Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Kategorie-Archiv: Impfung/Entwurmung

Gestern war Aufregung für die Rasselbande angesagt ツ

… denn Mittags kam die Tierärztin zusammen mit der „guten Seele“ der Praxis auf Hausbesuch. Armani fand das ja erstmal noch ganz toll – Besuch halt ツ Als er dann aber als erstes auf den Küchentisch musste hörte der „Spaß“ für ihn auf, aber der Reihe nach…

Armani_MiniaturArmani war „nur“ mit der Katzenschnupfen-Impfung dran (mittlerweile ist die Katzenseuche-Impfung ja für drei Jahre zugelassen). Aber alleine die Untersuchung war für meinen überaus süßen „Warmduscher“ schon ein halber Weltuntergang, er weinte vor sich hin. Eine leichte Gingivitis hat er, aber (noch) nicht behandlungswürdig.  Ansonsten ist er aber topfit, auch wenn er wie einige andere immer noch Restsymptome des von Janosch eingeschleppten Katzenschnupfens hat. Zugelegt hat er, das ist auch Frau Dr. Steinheuer direkt aufgefallen und so bekam er von ihr das Kompliment, dass er sich jetzt zu einem typischen BKH-Kater rausmachen würde. Stolz war ich! Die Impfung war dann schnell erledigt und er war entlassen. Trotz dem voran gegangen Protest nahm er sofort seine Leckerchen an. Schließlich will man sein „Kampfgewicht“ ja halten, hm? ツ

Maxi_MiniaturAls nächstes war Maxi an der Reihe, der ganz besondere „Liebling“ von Frau Dr. Steinheuer, nicht zuletzt weil sie die erste Katze war die hier einzog als sie die Praxis übernahm. Leider ist diese „Liebe“ nur einseitig, für Maxi ist sie einfach nur eine Tierärztin die man ja eigentlich gar nicht braucht ツ Eingeschüchtert aber überaus lieb ließ sie die Untersuchung über sich ergehen. Bei ihr wurde aufgrund ihrer Vorerkrankung das Herz besonders gründlich abgehört und ich war so unendlich froh zu hören, dass es gleichmäßig schlägt. Ansonsten auch bei ihr nur „Reste“ des Katzenschnupfens und sie verschwand nach dem Impfen direkt auf der oberen Etage unter meiner Bettdecke und bekam ihre Leckerchen dort. Ich „liebe“ Krümel im Bett ツ

Flöhchen_MiniaturDann war Flöhchen dran und es ist ein absoluter Wahnsinn, wie sich diese schüchterne Maus in letzter Zeit heraus gemacht hat. Früher riss sie mir bei solchen Hausbesuchen das Shirt in Fetzen und ließ alles unter sich gehen. Untersuchen war gar nicht möglich, Hauptsache die Impfung war „drin“. Gestern hatte sie natürlich auch Angst, aber ich konnte sie sofort auf den Arm nehmen und bei der Untersuchung hielt sie nur Blickkontakt zu mir. Solange ich bei ihr bin lässt sie – wenn auch sehr aufgeregt und ängstlich – alles über sich ergehen. Bei ihr sind irgendwann die Zähnchen dran aber noch warten wir ab. Auch bei ihr ansonsten nur das bekannte (sehr wahrscheinlich angeborene) Herzgeräusch (da die Ursache nicht gefunden werden konnte) und Restsymptome des Katzenschnupfens. Auch sie bekam ihre Impfung und anschließend an sicherem Rückzugsort ihre Leckerchen.

Chanel_MiniaturNun wurde es „ernst“… ernst für uns bzw. in erster Linie mich, denn Chanel war nicht nur zur Impfung dran sondern auch mit der routinemäßigen Blutuntersuchung wegen ihrer CNI und ihrer Anämie. Trotz ihrem geringen Kampfgewicht ist diese kleine Maus nicht zu unterschätzen. Und bei ihr ist das keine Angst – es ist pure Wut und großer Unwillen ツ Nachdem sie um sich biss und mir die Krallen in T-Shirt und Hose gehauen hat holte ich auf Anraten der Tierärztin doch meine Lederhandschuhe. Mit Ach und Krach konnte Chanel untersucht und geimpft werden, sie ist – bis auf ebenfalls „Reste“ des Katzenschnupfenvirus – fit (ich habe es deutlich gespürt ツ). Die Blutabnahme klappte dann – wider Erwarten – besser und als sie vom Tisch durfte und ihr Bruder Armani ganz besorgt nach ihr schaute tafelte sie ihm eine und war weg. Noch nicht einmal Leckerchen wollte sie. Dafür war sie den Rest des Tages mehr als anhänglich und versuchte wohl was gut zu machen bei mir ツ
Die Blutergebnisse wurden mir soeben von einer Tierärztin durchgegeben. Der Kreatinwert (von 3,5 auf 3,3) und auch der Harnstoff haben sich leicht gebessert. Allerdings ist das Kalzium leicht erhöht, hier werden jetzt noch weitere Werte nachgefordert, die sicher morgen da sein werden. Und jetzt muss ich mich echt zusammen nehmen, denn ich heule hier vor Glück! Die als nicht regenerative Anämie scheint doch regenerativ zu sein… ich fasse es nicht. Dadurch ist die Maus auch so gut drauf in letzter Zeit. Oh man…

Biene_Miniatur_RahmenBienchen und Stronzo sind erst wieder im Frühjahr 2015 dran mit ihrer Impfung und so kam Stronzo gestern komplett glimpflich davon und war der einzige, der nicht auf den Küchentisch musste. Aber bei Biene war mir wichtig, dass sich Frau Dr. Steinheuer den Fortschritt ihres Karzinoms am Unterkiefer anschaute. Sie hatte es sich aufgrund meiner Schilderungen schlimmer vorgestellt und das erleichterte mich ziemlich. Man wird manchmal „betriebsblind“ wenn man den Patienten jeden Tag sieht und auch loslassen ist (für mich) so verdammt schwer. Biene hat noch Zeit, das weiß ich seit gestern und es trieb mir die Freudentränen in die Augen. Bei ihr wurden dann noch schnell die Analdrüsen kontrolliert aber auch hier Entwarnung. Die Leckerechen danach schmeckten ihr gut ツ

Damit war die Katzenschar „abgearbeitet“ und es ging zu den Kaninchen, hier sollten die Krallen geschnitten werden aber ich hatte bei Leo und auch Marie etwas entdeckt was abgeklärt werden musste…

Leo_Miniatur_RahmenZunächst kam Leo an die Reihe und das Krallen schneiden liess er wie gewohnt ganz lieb über sich ergehen. Er ist halt ein kleiner gemütlicher „Teddybär“ ツ Ich fange die Kaninchen nur aus dem Gehege, wenn es nötig ist. Leo tränten in letzter Zeit häufiger die Augen und auch eine „Unterbodenkontrolle“ ist bei ihm (aufgrund des in ihm vorhandenen Angoras) häufiger mal nötig. Dabei stellte ich fest, dass er es nicht mehr mochte, wenn man ihm an die Schnauze bzw. an den Unterkiefer kommt. Leider bestätigte sich gestern der Verdacht. Ein Kieferast am Unterkiefer weist eine Verdickung auf. Wir haben jetzt für nächsten Mittwoch einen Termin, in dem er zunächst mit Inhalationsnarkose untersucht und geröntgt wird. Sollte es nur ein „gammeliger“ Zahn sein, der hier Ärger macht ist das alles schnell erledigt. Falls nicht muss er u. U. in „richtige“ Narkose wovor ich bei Kaninchen einen Höllenrespekt habe. Zum einen ist das Narkoserisiko bei Kaninchen sehr hoch und zum anderen ist er schon stolze 9,5 Jahre alt. Es kann harmlos sein aber auch eine Diagnose wie bei meinem Bienchen ist nicht ausgeschlossen, da auch bei Kaninchen häufig Karzinome auftreten. Ich kann nur abwarten und versuchen die Ruhe zu bewahren…

Marie_MiniaturDann musste Marie auf meinen Arm und sie war „not amused“ ツ Die Krallen waren trotzdem schnell geschnitten und danach sagte ich Frau Dr. Steinheuer, dass mir aufgefallen sei, dass ihre Zitzen auffällig seien. Sie tastete sie lange und sehr genau ab und stellte dabei fest, dass eine Zitze sehr verdickt ist und beim leichten Drücken auch ein Sekret abfloss. Zudem war eine leichte Verdickung in die Tiefe zu ertasten. Damit ich für die nächste Zeit einen Vergleich habe tastete auch ich diese Stelle sehr genau ab. Es kann sich um eine ganz harmlose Entzündung (evtl. in Richtung Mastitis) handeln aber auch ein tumoröses Geschehen. Gottseidank konnte sie im Bauchraum keinerlei Veränderungen feststellen, was aber auch nicht so einfach war, da Marie recht gut „im Futter“ steht *schäm* Sie bekommt jetzt zunächst für eine Woche prophylaktisch Metacam, falls es sich um eine Entzündung handelt müsste sich die Zitze darunter positiv verändern. Falls nicht werde ich es noch ein wenig weiter beobachten und sobald es „mehr“ wird muss auch sie zu einer näheren Untersuchung in die Praxis.

Ich befasse mich schon länger mit dem Gedanken noch ein weiteres Kaninchen aufzunehmen um wieder eine 3er-Gruppe zu haben. Sollten wir dann ein Kaninchen verlieren bleibt immer noch ein Pärchen und das ist bei Kaninchen sehr wichtig. Ich habe vor vielen Jahren selber erlebt, was passieren kann wenn ein Kaninchen alleine übrig bleibt. Als meine Pauline damals eingeschläfert werden musste stellte der zurück gebliebene Robby sofort das Fressen ein und gab sich auf. Ich musste sofort für eine neue Partnerin für ihn sorgen und da damals in den umliegenden Tierheimen nichts Passendes zu finden war, zog Strubbel aus einer Zoohandlung ein. Ich möchte das nicht noch einmal erleben und so besprachen wir das Thema gestern. Ich erwähnte allerdings auch, dass mir momentan absolut nicht nach dem Einzug eines weiteren Tieres wäre, schließlich stehen ja auch die beiden Hamstergehege seit Langem leer. Aufgrund der ganzen Geschehnisse stiess ich auf volles Verständnis, aber aufgrund der Untersuchungen gestern weiß ich, das es besser wäre. So könnte es sein, dass in Kürze ein 4,5 Jahre altes Widderböckchen einzieht… und das über meine Tierarztpraxis. Nichts anderes kommt für mich seit der Erfahrung mit Janosch mehr in Frage. Warten wir ab was geschieht… ich werde berichten!

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Biene macht(e) Sorgen…

Nach den ganzen „Mäuse-Artikeln“ jetzt mal wieder zu den Tigern 
Meine alte Katzendame Biene hat seit etlichen Wochen schlimme Probleme mit ihrem Zahnfleisch und dementsprechend schlecht fraß sie und verlor auch an Gewicht. Die Auswirkungen waren nicht zu übersehen und auch nicht zu überhören:

Dieses Video hatte ich für meine Tierärztin gedreht, denn wie soll man das „vorführen“? Eine Untersuchung ergab eine schlimme Zahnfleischentzündung und starke Schwellungen. Bienchen hat nur noch wenige Zähne, aber Zahnwurzelentzündungen waren trotzdem nicht auszuschließen und auch ein tumoröses Geschehen stand leider im Raum. Zunächst bekam sie 14 Tage lang Antibiotikum (Marbocyl) und ein Schmerzmittel (Metacam). Darunter fraß sie wieder besser, nahm ein wenig zu und eine Kontrolle gegen Ende dieser Therapie zeigte erste Erfolge. Danach stellte ich um auf eine Kräuterformel (Gingivit) von „Naturheilkunde bei Tieren“ und als wir  – nach einwöchiger Behandlung mit Gingivet – zur Kontrolle und zum Impfen in der TA-Praxis waren, zeigte sich, dass die Entzündung weiter zurückgegangen war und die Schwellung ebenfalls. Wir behandeln jetzt fleißig weiter und werden so wohl um eine Narkose drumherum kommen. Und Biene freut sich! Während alle anderen hochwertige Futtersorten mit fast 100 % Fisch oder Fleisch fressen „müssen“ ツ bekommt sie momentan *elix, *hiskas, *heba & Co. und ist damit sehr glücklich ツ

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Wo ich eben vom Impfen sprach… Biene wird im kommenden Monat stolze sechzehn Jahre alt und hat dieses Jahr das erste mal ihre Impfung nicht vertragen. Sie hatte Fieber und man durfte sie nicht anfassen. Das muss ich noch mit der Tierärztin besprechen, denn der Abend und die Nacht nach der Impfung war alles andere als lustig.
Als das gerade überstanden war hatte sie Karfreitag auch noch Verstopfung. Da ich seit Pascha immer eine „Familienpackung“ Microkliste zu Hause habe konnte ich ihr helfen. Übung hatte ich ja (leider!) darin und wider Erwarten spielte Biene mit…

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Hier gibt es momentan noch mehr Sorgenkinder, aber darüber werde ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten…

Maxi berichtet … ツ

Hallo, ich bin´s, die Maxi ツ Heute hat Sylvia (unser Personal!) mir mal erlaubt selber zu berichten, wie es mit mir hier bei der Rasselbande so weiter geht. Na, dann will ich mal … ツ

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Zunächst einmal waren die letzten Wochen richtig schön, denn Sylvia hatte Urlaub und war demnach viel mehr zuhause als normal, für mich die Gelegenheit viel häufiger nach Leckerchen zu betteln oder Streicheleinheiten einzufordern. Außerdem fühle ich mich schon ein wenig stärker, wenn sie da ist und traue mich dann auch noch ein wenig mutiger auf diese „Meute“ hier zuzugehen, schaut mal ツ

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Allerdings habe ich vergangenen Donnerstag einen totalen Schock bekommen. Sylvia holte eine von diesen doofen Transportboxen aus dem Keller und ich ahnte schon nix Gutes. Aber ich fühlte mich in meiner Schildkröte ja eigentlich sicher, aber da kennt ihr Sylvia noch nicht. Sie fackelte nicht lange und ehe ich mich versah, sass ich in der Box! Sch… hatte ich eine Angst, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen und dann gingen wir auch noch nach draussen … in die Garage … und dann auch noch in das Auto, was ich so hasse! Während der Fahrt redete Sylvia die ganze Zeit ganz lieb und ruhig mit mir, aber so wirklich geholfen hat mir das nicht, ich wusste überhaupt nicht was jetzt passierte. Es dauerte nicht lange und wir waren wohl am Ziel angekommen – in der Tierarztpraxis. Ok, da war ich schonmal, aber warum denn jetzt schon wieder? Ein wenig später kam auch schon die Tierärztin, an sie konnte ich mich erinnern, sie war auch beim ersten mal sehr lieb zu mir aber aus der Box wollte ich dennoch nicht … aber es musste wohl sein. Ich versuchte mich so eng wie möglich an Sylvia zu drängen und sie streichelte mich auch die ganze Zeit und ließ mich nicht alleine. Ich wurde untersucht und auch die Tierärztin streichelte mich und redete ganz ruhig mit mir. So schlimm war das alles gar nicht und so fing ich sogar – zur Freude aller – ganz leise an zu schnurren. Dann sollte ich auf die Waage und ich durfte bei Sylvia auf den Arm, na ja, lieber wäre ich ja unter ihrem T-Shirt verschwunden ツ Die Waage sagte dann wohl, dass ich 300 Gramm zugenommen hatte und nun 4,4 Kilo wiege, schmeckt aber auch zu gut ツ Dann gingen wir zurück in das Behandlungszimmer und ich bekam einen kleinen Piekser in den Po und es wurde etwas in ein gelbes Buch eingetragen. Dann durfte ich zurück in meine Box und das machte ich diesmal sogar freiwillig. Danach erzählten sich die Menschen noch ein wenig und dann ging es zurück zum Auto und ich hoffte so sehr, wir würden ganz schnell wieder nach Hause fahren und so war es dann auch, ich kann euch gar nicht sagen wie glücklich ich war! Alle Anspannung fiel von mir ab und ich streckte mich erstmal lang aus …

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Ich wollte noch nicht einmal zurück in meine Schildkröte – alle sollten doch sehen, dass ich wieder zuhause war!

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Ist mir ein bisschen peinlich wegen den ganzen Bildern hier von mir, aber Sylvia macht immer so viele Fotos und na ja, ist ja ihr Blog, also sage ich mal nix ツ Und das, was da unter den Foddos steht habe ich auch nicht zu verantworten, ehrlich!

Wie ihr lesen und sehen könnt fühle ich mich schon richtig wohl hier und das, obwohl ich ja eigentlich nicht so gut mit anderen Katzen auskomme. Eigentlich sind sie auch alle ganz lieb nur Biene zickt mich schon mal an aber ich habe beobachtet, dass sie das mit den anderen auch macht ツ Ach ja, und dann ist da noch die Sache mit Pascha … er sucht immer meine Nähe und bewacht mich beim Fressen. Sylvia sagt, er ist in mich verknallt, keine Ahnung, was das bedeutet aber ein wenig mögen tue ich ihn auf jeden Fall, ist wirklich ein ganz Lieber!

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Was war noch? Stimmt – beinahe fast vergessen … ich habe mir jetzt schon zweimal klene Stückchen Chicken Wings bei Sylvia erschlichen. Dazu bin ich sogar das erste mal ganz alleine auf die Couch gesprungen, es roch aber auch zuuu gut. Und ich habe festgestellt, lieb gucken und entspannt abwarten führt zum Erfolg ツ Außerdem springe ich jetzt auch Abends schon mal von mir aus zu Sylvia auf die Couch, lege mich neben sie und geniesse die Streicheleinheiten und sie freut sich dann immer sehr ツ

So, das war es jetzt erstmal wieder, mal abwarten, vielleicht darf ich bald noch mal selber schreiben und falls nicht – Sylvia wird sicher wieder berichten.

Bis bald, eure Maxi ツ

Vom Hausbesuch über Strubbel bis hin zu einer Entscheidung

Wie gestern bereits angedeutet geschahen in der vergangenen Woche Ereignisse die eine Entscheidung (meinerseits) forderten, aber von vorne – dem Hausbesuch am 26. Oktober. Gut war, dass die fünf „fälligen“ Katzen geimpft werden konnten, denn schließlich war ich mir aufgrund der wochenlangen Magen- und Darmgeschichte gar nicht so sicher. Auch die drei Kaninchen konnten geimpft werden, nur das Ohr von Strubbel bereitete nach wie vor Sorgen. Die Tierärztin sprach von Eiter und das Ohr müsse mit einem Kochsalzlösung-Traumeel-Gemisch gespült werden. Da ich meiner mittlerweile zehn Jahre alten und zum Großteil blinden Kaninchendame eine Autofahrt ersparen wollte zog ich alle Register. Eine 5-ml-Ampulle Traumeel hatte ich noch und Kochsalzlösung habe ich aufgrund meiner Kontaktlinsen auch immer flaschenweise im Schrank stehen. Leider war die Konzentration dieser Kochsalzlösung zu niedrig und so besprachen wir, dass Strubbel nach dem Impfen erst mal ein paar Tage Ruhe haben sollte und ich plante die Fahrt in die Tierarztpraxis für die Dienstagvormittags-Sprechstunde ein.

Am Dienstagmorgen versorgte ich erst die komplette Rasselbande und auch das Kaninchengehege wurde saubergemacht, damit Strubbel nach unserer Rückkehr vom Tierarzt Ruhe hatte. Um 10 Uhr legte ich ein rundes Kissen mit einem hohen Rand in die Transportbox, da Strubbel sich aufgrund ihrer Blindheit außerhalb des Geheges unsicher und unwohl fühlt. Während der Fahrt stand die Box offen und ich kraulte die Maus so häufig wie möglich hinter den Ohren. Trotzdem war sie sehr aufgeregt. In der Praxis angekommen bekam ich sofort gesagt, dass es noch dauern würde. Arme Strubbel! Vor uns waren zwei weitere Patienten dran, ok, eigentlich nicht so wild, dachte ich. Erst später bekam ich mit, dass die Praxis zu dieser Zeit noch völlig „Tierarztbefreit“ war, und das, obwohl bereits seit 10 Uhr Sprechstunde war. Irgendwann „schlug“ dann aber eine in der Praxis angestellte Tierärztin auf und es ging endlich los und gefühlte Ewigkeiten später waren dann auch wir dran. Scheinbar war unser Besuch bereits angekündigt wurden, denn die Tierärztin wusste Bescheid. Sie untersuchte Strubbel und jetzt wurde von einem Abszess gesprochen, der eigentlich operiert werden müss(t)e?!? Ganz davon abgesehen, dass vier Tage vorher noch kein Abszess diagnostiziert wurde – ich würde nie ein zehn Jahre altes Kaninchen einer Narkose unterziehen, es sei denn, es ginge um Leben und Tod. Ich war verunsichert, was auch nicht besser wurde als sich herausstellte, dass nicht eine Ampulle Traumeel mehr in der Praxis vorhanden war. Also wurde das Ohr nur mit Kochsalzlösung gespült. Alternativ zu einer Operation wurde mir gesagt, das mit dem Antibiotikum Veracin compositum gute Erfolge erzielt werden könn(t)en. Das es für Kaninchen nicht zugelassen ist schockte mich weniger, denn was ist schon für Kleintiere zugelassen? Die Nebenwirkungen machten mich schon eher nachdenklich. Das Mittel sollte täglich subcutan gespritzt werden. Das würde ich nicht das erste mal machen aber die Tatsache, dass das Mittel oral aufgenommen tödlich ist, schreckte mich ab, denn es durfte nichts von dem Mittel im Fell landen. Meine Verunsicherung wurde immer größer! Ich bekam noch eine Flasche Kochsalzlösung mit, Traumeel hatte ich ja zuhause und wurde entlassen mit den Worten Kontrolle in zehn Tagen. In der Anmeldung fragte ich noch, ob für die Kontrolle ein Termin vereinbar wäre, aber diese Frage konnte ohne Rücksprache mit der (nicht anwesenden) Tierärztin nicht beantwortet werden, ich sollte eine eMail diesbezüglich bekommen. Diese eMail habe ich bis jetzt nicht bekommen aber das spielt auch keine Rolle mehr …

Wieder zuhause setzte ich erstmal die völlig gestresste Strubbel zurück zu ihren beiden Jungs in´s Gehege. Ganze zweieinhalb Stunden waren wir unterwegs gewesen. Teddy und Leo kümmerten sich sofort liebevoll um ihre alte Dame. Ich wiederum verkrümelte mich vor den Computer und googelte nach diesem Antibiotikum und was ich las gefiel mir gar nicht. Ich fragte mich, ob ich lediglich aufgrund des schlechten Verlaufes des Tierarztbesuches überreizt war und beschloss eine Nacht über das Ganze zu schlafen und stand am nächsten Morgen mit der Entscheidung auf, mir eine zweite Meinung einzuholen. Hierzu fuhr ich mit Strubbel in die nur fünf Minuten entfernte Gemeinschaftspraxis, die mir bereits bei dem Magen- und Darmvirus bei den Tigern gut geholfen hatte. Die Tierärztin ließ sich zunächst den ganzen Verlauf schildern und fragte, ob mal eine Tupferprobe genommen worden sei … ähm, nein! Danach untersuchte sie Strubbel´s Ohr und konnte keinen Abszess feststellen. Mir fiel ein  Stein vom Herzen! Sie spülte das Ohr mit meiner mitgenommen Kochsalz-Traumeel-Mischung und nahm einen Abstrich. Wir entschieden uns gemeinsam gegen das Veracin (welches laut Aussage dieser Tierärztin ein Langzeitantibiotikum ist und nur alle zwei Tage verabreicht wird!). Es könnte schon sein, dass eine Antibiose nötig wird, aber wenn dann gezielt aufgrund des Laborergebnisses. Die letzten Tage habe ich das Ohr weiter gespült und das wird auch ganz lieb geduldet. Ich hoffe, das Ergebnis der Tupferprobe kommt heute oder morgen und dann wird man weiter beraten, was getan werden kann.

Aufgrund dieser Ereignisse habe ich mich nun endgültig dazu entschlossen, die Tierarztpraxis zu wechseln. Die Entfernung nach dem Umzug Ende letzten Jahres war sowieso schon zum absoluten No-Go für die ängstlichen Rasselbande-Mitglieder geworden …

Mit ein bisschen Glück …

… können morgen Mittag endlich fünf Tiger und drei Kaninchen geimpft werden. Die Kaninchen sind schon drei, die Tiger sogar sechs Wochen überfällig. Bei den Tigern lag es zunächst an den Giardien, dann an dem ca. 2,5 Wochen anhaltenden  Magen- und Darmvirus. Außerdem hatte Stronzo eine fette Erkältung. Er ist zwar gar nicht dran mit seiner Impfung, aber ich hatte Angst, dass auch dieser Virus die Runde dreht. Das passierte nicht, es blieb bei einer laufenden Nase von einem leidenden Stronzo

Morgen müssen zum Impfen „antreten“ … Pascha, Flöhchen, Balou, Armani und Chanel sowie die drei Langohren Strubbel, Leo und Teddy.  Bei den Kaninchen heißt es auch Krallen schneiden und bei Strubbel muss ihr rechtes Ohr kontrolliert werden. Es macht trotz der Behandlung mit Surolan immer noch Ärger und vielleicht bekommt sie ab morgen ein anderes Mittel.

Es wird auf jeden Fall wieder ein aufregender Hausbesuch, hierzu reicht schon die Tatsache, dass Flöhchen auch auf den Tisch muss. Als Wiedergutmachung habe ich nächste Woche Urlaub und auch wenn (wie immer) einiges erledigt werden muss, so bin ich doch zuhause und habe mehr Zeit für die Rasselbande ツ