Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Kategorie-Archiv: Augenprobleme

Maxi staunt ツ

Heute Morgen beim Füttern der Kaninchen entdeckte ich, dass Leo´s linkes Auge tränte. Ehe er sich versah, war er schon auf meinem Arm und auf dem Weg in´s Erdgeschoss. Ich setzte ihn kurzerhand auf den Wohnzimmerteppich und holte in der Küche die Augentropfen. Als ich zurück kam bot sich mir folgendes Bild…

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Maxi schien Kaninchen wohl bisher nur aus der Dose zu kennen ツ Seit Monaten versuche ich sie rauf in das Tierzimmer zu den Kaninchen, dem Hamster und den Papageien zu locken, aber bis jetzt ohne Erfolg. Das kann zwei Gründe haben: Zum einen hat Biene ihr einmal aufgelauert, als sie rauf kam, und zum Zweiten scheint sie einen gehörigen Respekt vor dem Geschrei der beiden Blaustirnamazonen zu haben.

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Leo kann seine Leidenschaft für Möhren nicht verbergen, hm?  ツ

Leo bekommt jetzt mehrmals täglich einen Tropfen Calendula D4 in sein Auge und ich hoffe, damit kommen wir um den Tierarztbesuch drumherum. Bis jetzt hat es eigentlich noch immer geholfen.

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Meine zwei momentanen Sorgenkinder

Muckl_Miniatur_2_RahmenWie Anfang letzter Woche bereits berichtet, machte mir Muckl mal wieder akute Sorgen. Es war ein ständiges Auf und Ab und ich beobachtete die ganze Geschichte, wie mit der Tierärztin abgesprochen, zunächst. Für mich deutete ihr ganzes (zum Teil sehr seltsames) Verhalten aber erneut darauf hin, dass die Schilddrüse wieder nicht richtig eingestellt ist und so fuhr ich mit ihr am Dienstagnachmittag zur Blutabnahme um den T4 überprüfen zu lassen. Ich ließ vorsichtshalber mehr Blut als nötig abnehmen, um in dem Fall, dass nicht die Schilddrüse Ursache wäre, ein Blutscreening hinterher schieben zu können, ohne dass Muckl erneut in die Tierarztpraxis müsste.
Das Ergebnis lag bereits gestern Vormittag vor und es fiel aus wie von mir erwartet. Der Schilddrüsenwert ist mal wieder viel zu hoch (12) und die Tablettendosis (Felimazole 2,5 mg) wird nun erhöht. Bekam sie bis jetzt im täglichen Wechsel einmal täglich eine / zweimal täglich eine, so bekommt sie ab jetzt jeden Tag zwei Tabletten (jeweils eine morgens und abends). Die nächste Kontrolle steht dann in vierzehn Tagen an und sollten wir den Wert nicht in den Normbereich bekommen, wird darüber nachgedacht das Medikament zu wechseln.

Strubbel_Miniatur_RahmenDas zweite Sorgenkind ist Strubbel. Ich war am Dienstag schon fast mit Muckl auf dem Weg in die Tierarztpraxis, da stellte ich fest, dass Strubbel´s linke Auge, welches schon lange erblindet war, völlig zugeklebt war. Ich fühlte vorsichtig nach und spürte, dass das ganze Fell rund um das Auge total nass war. Ich überlegte nicht lange, holte eine zweite Box und Strubbel fuhr ungeplanter Weise mit zur Tierärztin. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nichts Schlimmes, aber das sollte sich schnell ändern.
Nachdem Muckl Blut abgenommen bekommen hatte kam Strubbel an die Reihe. Die Tierärztin öffnete das Auge vorsichtig und uns traf beide förmlich der Schlag. Mitten auf dem Auge befand sich ein großes Loch, aus dem Flüssigkeit austrat. Habt ihr schon einmal von jetzt auf gleich weiche Beine bekommen? Ich in diesem Augenblick auf jeden Fall! Der Anblick war alles andere als schön und ich konnte kaum glauben, dass das Strubbel keine Schmerzen bereiten würde. Kaninchen hören unter Schmerzen sofort auf zu fressen, Strubbel hatte kurz vorher aber noch Leckerchen aus der Hand genommen.
Die Tierärztin sagte mir, dass das Auge ihres Erachtens entfernt werden müsste, mir jedoch schoss direkt durch den Kopf „Eine Narkose mit fast elf Jahren?“ Ein Problem, das wussten wir beide, denn für Kaninchen ist eine Narkose generell problematisch. So jedoch konnte das Auge natürlich auch nicht bleiben, denn schließlich waren hier Infektionen Tür und Tor geöffnet. Sie rief umgehend bei einem Augenspezialisten in der Nachbarstadt an, der in der gleichen Praxis ansässig ist wie die behandelnde Tierärztin von Pascha. Ein kleiner Trost, man kannte sich und ich habe großes Vertrauen in diese Tierarztpraxis.
Ich konnte sofort kommen und so „schmiss“ ich auf dem Weg dorthin nur die darüber sehr entsetzte Muckl zuhause raus und fuhr sofort los. Der ätzende Feierabendverkehr und die Angst um Strubbel machten mich nervös, aber da mussten wir jetzt wohl gemeinsam durch. Kurz nachdem wir angekommen waren kamen wir auch schon an die Reihe und Herr Wieser schaute sich das Auge erst einmal sehr genau und schweigend an. Dann durfte Strubbel zurück auf das dicke Kissen in ihrer Box und Herr Wieser fing an zu erklären.
Wäre Strubbel jünger würde er das Auge sofort unter Narkose entfernen, das wäre die „sauberste“ Lösung, denn damit wäre die Ursache allen Übels beseitigt. In ihrem Fall tut er sich aufgrund ihres Alters aber auch schwer mit einer Narkose und schlug vor, Strubbel stationär aufzunehmen und sie auf der einen Seite lokal am Auge zu behandeln, auf der anderen Seite mit Antibiotikum (Marbocyl) und einem Entzündungshemmer und Schmerzmittel (Metacam) abzudecken. Ziel sollte sein, dass das Auge sich verschließt um so zu verhindern, dass Bakterien ungehindert in das Auge gelangen können. Ich stimmte dem Vorschlag mit dem Wissen zu, dass es jederzeit zu einer Operation kommen könnte. Wir „verabredeten“ uns für den nächsten Morgen zu einem Telefonat und ich fuhr ohne Strubbel nach Hause.
Über die ganzen Stunden bis zu dem versprochenen Anruf möchte ich hier nicht schreiben, ihr könnt euch denken, wie bescheiden die ausfielen …
Gestern Morgen berichtete Herr Wieser dann, dass Strubbel soweit stabil sei und ihm das Auge ein wenig besser gefallen würde. Das bedeutet allerdings noch lange keine Entwarnung. Er behält sie die nächsten 24 -36 Stunden noch in der Praxis und es wird stündlich Augensalbe verabreicht. Sollten sie das Auge bis Heute weiter stabilisieren können wird über eine Entlassung nachgedacht. Im Moment muss man aber wohl noch ständig mit einem neuen Einbruch rechnen, für den Fall habe ich ihm gestern bereits die Einverständniserklärung zur sofortigen OP gegeben. Sollte sie nach Hause dürfen und weiter therapiert werden kann trotzdem erst in 10-14 Tagen entschieden werden, ob wir einen Zustand erreichen, der auf Dauer akzeptabel für Strubbel ist. Erst dann kann eine Operation ausgeschlossen werden.
Jetzt kann ich nur abwarten, was der heutige Anruf für Neuigkeiten bringt, ich hoffe so sehr, dass das Auge sich weiter stabilisiert hat.

Update von 11.00 Uhr: Das Auge von Strubbel hat sich verschlechtert, so dass sie gleich operiert wird. Sie wurde bereits internistisch auf den Kopf gestellt und es wurde nichts gefunden, was das Narkoserisiko erhöhen würde. Jetzt können wir viele gedrückte Daumen gebrauchen, bitte!

Update von 14:00 Uhr: Strubbel hat die Operation so weit gut überstanden, liegt aber noch auf intensiv (Tropf und Wärmebox). Der Tierarzt ist zufrieden mit dem Verlauf, kann aber noch keine Entwarnung geben. Sie ist noch arg „neben sich“, das kommt durch ihr stolzes Alter.  Aber sie war während der Operation stabiler wie manches junge Kaninchen. Alle Parameter blieben stabil, selbst beim Blutverlust durch die Entfernung des Auges. Sie wird jetzt relativ schnell zwangsgefüttert, damit ihre Verdauung angeregt wird. Wenn ich bis nach der Sprechstunde nichts mehr von ihm höre ist das ein gutes Zeichen! Ich bin guter Dinge, denn Strubbel ist eine Kämpferin!

Update von 19:30 Uhr: Strubbel ist soweit stabil und was die Narkose betrifft auch über den Berg, hat aber Probleme mit den Hinterläufen! Ich habe jetzt erklärt, dass sie das bereits seit  circa 2-3 Jahren schon im „Normalzustand“ hat. Sie wird jetzt über Nacht weiter beobachtet und morgen früh zum Beginn der Sprechstunde kann ich mich direkt wieder melden. Bis jetzt hat sie noch keinen Kot abgesetzt und wird weiterhin zwangsernährt, das ist nach der ganzen Aktion aber auch kein Wunder! Jetzt muss sie sich ausruhen und wieder zu Kräften kommen!

Update vom 01.03.2013 – 8:30 Uhr: Leider keine so guten Nachrichten! Strubbel hat nicht nur Probleme mit den Hinterbeinchen sondern auch mit den Vorderbeinchen. Ist nicht ganz klar ob neurologisch oder kreislaufbedingt. Sie hängt jetzt wieder am Tropf und die Tendenz ist noch nicht ganz klar. Sehr wahrscheinlich darf sie heute noch nicht nach Hause. Sie hat aber Kot abgesetzt und über Nacht auch ein klein wenig selbständig gefressen. Sie machen alles was sie können um sie zu stabilisieren, aber natürlich kann er nichts versprechen und auch keine Entwarnung geben. Trotzdem ist er nicht unzufrieden, denn das Auge sieht wohl gut aus und die Narkose hat sie überlebt, das war ja absolut nicht sicher. Wenn sich im Laufe des Tages etwas ändert (positiv wie negativ) dann meldet er sich, ansonsten wie gestern nach der Sprechstunde. Sollte sie sich stabilisieren kann sie evtl. auch Abends noch nach Hause aber für mich hörte sich das eben nicht danach an.

Update vom 01.03.2013 – 20:00 Uhr: Strubbel hat es leider nicht geschafft, sie wurde erlöst, weil sie sich bereits im Nierenversagen befand …

Da Herr Wieser am Dienstagabend fragte, ob das Auge mal näher untersucht worden wäre mache ich mir jetzt große Vorwürfe, denn nein, es wurde nie genauer untersucht. Die Aussage der damals behandelnden Tierärztin lautete „Sie ist halt alt und wird blind.“ Scheinbar wäre eine damalige genauere Untersuchung jetzt hilfreich, denn keiner kann sagen, wie es zu diesem heftigen Defekt auf dem Auge kommen konnte bzw. was die Ursache war. Für Strubbel kommt diese Erkenntnis jetzt zu spät, die Tierärztin wurde (aus anderen bis dahin bekannten Gründen) bereits gewechselt! … aber für die Zukunft habe ich daraus gelernt!

Und eine weitere Erkenntnis ergab sich aus der momentanen Situation. Eigentlich hatte ich mich entschlossen, auf Dauer nur zwei Kaninchen zu halten, schließlich war das Gehege auch nur für zwei Tiere gedacht. Die „Dritten“ waren immer „Notkaninchen“ oder wie jetzt Teddy, der verwitwete Bock meiner Freundin. Jetzt ist Strubbel seit Dienstagabend in der Tierarztpraxis und Leo und Teddy trauern. Sie liegen nur zusammen, sind sehr ruhig und fressen deutlich weniger als normal. Aber sie sind zu zweit! Hätte ich momentan nur zwei Kaninchen hätte ich direkt zwei Probleme, denn der „Alleingelassene“ könnte in Hungerstreik treten und das ist bei Kaninchen nun mal nicht ungefährlich, da sie ständig Futter aufnehmen müssen. Diese Situation hatte ich 2002 bereits einmal, als Pauline eingeschläfert werden musste und Robby umgehend jede Futteraufnahme verweigerte. Es musste innerhalb kürzester Zeit eine neue passende Partnerin für ihn her und ich fand sie … Strubbel! Für die Zukunft bedeutet das, dass auch weiterhin immer drei Kaninchen bei der Rasselbande wohnen werden! ツ

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Der größte Wunsch momentan ist aber trotz aller Erkenntnisse, dass die drei Rasselbande-Kaninchen weiterhin aus Leo, Teddy und … Strubbel bestehen!

Neues von der Rasselbande

Mir fiel auf, dass ich schon länger nichts mehr von der Rasselbande berichtet habe, hier also ein paar Geschehnisse bzw. Neuigkeiten …

Ich fange mal mit Muckl an, denn sie machte mir ja vor Kurzem noch große Sorgen. Seit ihre Schilddrüse neu eingestellt wurde ist sie nicht wieder zu erkennen. Sie ist fit wie ein Turnschuh, frisst wie ein Scheunendrescher und ist mehr denn je auf mich fixiert ツ Auch konnte ich nicht mehr beobachten, dass sie sich an der Katzenstreu „vergreift“.

Was das Thema Giardien betrifft, so ist die „Wartezeit“ von 21 Tagen noch nicht rum, heißt – ich kann erst Ende nächster Woche eine Kotprobe von Muckl und eine Sammelkotprobe der restlichen sieben Tiger abgeben. Das Warten und die Ungewissheit, ob ich es geschafft habe diese „Biester“ zu besiegen ist echt schlimm!

Pascha geht es nach wie vor sehr gut, nur seine Verdauung machte mir in letzter Zeit wieder ein wenig mehr Sorgen. Der Grund ist mir auch bekannt … er bekam neben dem Bifiteral-Sirup täglich ein wenig Becel und damit klappte alles sehr gut. Bereits beim Discounter bekam ich Panik, als ich auf der zu kaufenden Packung Becel „neue Rezeptur“ las und Bingo! – Pascha mochte sie nicht mehr. Nach Rücksprache mit der Tierärztin bekommt er jetzt seit Mitte vergangener Woche einmal täglich eine Lachsölkapsel (500 mg) und so langsam kommt seine Verdauung wieder „in Schwung“ ツ

Teddy hatte ein wenig „Ärger“ mit seinem linken Auge. Er hielt es geschlossen, die Augenränder waren dick und gerötet und ein klein wenig Eiter hatte sich auch gebildet. Da der Stinker immer sehr im Heu wühlt ging ich zunächst davon aus, dass er etwas in´s Auge bekommen hatte. Aus diesem Grund spülte ich sein Auge mehrfach mit Augenreiniger aus und damit schien auch erstmal alles wieder in Ordnung zu sein. Eine Woche später das gleiche Spiel. Von Trixie wusste ich, dass sie mit einem ihrer Kaninchen einmal ein ähnliches Problem hatte und sie bekam den Tipp, sich in der Apotheke homöopathische Augentropfen für Säuglinge zu besorgen. Also fuhr ich auf dem Nachhauseweg an der Apotheke vorbei und schilderte den Fall. Ich bekam Calendula D4 Augentropfen empfohlen, diese wirken auch bei Bindehautentzündung und aufgrund der Eiterbildung war hiervon auszugehen. Dreimal habe ich Teddy jeweils einen Tropfen verabreicht und seitdem ist Ruhe und alles wieder in Ordnung … und das Langohr ist noch einmal um eine Fahrt zum Tierarzt herum gekommen ツ

Dann gibt es noch schöne Neuigkeiten von meinem kleinen schüchternen Hamstermann Thabo. Der kleine Stinker taut immer mehr auf und wird mehr als zutraulich. Während ich ihn in den ersten Wochen wirklich nur sah, wenn ich sein Labyrinth sauber machen musste, kommt er jetzt abends und morgens neugierig an um zu sehen, was es an Leckereien gibt. Außerdem passt er beim Saubermachen genau auf, ob ich auch alles richtig mache und Versuche, auf meine Hand  zu klettern sind auch schon erfolgt ツ Aber im letzten Moment hat er scheinbar immer Angst vor seiner eigenen Courage … aber auch das wird noch, da bin ich mir sicher!

Zu guter Letzt noch kurz zum Aquarium. Die Mitte Juli diesen Jahres eingezogenen Apfelschnecken entwickeln sich prächtig. Sie wachsen und sind sehr rege – soweit man das bei Schnecken überhaupt behaupten kann ツ Das einzige, was mich ein wenig verunsichert, ist, dass ich es bis jetzt noch nicht geschafft habe zu kontrollieren, ob auch alle vierzehn Schleimer wohlauf sind. Aber ich denke, das ist das Schicksal eines jeden Schneckenhalters, schließlich haben die Schnecken in einem gut bepflanzten Becken viele Versteckmöglichkeiten …