So könnte es sein, dass in Kürze ein 4,5 Jahre altes Widderböckchen einzieht… und das über meine Tierarztpraxis. Nichts anderes kommt für mich seit der Erfahrung mit Janosch mehr in Frage. Warten wir ab was geschieht… ich werde berichten!

Maxi staunt ツ

Heute Morgen beim Füttern der Kaninchen entdeckte ich, dass Leo´s linkes Auge tränte. Ehe er sich versah, war er schon auf meinem Arm und auf dem Weg in´s Erdgeschoss. Ich setzte ihn kurzerhand auf den Wohnzimmerteppich und holte in der Küche die Augentropfen. Als ich zurück kam bot sich mir folgendes Bild…

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Maxi schien Kaninchen wohl bisher nur aus der Dose zu kennen ツ Seit Monaten versuche ich sie rauf in das Tierzimmer zu den Kaninchen, dem Hamster und den Papageien zu locken, aber bis jetzt ohne Erfolg. Das kann zwei Gründe haben: Zum einen hat Biene ihr einmal aufgelauert, als sie rauf kam, und zum Zweiten scheint sie einen gehörigen Respekt vor dem Geschrei der beiden Blaustirnamazonen zu haben.

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Leo kann seine Leidenschaft für Möhren nicht verbergen, hm?  ツ

Leo bekommt jetzt mehrmals täglich einen Tropfen Calendula D4 in sein Auge und ich hoffe, damit kommen wir um den Tierarztbesuch drumherum. Bis jetzt hat es eigentlich noch immer geholfen.

Teddy … eine traurige Geschichte

Irgendwie geht es auf diesem Blog nicht weiter … und das liegt bei mir nach wie vor an dem noch ausstehenden Bericht über den Tod von Teddy. Es fällt immer noch sehr schwer und eigentlich möchte ich das alles gar nicht wieder „aufwühlen“, aber auch solche traurigen Ereignisse gehören nun mal zum Leben mit der Rasselbande.

Es dauerte lange, bis ich mich nach Strubbel´s Tod Anfang März dazu durchringen konnte, zu meinen beiden Jungs wieder ein Kaninchenmädchen zu gesellen. Die Zusammenführung fand am Ostersonntag statt und war ein wahrer Traum. Eine solch friedliche und schnelle Vergesellschaftung hatte ich noch nie erlebt. Marie zog ein und so waren die Racker wieder zu dritt. Das Glück schien perfekt …

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Ostermontag beobachtete ich, wie Teddy immer wieder mit den Hinterbeinchen einknickte. Ich nahm ihn aus dem Gehege und ging mit ihm in´s Erdgeschoss um ihn dort frei laufen zu lassen. Auch hier knickte er immer und immer wieder ein, war ansonsten aber sehr mobil. Es dauerte nicht lange und er pieselte in den Eingangsbereich auf die Fliesen. Pieseln war wohl eher der falsche Eindruck, er setzte eine große Menge Blasenschlamm ab und ich stellte fest, dass er sogar ein wenig am Penis blutete. In den Notdienst wollte ich nicht mit ihm und so gab ich ihm Metacam, was auch anschlug. Außerdem rührte ich Herbi Care Plus an und fütterte ihn, denn er hatte an dem Tag weniger als normal gefressen.

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Glück war, dass ich die Woche Urlaub hatte und so fuhr ich direkt am nächsten Morgen mit ihm in die Tierarzt-Praxis. Teddy wurde untersucht und blieb bis abends in der Praxis, damit ihm mehrfach die Blase gespült werden konnte. Den Ausfall der Hinterbeinchen erklärten wir uns mit Schmerzen in der Blasengegend. Außerdem nahmen wir im Blut ab, um eine Schädigung der Nieren ausschließen zu können. Abends und auch am Mittwoch benahm sich Teddy wieder völlig unauffällig. Am Donnerstag stand ein Hausbesuch der Tierärztin auf dem Programm, weil drei Katzen und die Kaninchen mit ihren Impfungen dran waren. Noch vor dem Termin rief ich in der Tieraztpraxis an, weil Teddy´s Zustand wieder verschlechtert hatte. Er war komplett instabil und kippte teilweise auf die Seite. Als die Tierärztin bei uns war schlug sie vor, dass ich nach dem Hausbesuch mit Teddy in die Praxis kommen sollte, sie wollte die Blase schallen und röntgen. Geimpft wurde er erst einmal nicht, wir wollten abwarten, wie die Ergebnisse ausfallen würden. An diesem Tag kam auch das erste mal der Verdacht auf Encephalitozoonose (EC) in´s Spiel, wenn seine Anzeichen auch nicht typisch waren.

Ultraschall und Röntgenbild ergaben, dass seine Blase trotz mehrfacher Spülung voller Blasenschlamm war. Inzwischen war auch das Blutergebnis aus dem Labor bekommen und wir waren froh, dass sich der Verdacht einer Nierenschädigung nicht bestätigt hatte. Allerdings war ein (Entzündungs-)Wert (den ich nicht mehr näher beschreiben kann – sorry verdrängt!) wahnsinnig hoch und man wusste nicht weiter. Ich wurde zu Herrn Wieser nach Langenfeld überwiesen und konnte direkt nachmittags noch mit Teddy in die Sprechstunde kommen. Alle Untersuchungsergebnisse nahm ich mit und auch Herr Wieser stolperte über genau diesen hohen Blutwert. Wieder kam das Thema EC auf den Tisch. Teddy durfte sich frei im Behandlungszimmer bewegen und wurde dabei sehr gut von Herrn Wieser beobachtet. Und wie das mit dem Vorführeffekt immer so ist – in diesem Moment war er recht stabil auf den Beinchen. Wir einigten uns darauf, Teddy zunächst einmal zur weiteren Beobachtung in der Praxis zu lassen und er wurde prophylaktisch auf EC behandelt. Die Diagnose war schwierig da es viele Faktoren gab, die in Frage kommen könnten. Dass die Blase der Auslöser für Teddy´s Ausfälle waren, glaubte Herr Wieser eher nicht. Er hielt an der EC fest und auch eine Schädigung der Wirbelsäule oder der Bandscheiben konnten Ursache sein. Es wurde noch einmal Blut in´s Labor geschickt um den EC-Titer zu bestimmen.

Am Freitagnachmittag durfte ich Teddy wieder nach Hause holen und wir bekamen Panacur wegen einer evtl. EC, Metacam und Baytril mit. Den Rest des Tages hielt sich sein Zustand recht stabil.

Am Samstag hingegen war er wieder sehr wackelig auf den Beinchen und auch deutlich ruhiger. Außerdem zog er sich ein wenig von Leo und Marie zurück, was völlig untypisch für ihn war. Ich konnte nur beobachten und abwarten, das Ergebnis der EC würde Montag oder Dienstag kommen.

Am Sonntagmorgen musste ich feststellen, dass Teddy seine Hinterbeinchen gar nicht mehr bewegen konnte und ich rief die Notrufnummer von Herrn Wieser an. Wir berieten und einigten uns darauf, den kommenden Tag noch abzuwarten in der Hoffnung, das Ergebnis käme vom Labor. Es war wirklich schlimm mit anzusehen, wie Teddy durch das Gehege robbte, aber er hatte keine Schmerzen und fraß. Gegen Abend verschlimmerte sich sein Zustand zunehmend. Er ließ Urin unter sich gehen und hatte kaum noch Möglichkeiten vorwärts zu kommen. Ich legte ihn auf Frotteetücher in ein Katzenbett mit Rand und begann in zu füttern und gab ihm Wasser aus einer Spritze. Die Nacht über stand ich alle zwei Stunden auf, legte ihn trocken und versorgte ihn mit Heu, Gemüse und Wasser.

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Am nächsten Morgen nahm ich ihn aus seinem Bett und musste feststellen, dass er mittlerweile Vorder- und Hinterbeinchen nicht mehr benutzen konnte. Ich rief in der Tierarztpraxis an, aber das Laborergebnis war noch nicht da. Ich machte ein kleines Video weil ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte und Rat brauchte. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an eine ganz liebe Freundin, der ich dieses Video schicken durfte und die mir half die richtige Entscheidung für Teddy zu treffen. Ich rief in meiner Haustierarztpraxis an und Frau Dr. Waldherr kam nach der Sprechstunde auf Hausbesuch und sie bestätigte diese Entscheidung. Wir versuchten Herrn Wieser zu erreichen, was uns nicht gelang. Wir waren uns einig, dass Teddy nicht leiden sollte und trotzdem war die Entscheidung ihn zu erlösen wahnsinnig schwer, denn sein Köpfchen war klar wie immer. Er schlief in meinem Arm ein und danach durften Leo und Marie sich in Ruhe von ihm verabschieden.

Abends rief Herr Wieser mit dem Ergebnis an und seine Vermutung hatte sich bestätigt. Teddy hatte EC, sein Titer lag bei fast 3000. Trotzdem bestätigte Herr Wieser unsere Entscheidung, denn Teddy wurde bereits seit Tagen gegen EC behandelt und hat sich darunter trotzdem täglich verschlechtert. Evtl. hätte man noch ein weiteres Mittel gegen EC ausprobieren können, aber der Ausgang wäre ungewiss gewesen und leiden sollte Teddy nicht. Sein stolzes Alter von zehn Jahren war und ist trotzdem nur ein kleiner Trost. Er fand seine letzte Ruhe bei seiner Strubbel im Garten …

Die nächsten vier Wochen wurden Leo und Marie täglich mit Panacur gegen EC behandelt. Danach wartete ich noch zwei Wochen und dann konnte Marie auch endlich nachgeimpft werden.

Jetzt sind sie wieder nur zu zweit und ich brauche mal wieder Zeit um über Kaninchenzuwachs nachzudenken, denn das alles hier war nur die Kurzform und hängt mir immer noch nach …