Meine Rasselbande

Leben in einer tierischen WG ツ

Kategorie-Archiv: Herzerkrankungen

In liebevoller und trauriger Erinnerung an unsere Zaubermaus Chanel ♥

Meine kleine Maus… nun sitze ich mal wieder hier und mir bleibt nicht mehr als dich noch liebevoll auf unserem Blog zu verabschieden…

Du warst krank, das ist mir mehr als bewusst. Die Niere, mal wieder eine Anämie und eine leichte HCM und doch habe ich dich in den letzten Wochen in Zusammenarbeit mit der behandelnden Tierärztin wieder stabil bekommen. Du hast alles was sein musste so tapfer ertragen und vergangenen Montag – auf deinem und Armani´s 8. Geburtstag – hatten sich alle wichtigen Blutwerte wieder gebessert, du hast gut gefuttert, hattest zugenommen und bist wieder durch´s Haus geflitzt. Vergangenen Mittwoch hast du dich dann auf einmal verschlechtert und am Freitagnachmittag wurden wir in die Tierklinik überwiesen. Du wolltest nicht fressen, hattest Verdauungs- und auf einmal auch Luftprobleme.

Als ich die nötigen Formalitäten zu stationären Aufnahme über mich ergehen ließ hatte ich nur das Gefühl dich einfach wieder mit nach Hause nehmen zu wollen und heulte Rotz und Wasser. Aber welche Wahl hat man in solchen Situationen? Also fuhr ich schweren Herzens und ohne dich nach Hause in der Hoffnung dir würde geholfen.

Leider kam alles anders. Die geplanten Untersuchungen verzögerten sich – warum auch immer – und dann kam der Anruf vor dem sicher jeder Angst hat… du bist in der Klinik verstorben… nicht in meinen Armen, nicht in gewohnter Umgebung und nicht in der Nähe deines geliebten Bruders Armani.

Meine kleine Maus, ich mache mir solche Vorwürfe, weiß aber auch nicht wie ich es hätte besser machen können. Aber wenn es denn jetzt so plötzlich und unerwartet schon sein musste dann wäre ich so gerne bei dir gewesen… wie musst du dich gefühlt haben. Aber meine Gedanken waren die ganze Zeit bei dir und ich hoffe so sehr du hast das gespürt…

Chanel

Hier steht die Welt seitdem mal wieder still… als ich dich am Samstagmittag sofort nach Hause geholt habe und Armani die Transportbox sah freute er sich so sehr… bis er begriff. Wie immer hatten alle die Möglichkeit sich von dir zu verabschieden. Nun hast du deine letzte Ruhe im Garten direkt am Haus gefunden und ich hoffe Pascha, Balou und alle anderen haben dich liebevoll empfangen…

Meine kleine Zaubermaus, mein Stern… irgendwann sehen wir uns wieder ♥

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Das Einzige, über das ich momentan froh bin, ist, dass ich noch bis Ende nächster Woche Urlaub habe, denn dein Bruder vermisst dich schon sehr und ich hoffe, ich meister die Aufgabe, die du mir nun übertragen hast. Ich verspreche dir gut auf ihn aufzupassen und werde immer für ihn – und natürlich auch alle anderen – da sein!

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Ein kurzes Lebenszeichen von uns…

Uns gibt es noch, aber es ist sehr ruhig hier momentan. Maxi´s Tod hat mal wieder eine Lücke in unserem Leben hinterlassen und alles kam viel zu schnell hintereinander. Fünf Tiger – für mich Familienmitglieder! – in nur einem Jahr zu verlieren ist kaum zu verkraften, zumindest für mich nicht. Wie schrieb Melly so treffend: Die Welt sah aus, wie in Watte gepackt und genauso hab ich mich gefühlt. Jedes mal steht die Welt still und man funktioniert nur noch, mehr nicht.

Ein Song auf der neuen CD von Chris de Burgh The Hands of Man heißt „Where Would I Be“ und – dreht es sich auch um ein ganz anderes Thema – so trifft mich der Refrain mitten in´s Herz, denn genau so empfinde ich es…

Where would I be without your love
How can I sleep without your touch
How would it be if I were living on my own
Without you, without you…

Vergangene Woche Montag hatte ich noch einmal einen Termin bei der Tierärztin aus dem Notdienst, die – zusammen mit ihrer Mitarbeiterin – Maxi liebevoll über Stunden betreut hat. Ich wollte mich noch einmal bedanken, denn heutzutage ist sowas absolut nicht selbstverständlich. Und ich hatte Gesprächsbedarf was diese Stunden anging, aber das gehört hier nicht her. Es war ein gutes Gespräch und hat mir ein klein wenig geholfen. So schlimm der Tag auch war, wir haben dadurch eine sehr einfühlsame und kompetente Tierärztin kennen gelernt. Ich bin mit unseren bis jetzt behandelnden Tierärztinnen zwar mehr als zufrieden, aber beide widmen sich nun bzw. in Kürze erst einmal ihren „Mutterpflichten“ und so denke ich, dass wir des öfteren zu Besuch bei Frau Dr. Breithardt sein werden.

Die Tage hier vergehen damit, dass ich mich mit Arbeit ablenke. Der Keller ist aufgeräumt, der Dachboden inzwischen auch und im Garten habe ich alleine weiter gearbeitet. Nach allem was war Kondition aufbauen, den Kopf frei kriegen. Gelingt nicht wirklich aber trotzdem werde ich so weiter machen.

Im Garten bin ich der „Wildnis“ hinter dem Haus ein Stück weit zu Leibe gerückt. Eine Hälfte ist erstmal ok so (Schadensbegrenzung halt)…

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… die andere folgt noch sobald das Wetter wieder mitspielt.

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Gestern habe ich den Haselnussbaum zurück geschnitten …

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… und natürlich einen „Wintervorrat“ zum Schreddern für die Chinchilla-Familie zurück gelegt.

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Bienchen geht es Gott sei Dank nach wie vor recht gut. Sie hat einen guten Appetit und dank dem Schmerzmittel klappt es mit dem Fressen auch einigermaßen. Scheinbar hat sie sich daran gewöhnt, dass alles etwas länger dauert und ich habe das Gefühl, dass sie mit der Situation gut klar kommt. Sie bekommt auch selbstverständlich nach wie vor die Mistelkur.

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Armani ist seit dem Tod von Maxi entweder extrem aufgedreht und macht einen „auf Clown“ oder aber er zieht sich zurück und scheint sehr traurig zu sein. Was bleibt uns mehr als uns gegenseitig zu trösten!?

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Ich bin so froh, dass er seine Schwester hat und Chanel scheint auch zu bemerken, dass ihr Bruder momentan große Gefühlsschwankungen hat. Sie ist jetzt häufig in seiner Nähe.

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Vor ein paar Tagen wollte spätabends der Papa der Chinchilla-Familie unbedingt aus seiner Voliere und ich liess ihn. Diesmal ohne die Küchentüre zu schliessen, denn eine Riesenmaus hat man besser unter Kontrolle als alle vier auf einmal. Remý hat den Freigang auf jeden Fall sehr genossen und Armani hatte auch seinen Spaß.

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Neben der Trauer um all die verlorenen Seelen belastet mich nach wie vor ungemein die Angst wegen der FIP, an der Janosch gestorben ist. Diese Ungewissheit, ob es einen der verbleibenden Katzen erwischt hat und wenn ja, ob es jemals ausbrechen wird, ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Beim kleinsten Anlass breche ich sofort in Panik aus. Ich denke, dass es jedem, der seine Tiere über alles liebt nicht anders gehen würde.

Aus diesem Grund möchte ich einfach mal die Frage in den Raum stellen, wer sowas schon einmal durchgemacht hat? Wie seid ihr damit umgegangen? Wie ging es weiter? Ein Feedback von euch wäre mir sehr wichtig! Danke!

Maxi, so wie du warst… ♥

Hab keine Angst, ich bin da
für dich, halte deine Hand, und erinner mich.
Wohin sind die Jahre und die Tage des Glücks,
Sie flogen vorbei, ich halt dich fest, und schau zurück.
Gedanken ziehn an mir vorbei, ich bin stolz auf unsere Zeit

So wie du warst, bleibst du hier
so wie du warst, bist du immer bei mir
so wie du warst, erzählt die Zeit
so wie du warst, bleibt so viel von dir hier.

Lass los mein Freund
und sorge dich nicht,
ich werde da sein, für die du liebst.
Jeder kurze Moment und Augenblick.
ich halte ihn in Ehren
ganz egal, wo du bist
ein ganzes Leben zieht vorbei ich bin stolz auf unsere Zeit.

(Unheilig)

Ich kann es immer noch nicht fassen und ich weiß momentan noch nicht einmal mehr woher ich die Kraft nehme das hier zu schreiben…

Gestern Morgen war noch alles gut. Du hattest die Nacht zuvor wieder feste an mich geschmiegt unter der Bettdecke geschlafen, wolltest noch deine Schmuseeinheiten vor dem Aufstehen, dann hast du wie immer hibbelig vor dem Bad gewartet das ich endlich fertig bin und wir runter in die Küche gehen würden wo du deine morgendlichen Leckerchen bekamst. Glücklich war ich über die von dir eingeführten Rituale. Du warst mir so nahe, spürtest wenn es mir nicht gut geht, warst für mich da. Alles war wie immer…

Der Morgen nahm seinen Lauf und auf einmal hörte ich einen Schrei aus dem Obergeschoß, einen Schrei der mir bekannt vorkam und ich kam nicht schnell genug die Treppe hoch… und fand dich verdreht und leblos liegend auf meinem Bett. Ich konnte dich „zurück holen“ aber du schriest wie am Spieß. Ich klapperte alle Notrufnummern ab und landete dann – trotz der schlimmen Situation – bei einer Tierärztin im Notdienst, die sich bereits seit zwanzig Jahren mit der Kardiologie bei Tieren beschäftigt. Alles wurde für dich getan aber du hattest immer wieder schlimme Krämpfe und das Echokardiogramm zeigte, dass immer dann dein Herz aussetzte. Ich konnte es einfach nicht fassen, seit den Anfällen im Mai diesen Jahres hattest du dich so stabilisiert und nun das. Du hattest Untertemperatur und warst im Schock. Du wurdest sediert damit du nichts mehr mitbekamst, bekamst Adrenalin gespritzt um dein Herz wieder „anzutreiben“. Das Herz schlug wieder aber es blieben nach wie vor schwerste Herzrhytmusstörungen und der Vorhof vom Herz „arbeitete“ nach wie vor nicht. Ich bzw. wir standen vor einer Entscheidung, vor der schwersten überhaupt. Maxi schlief zu der Zeit und bekam nichts mit und nach der Aussage der Tierärztin, sie hätte viele Patienten mit ähnlichen Problemen die gut damit lebten und der Tatsache, dass Maxi sich schon einmal wieder gefangen hatte gab ich ihr die kleine Chance, dass sich nach dem Aufwachen alles wieder einpendeln würde. Schweren Herzens fuhr ich nach Hause um mich um den Rest der Rasselbande zu kümmern aber schon nach 45 Minuten kam der Anruf, dass Maxi nach dem Aufwachen wieder krampfen würde. Ich fuhr sofort zurück in die Praxis und war bei ihr als sie erlöst wurde.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Dr. Kristin Breithardt und ihrer Mitarbeiterin für die stundenlange liebevolle Betreuung meiner Maxi bedanken ♥

Für mich ist das nach wie vor wie ein Alptraum. Ich möchte einfach wieder aufwachen und das alles wäre nicht geschehen.

Ich habe Maxi eben direkt am Haus begraben, da wo morgens die Sonne aufgeht, die sie immer so geliebt hat. Mehr konnte ich leider nicht mehr für sie tun und sie fehlt so unendlich. Sie hat eine Lücke hinterlassen die wohl bleiben wird. Hier herrscht seit gestern Stille…

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Maxi, mein Stern, meine kleine Fee ♥
Es tut so unendlich weh!
Ich trage dich für immer in meinem Herzen ♥

Gestern war Aufregung für die Rasselbande angesagt ツ

… denn Mittags kam die Tierärztin zusammen mit der „guten Seele“ der Praxis auf Hausbesuch. Armani fand das ja erstmal noch ganz toll – Besuch halt ツ Als er dann aber als erstes auf den Küchentisch musste hörte der „Spaß“ für ihn auf, aber der Reihe nach…

Armani_MiniaturArmani war „nur“ mit der Katzenschnupfen-Impfung dran (mittlerweile ist die Katzenseuche-Impfung ja für drei Jahre zugelassen). Aber alleine die Untersuchung war für meinen überaus süßen „Warmduscher“ schon ein halber Weltuntergang, er weinte vor sich hin. Eine leichte Gingivitis hat er, aber (noch) nicht behandlungswürdig.  Ansonsten ist er aber topfit, auch wenn er wie einige andere immer noch Restsymptome des von Janosch eingeschleppten Katzenschnupfens hat. Zugelegt hat er, das ist auch Frau Dr. Steinheuer direkt aufgefallen und so bekam er von ihr das Kompliment, dass er sich jetzt zu einem typischen BKH-Kater rausmachen würde. Stolz war ich! Die Impfung war dann schnell erledigt und er war entlassen. Trotz dem voran gegangen Protest nahm er sofort seine Leckerchen an. Schließlich will man sein „Kampfgewicht“ ja halten, hm? ツ

Maxi_MiniaturAls nächstes war Maxi an der Reihe, der ganz besondere „Liebling“ von Frau Dr. Steinheuer, nicht zuletzt weil sie die erste Katze war die hier einzog als sie die Praxis übernahm. Leider ist diese „Liebe“ nur einseitig, für Maxi ist sie einfach nur eine Tierärztin die man ja eigentlich gar nicht braucht ツ Eingeschüchtert aber überaus lieb ließ sie die Untersuchung über sich ergehen. Bei ihr wurde aufgrund ihrer Vorerkrankung das Herz besonders gründlich abgehört und ich war so unendlich froh zu hören, dass es gleichmäßig schlägt. Ansonsten auch bei ihr nur „Reste“ des Katzenschnupfens und sie verschwand nach dem Impfen direkt auf der oberen Etage unter meiner Bettdecke und bekam ihre Leckerchen dort. Ich „liebe“ Krümel im Bett ツ

Flöhchen_MiniaturDann war Flöhchen dran und es ist ein absoluter Wahnsinn, wie sich diese schüchterne Maus in letzter Zeit heraus gemacht hat. Früher riss sie mir bei solchen Hausbesuchen das Shirt in Fetzen und ließ alles unter sich gehen. Untersuchen war gar nicht möglich, Hauptsache die Impfung war „drin“. Gestern hatte sie natürlich auch Angst, aber ich konnte sie sofort auf den Arm nehmen und bei der Untersuchung hielt sie nur Blickkontakt zu mir. Solange ich bei ihr bin lässt sie – wenn auch sehr aufgeregt und ängstlich – alles über sich ergehen. Bei ihr sind irgendwann die Zähnchen dran aber noch warten wir ab. Auch bei ihr ansonsten nur das bekannte (sehr wahrscheinlich angeborene) Herzgeräusch (da die Ursache nicht gefunden werden konnte) und Restsymptome des Katzenschnupfens. Auch sie bekam ihre Impfung und anschließend an sicherem Rückzugsort ihre Leckerchen.

Chanel_MiniaturNun wurde es „ernst“… ernst für uns bzw. in erster Linie mich, denn Chanel war nicht nur zur Impfung dran sondern auch mit der routinemäßigen Blutuntersuchung wegen ihrer CNI und ihrer Anämie. Trotz ihrem geringen Kampfgewicht ist diese kleine Maus nicht zu unterschätzen. Und bei ihr ist das keine Angst – es ist pure Wut und großer Unwillen ツ Nachdem sie um sich biss und mir die Krallen in T-Shirt und Hose gehauen hat holte ich auf Anraten der Tierärztin doch meine Lederhandschuhe. Mit Ach und Krach konnte Chanel untersucht und geimpft werden, sie ist – bis auf ebenfalls „Reste“ des Katzenschnupfenvirus – fit (ich habe es deutlich gespürt ツ). Die Blutabnahme klappte dann – wider Erwarten – besser und als sie vom Tisch durfte und ihr Bruder Armani ganz besorgt nach ihr schaute tafelte sie ihm eine und war weg. Noch nicht einmal Leckerchen wollte sie. Dafür war sie den Rest des Tages mehr als anhänglich und versuchte wohl was gut zu machen bei mir ツ
Die Blutergebnisse wurden mir soeben von einer Tierärztin durchgegeben. Der Kreatinwert (von 3,5 auf 3,3) und auch der Harnstoff haben sich leicht gebessert. Allerdings ist das Kalzium leicht erhöht, hier werden jetzt noch weitere Werte nachgefordert, die sicher morgen da sein werden. Und jetzt muss ich mich echt zusammen nehmen, denn ich heule hier vor Glück! Die als nicht regenerative Anämie scheint doch regenerativ zu sein… ich fasse es nicht. Dadurch ist die Maus auch so gut drauf in letzter Zeit. Oh man…

Biene_Miniatur_RahmenBienchen und Stronzo sind erst wieder im Frühjahr 2015 dran mit ihrer Impfung und so kam Stronzo gestern komplett glimpflich davon und war der einzige, der nicht auf den Küchentisch musste. Aber bei Biene war mir wichtig, dass sich Frau Dr. Steinheuer den Fortschritt ihres Karzinoms am Unterkiefer anschaute. Sie hatte es sich aufgrund meiner Schilderungen schlimmer vorgestellt und das erleichterte mich ziemlich. Man wird manchmal „betriebsblind“ wenn man den Patienten jeden Tag sieht und auch loslassen ist (für mich) so verdammt schwer. Biene hat noch Zeit, das weiß ich seit gestern und es trieb mir die Freudentränen in die Augen. Bei ihr wurden dann noch schnell die Analdrüsen kontrolliert aber auch hier Entwarnung. Die Leckerechen danach schmeckten ihr gut ツ

Damit war die Katzenschar „abgearbeitet“ und es ging zu den Kaninchen, hier sollten die Krallen geschnitten werden aber ich hatte bei Leo und auch Marie etwas entdeckt was abgeklärt werden musste…

Leo_Miniatur_RahmenZunächst kam Leo an die Reihe und das Krallen schneiden liess er wie gewohnt ganz lieb über sich ergehen. Er ist halt ein kleiner gemütlicher „Teddybär“ ツ Ich fange die Kaninchen nur aus dem Gehege, wenn es nötig ist. Leo tränten in letzter Zeit häufiger die Augen und auch eine „Unterbodenkontrolle“ ist bei ihm (aufgrund des in ihm vorhandenen Angoras) häufiger mal nötig. Dabei stellte ich fest, dass er es nicht mehr mochte, wenn man ihm an die Schnauze bzw. an den Unterkiefer kommt. Leider bestätigte sich gestern der Verdacht. Ein Kieferast am Unterkiefer weist eine Verdickung auf. Wir haben jetzt für nächsten Mittwoch einen Termin, in dem er zunächst mit Inhalationsnarkose untersucht und geröntgt wird. Sollte es nur ein „gammeliger“ Zahn sein, der hier Ärger macht ist das alles schnell erledigt. Falls nicht muss er u. U. in „richtige“ Narkose wovor ich bei Kaninchen einen Höllenrespekt habe. Zum einen ist das Narkoserisiko bei Kaninchen sehr hoch und zum anderen ist er schon stolze 9,5 Jahre alt. Es kann harmlos sein aber auch eine Diagnose wie bei meinem Bienchen ist nicht ausgeschlossen, da auch bei Kaninchen häufig Karzinome auftreten. Ich kann nur abwarten und versuchen die Ruhe zu bewahren…

Marie_MiniaturDann musste Marie auf meinen Arm und sie war „not amused“ ツ Die Krallen waren trotzdem schnell geschnitten und danach sagte ich Frau Dr. Steinheuer, dass mir aufgefallen sei, dass ihre Zitzen auffällig seien. Sie tastete sie lange und sehr genau ab und stellte dabei fest, dass eine Zitze sehr verdickt ist und beim leichten Drücken auch ein Sekret abfloss. Zudem war eine leichte Verdickung in die Tiefe zu ertasten. Damit ich für die nächste Zeit einen Vergleich habe tastete auch ich diese Stelle sehr genau ab. Es kann sich um eine ganz harmlose Entzündung (evtl. in Richtung Mastitis) handeln aber auch ein tumoröses Geschehen. Gottseidank konnte sie im Bauchraum keinerlei Veränderungen feststellen, was aber auch nicht so einfach war, da Marie recht gut „im Futter“ steht *schäm* Sie bekommt jetzt zunächst für eine Woche prophylaktisch Metacam, falls es sich um eine Entzündung handelt müsste sich die Zitze darunter positiv verändern. Falls nicht werde ich es noch ein wenig weiter beobachten und sobald es „mehr“ wird muss auch sie zu einer näheren Untersuchung in die Praxis.

Ich befasse mich schon länger mit dem Gedanken noch ein weiteres Kaninchen aufzunehmen um wieder eine 3er-Gruppe zu haben. Sollten wir dann ein Kaninchen verlieren bleibt immer noch ein Pärchen und das ist bei Kaninchen sehr wichtig. Ich habe vor vielen Jahren selber erlebt, was passieren kann wenn ein Kaninchen alleine übrig bleibt. Als meine Pauline damals eingeschläfert werden musste stellte der zurück gebliebene Robby sofort das Fressen ein und gab sich auf. Ich musste sofort für eine neue Partnerin für ihn sorgen und da damals in den umliegenden Tierheimen nichts Passendes zu finden war, zog Strubbel aus einer Zoohandlung ein. Ich möchte das nicht noch einmal erleben und so besprachen wir das Thema gestern. Ich erwähnte allerdings auch, dass mir momentan absolut nicht nach dem Einzug eines weiteren Tieres wäre, schließlich stehen ja auch die beiden Hamstergehege seit Langem leer. Aufgrund der ganzen Geschehnisse stiess ich auf volles Verständnis, aber aufgrund der Untersuchungen gestern weiß ich, das es besser wäre. So könnte es sein, dass in Kürze ein 4,5 Jahre altes Widderböckchen einzieht… und das über meine Tierarztpraxis. Nichts anderes kommt für mich seit der Erfahrung mit Janosch mehr in Frage. Warten wir ab was geschieht… ich werde berichten!

Unser gestriger Tierarzt-„Marathon“…

Gestern Morgen ging bei uns ganz früh der Wecker, denn bereits um 8.00 Uhr hatten die ersten drei Tiger (Biene, Flöhchen und Armani) einen Tierarzttermin. Alle waren nüchtern, am Vorabend wurde zum Ärger aller das Futter weggeräumt und entsprechend war die Stimmung als der Wecker ging. Nützt alles nichts und meine Erklärungen waren völlig umsonst…

Mein Stress war ganz anderer Art: Mit drei Transportboxen losdüsen, obwohl auch ich nur zwei Hände habe!? Keiner sollte alleine im Auto bleiben, aber es ging nicht anders. Alles im Laufschritt zum Auto und an der Tierarzt-Praxis angekommen genauso vom Auto in die Praxis. Endlich angekommen – die erste Hürde war genommen und ich bereits schon nass geschwitzt (nein! – nicht das Laufen sondern die Nerven!).

Als erstes kam Bienchen auf die Waage (2,7 kg) und die Narkose wurde bereits aufgezogen. Dann kamen aber erstmal die „Blutabnahme“-Patienten an die Reihe. Bei Armani sollten die Nierenwerte und bei Flöhchen Schilddrüse und Nierenwerte gecheckt werden. Trotzdem entschied ich mich bei Beiden für ein geriatrisches Profil (großes Blutbild). Nach den ganzen schlimmen Erfahrungen in der letzten Zeit konnte das nicht verkehrt sein – im Gegenteil!

Als erstes kam Armani an die Reihe und ich habe ihm versprochen, hier nicht zu erzählen, dass er während der Blutabnahme die ganze Zeit laut geweint hat, daher streiche ich den Satz hier wieder ツ Zu allem Überfluss bekam er dann auch noch einen pinkfarbenen Verband mit lila Herzchen – eine Frechheit für einen Kater! Wo wir am Tag zuvor Weltmeister geworden sind hätte er sich schon einen Verband in den Deutschlandfarben gewünscht, tja ツ

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Dann war Flöhchen dran, sie bestand wie immer nur aus Angst – aber im Gegensatz zu Armani gab sie keinen Mucks von sich und ließ alles total tapfer über sich ergehen. Ich bin stolz auf dich, Mäuschen!

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Bei den Beiden heisst es jetzt warten auf Laborergebnis. Mit ein wenig Glück kommt es heute, spätestens aber Morgen – und ehrlich? Bitte keine weiteren Hiobsbotschaften!

Update vom 15.07.2013 21:40 Uhr: Unsere Tierärztin rief jetzt gerade noch an um uns mitzuteilen, dass die großen Blutbilder von Flöhchen und Armani komplett im grünen Bereich sind ツ Endlich mal gute Nachrichten!

Bei Biene sollte gestern endlich der Ursache für ihre Probleme beim Fressen auf den Grund gegangen werden. Ich hielt Bienchen noch für die Narkosespritze und fuhr dann schweren Herzens mit Flöhchen und Armani nach Hause. Ich drückte meiner alten Dame still die Daumen und war froh, zuhause von der anstehenden Hausarbeit und dem Versorgen der restlichen Bande abgelenkt zu sein. Frau Dr. Steinheuer wollte sich melden sobald Biene die Aufwachspritze bekommen hatte. Wir beide hofften, dass „Reste“ des Backenzahnes die Ursache für Probleme wären.
Diese Hoffnung zerschlug sich eine Stunde später. Biene hatte eine dicke „Schwellung“ im rechten Unterkiefer und es handelte sich um Knochen. Auch die vermuteten Restfragmente eines Zahnes stellten sich als entarteter Kieferknochen heraus. Sie entnahm drei Proben, die in die Pathologie eingeschickt wurden und vermutet wird eine osteolytische Ursache, sehr wahrscheinlich ein Plattenepithelkarzinom, der häufigste bösartige Tumor im Maul der Katze (70%). Aufgrund dieser Vermutung wurde auch direkt noch ein Röntgenbild von der Lunge gemacht, aber Metastasen wurden Gottseidank nicht gefunden, allerdings streut diese Art von Tumoren auch nicht so schnell in die inneren Organe. Die Diagnose dauert 5 – 7 Tage, also heißt es wieder warten aber wir vermuten wirklich nichts Gutes. Nachmittags – wenn ich Biene wieder abholen konnte – wollte sie mit mir die Röntgenbilder durchsprechen…

Update vom 18.07.2014: Die Vermutung eines Plattenepithelkarzinoms (einem bösartigen Tumor) bei Biene hat sich leider bestätigt. Vergangenen Samstag fuhr ich mit ihr in die Praxis und sie bekam ein Langzeit-Cortison gespritzt um ihr die letzte Zeit bei uns so erträglich und schmerzfrei wie möglich zu machen. Unsere Tierärztinnen suchen momentan noch nach einem Antibiotikum, welches die Bakterien, die tief im Knochen entdeckt wurden, bekämpfen soll. Parallel informieren sie sich über die sogenannte „Mistelkur“ zur Krebstherapie. Vielen lieben Dank für diesen Hinweis an Raphaela!

Und mal wieder legte ich den Hörer auf und war wie gelähmt, geschockt, unfähig auch nur einen klaren Gedanken zu fassen… Hörte das denn nie auf? Bienchen ist zwar schon stolze 16 Jahre alt aber mit Ausnahme der Probleme mit ihrem Mäulchen dem Alter entsprechend fit, ihr Blutbild ist „unverschämt“ gut für ihr Alter. Und nun mit großer Wahrscheinlichkeit ein bösartiger Tumor am Kiefer, der inoperabel ist? Es half nichts, ich musste mich mal wieder zusammen reißen, denn der nächste Tierarztbesuch an diesem Tag stand an. Chanel hatte ihren geplanten Kontrolltermin in der Tierarztpraxis in der Nachbarstadt und als ich sie um halb zwölf in ihre Box „verfrachtete“ freute sich der Rest der Bande, denn das Futter wurde endlich (!) wieder hervorgeholt.

Auch Chanel hatte Hunger und so packte ich noch schnell ein Leckerchen für „nach der Untersuchung“ ein und schon ging es ab in´s Auto. Wir kamen gut durch und waren überpünktlich in der Praxis und kurz darauf ging es auch schon los. Auch Chanel bekam zunächst Blut abgenommen. In dieser Praxis können die meisten Parameter direkt untersucht werden und so konnten im Anschluss direkt die Ergebnisse besprochen werden. Dann musste Chanel einen weiteren Ultraschall über sich ergehen lassen und wir alle freuten uns darüber wie motzig sie war. Sie strotzte vor Kraft und war stinke sauer über diese Prozedur. Das sah vor zwei Wochen noch ganz anders aus. Auch das Ultraschallergebnis war mehr als positiv: Die Galle war schon fast wieder „normal“, ebenso die Magen- und Darmwände. Die Lymphknoten hatten sich zurückgebildet. Lediglich die Bauchspeicheldrüse war noch ein wenig auffällig und Frau Köhn besteht nach wir vor auf einer Pankreatitis, auch wenn die Blutergebnisse (Praxis- und Fremdlabor) was anderes sagen. Danach ging es auf die Waage und auch hier Freude: Innerhalb von knapp zwei Wochen hatte sie 130 Gramm zugenommen (von 2,2 auf 2,33 kg) und das, obwohl sie in der Zeit auch mal schlechtere Tage hatte.
Inzwischen waren die ersten Blutergebnisse da und ich hatte sowieso noch Fragen über Fragen… aber erstmal zu den Ergebnissen:

Nierenwerte
Der Kreatitinwert hat sich von 3,4 auf 3,2 gesenkt, das hat selbst die 6-tägige Infusion nicht geschafft. Auch der Harnstoff hatte sich ein wenig gebessert. Aber viel wichtiger ist, dass Werte wie Kalzium und Albumin mittlerweile wieder völlig im grünen Bereich sind.

Anämie
Der Hämatokritwert liegt bei 15,2 und die Retis (Retikulozyten) bei 8,2. Absolut nicht gut, denn diese Werte zeigen, dass das Knochenmark bei Bedarf nicht genügend rote Blutkörperchen produziert, aber: Chanel leidet an einer chronischen (nicht regenerativen) Anämie und ihr Organismus hat sich den Umständen angepasst. Meine Internetrecherche ergab Lebenserwartungen von 60 bis zu 300 Tagen (häufig auch länger) und diese Aussagen hatten mich total geschockt. Frau Köhn widersprach diesen Aussagen und sagte mir gestern, Chanel kann noch viele schöne Jahre haben.

Die Maus hat sich an ihre chronische Niereninsuffizienz und an die chronische Anämie angepasst und wird von unseren Tierärzten und natürlich von mir mit allen Kräften unterstützt. Ich hätte auf der Stelle losheulen können vor lauter Erleichterung (im Auto habe ich es dann auch!).

Zur Ultraschallkontrolle muss sie nicht mehr und geplant ist ab nun eine Blutkontrolle alle drei Monate (Nierenwerte, Hämatokrit). Sollte sie sich irgendwie verschlechtern oder mir nicht gefallen ist natürlich sofort ein Tierarztbesuch angesagt.

Antibiotikum (Marbocyl) und Säureblocker (Ranitidin) dürfen nun wegfallen, aber die Galle wird noch vier Wochen weiter behandelt (Usochol). Für die Niere bekommt sie weiterhin Pronefra oder Renalzin und als ACE-Hemmer Fortekor. Ulcogant als Magenschutz sollte sie eigentlich auf Dauer bekommen, aber leider ist dieses Medikament ja mal wieder nicht lieferbar.
Bereits in der Praxis durfte sie eine Probe von Hill´s i/d (für Katzen mit Magen-Darm-Problem) probieren und hat fast die Finger der (armen!) Tierarzthelferin mitgefuttert. Also nahmen wir auch noch einen Beutel von diesem Futter mit und es ersetzt seit gestern (ungesunde!?) Leckerchen.

Dann ging es ab nach Hause und die ganze Fahrt schnurrte die Maus laut vor sich hin ツ

Da sie immer wieder unsauber ist und (u. a.) gerne die Fußmatte an der Haustüere „flutet“ stellte ich darauf einfach mal ein kleines Katzenklo und ich bin mich sicher: Sie hat meine „Botschaft“ nicht verstanden ツ

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Nachdem ich Chanel überglücklich wieder zuhause abgesetzt habe machte ich mich umgehend auf den Weg Bienchen wieder nach Hause zu holen. In der Praxis angekommen sagte mir Frau Dr. Steinheuer, sie hätte mir gerade noch auf Band gesprochen, dass Biene noch sehr müde sein und sie überlege sie noch länger da zu behalten. Ich bin sofort zu Biene, die in ihrer Box unter einer Wärmelampe lag und sie gefiel mir gar nicht, schien mich gar nicht wahr zu nehmen. Im Alter steckt man eine Narkose halt nicht mehr so einfach weg. Ich streichelte sie, redete mit ihr… sie schien es nicht mitzubekommen, ich machte mir große Sorgen. Aber sie war in guten Händen und so besprachen wir erstmal die Röntgenbilder. Da ich sowieso noch die Röntgenbilder von Pimpf abfotografieren wollte hatte ich die DigiCam mitgenommen. (Die Röntgenbilder von Pimpf habe ich in diesem Artikel nachgepflegt).

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Auf diesem Bild kann man sehr gut erkennen, dass der Kieferknochen stark „angegriffen“ ist. Knochen ist röntgendicht und daher immer „weiß“ auf Röntgenbildern. Hier sieht man bereits die Knochenauflösung…

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Das Röntgenbild der inneren Organe – vor allem der Lunge – ist Gottseidank unauffällig.

Frau Dr. Steinheuer berichtete noch, dass sie noch einen Eckzahn (und sie hatte sowieso nur noch zwei von vier Eckzähnen) entfernt hat, er hatte bereits keine Wurzeln mehr und es ist ein Wunder, dass er überhaupt noch vorhanden war. Die anderen wenigen restlichen Zähne wurden lediglich gesäubert.

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Frau Dr. Steinheuer hat noch Handybilder von der „Umfangsvermehrung“ am Kiefer gemacht. Sie wird mir die Bilder noch schicken, sollte sie denn dann die Technik besiegen ツ Ich denke aber, dass diese Bilder erst „bewusst“ machen, womit wir es hier zu tun haben.
Momentan können wir mal wieder nur die endgültige Diagnose abwarten. Vermutlich werden wir danach über eine Bestrahlung und/oder Chemo/Cortison nachdenken (müssen) und ansonsten bleibt mal wieder nur, der alten Maus ihre verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu machen…

Nachdem wir alles besprochen hatten war auch Biene ein ganz klein wenig wacher und weil „ich ich bin“ durfte ich sie mit nach Hause nehmen. Mir wurde noch gesagt, dass sie Metacam und Marbocyl bekommen habe und sogar Morphin (wegen der Probenentnahmen). Metacam bekam sie ab heute weiter und ab Morgen dann auch Marbocyl.

Zuhause habe ich ihr zunächst erstmal ein Heizkissen in die Box gelegt und sie noch eine gute Stunde in der Box gelassen. Aber ihre Lebensgeister kamen nun endlich zurück und sie wollte aus der Box. Immer noch wackelig auf den Beinen führte ihr erster Weg sie (unglaublich!) trotzdem direkt in die Küche zum Futter, welches ich ihr bis spätabends aber noch verwehren musste. Die Maus war unruhig und ich musste ständig auf sie aufpassen (Futter, Treppe…). Irgendwann endlich aber entspannte sie…

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Um halb zehn Uhr Abends bekam sie dann eine kleine Portion Welpenfutter (Pastete) und sie hatte Hunger bis über beide Ohren aber es tat ihr scheinbar sehr weh. Vielleicht war es auch besser so, dass sie nach der Narkose nicht mehr so viel fraß. Als ich schlafen ging folgte sie sofort und schlief die ganze Nacht mit auf meinem Kopfkissen, eng an mich gekuschelt.

Heute ist sie wieder gut drauf und wir werden sehen wie es weiter geht…