Meine Rasselbande

Mein Leben mit meinen Tieren, Tierschutz & alltägliches

Kategorie-Archiv: Plattenepithelkarzinom

Bienchen, du fehlst mir so sehr…

Biene, nach langer Krankheit hast du uns am späten Dienstagabend verlassen und irgendwie kann ich es immer noch nicht realisieren, der Kampf bis zu dieser Nacht und der endgültigen Entscheidung war so lang – für dich und für mich…

Du hast so gekämpft, hast dich nicht fügen wollen, hast noch gefressen wo andere schon längst aufgegeben hätten. Ich habe versucht alles zu tun um dir die letzte Zeit so angenehm wie möglich zu machen, habe dich verwöhnt wo es nur ging. Aber genau dein Kampfgeist war es auch der mir die Entscheidung so wahnsinnig schwer gemacht hat…

Bereits seit Anfang Februar vergangenen Jahres hattest du Probleme beim Fressen, im Juli kam dann die endgültige Diagnose… Krebs am Unterkiefer. Ein Schock für mich. Ich ließ mir immer was Neues einfallen, was du noch fressen konntest. Erlaubt war ab diesem Zeitpunkt alles… geräucherte Forelle, Hühnchenfilet und Putenbrust (eigentlich gedacht für uns Zweibeiner). Das alles klein geschnitten und du hast es genossen – Schlaraffenland pur. In den letzten Wochen musste alles unter den Pürierstab und du brauchtest sehr sehr lange um deinen Hunger zu stillen. Mir kamen Zweifel und die Frage nach der Lebensqualität. Du wurdest ruhiger, dein lautes Geschwätz fehlte bereits. Ich nahm Urlaub um dich noch einmal rund um die Uhr verwöhnen zu können und wusste, eine nötige Entscheidung kam immer näher und der Gedanke quälte mich. Als ich dann am Dienstagmorgen eine dicke Blase unter deiner Zunge entdeckte, wusste ich, es ist soweit…

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Ich möchte mich an dieser Stelle ganz lieb bei Katrin (Frau Dr. Steinheuer) bedanken, unserer Haustierärztin, die in solchen Situationen immer mit Rat und Tat zur Seite stand und so auch am Dienstag. Spät am Abend kam sie noch und wir begleiteten Bienchen gemeinsam in ihre Erlösung…

Seelenbahnen

Ich war so frei, dich geh’n zu lassen,
doch Erinnerung, die bleibt.
Ich fühle mich zurückgelassen
im Wandel deiner Zeit.

Seelenbahnen zeichnen mein Gesicht,
seh‘ die Spuren tief vergraben.
Ich trau‘ mich nicht, sie zu verwischen –
sie tragen deine Zeit.

Seelenbahnen zeichnen mein Gesicht,
ich trau‘ mich nicht, sie zu verwischen.
Sie tragen deine Zeit,
das ist alles, was mir von dir noch bleibt.

(aus dem Song „Seelenbahnen“ von Roland Kaiser)

Du wurdest fast 17 Jahre alt und hast mich über 15 Jahre lang begleitet. Du warst eine liebenswerte kleine Zicke, warst sehr gesprächig, hingst an mir. Mit so schlechten „Menschen-Erfahrungen“ kamst du im Februar 2000 zu mir und du lerntest schnell, dass nicht alle Menschen so sind wie du sie kennen gelernt hast. Das Haus ist jetzt auf einmal so ruhig ohne dich und das macht es noch schwerer. Aber für dich war der Dienstagabend eine Erlösung, erst nachdem du schliefst konnten wir sehen wie weit fortgeschritten der Tumor bereits war…

Bienchen, ich vermisse dich so sehr und werde dich nie vergessen ♥

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In Erinnerung an unbeschwerte Zeiten ♥

Von Biene und dem Futterautomaten… und von Mäusen ツ

Wie ich vor einiger Zeit berichtet habe, war unsere neueste Errungenschaft ein Futterautomat mit Sensor (SureFeed). Diese Erfindung ist für einen Mehrkatzenhaushalt sicher nie ‚sinnfrei‘, beschafft habe ich ihn aber in erster Linie für Biene, damit sie – während der Zeiten in denen ich nicht zu Hause bin – die Möglichkeit hat, immer wieder kleine Portionen Futter zu bekommen. Das war der Plan…

… der aber zunächst nicht aufging, da Biene zwar das Halsband mit dem Mikrochip akzeptierte, den Futterautomaten als solches aber fand sie scheinbar einfach nur blöd und sie ignorierte ihn einfach.

Am vergangenen Samstag kam dann die Wende: Die Leckerchen waren ‚alle‘ und so holte ich im Keller neue… die gefriergetrockneten Snacks von Cosma in der Sorte Rind. Biene vergaß augenblicklich alles um sich herum und das nutzte ich aus. Ich legte eine kleine Spur dieser Leckerchen bis hin zum Futterautomaten und es klappte! Als sie sich näherte ging die Klappe auf, sie schaute noch mal kurz ziemlich kritisch, bekam dann aber wohl den Geruch ‚vom Rind‘ in die Nase und fraß aus dem Automaten. Mehrfach übte ich am Samstag mit ihr und seit Sonntag bedient sie sich daraus ganz alleine.

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Überglücklich bin ich über die Entwicklung, denn eigentlich hatte ich inzwischen die Hoffnung aufgegeben, dass Biene sich doch noch mit diesem ‚Gerät‘ anfreunden würde. Weniger glücklich sind die anderen Tiger, die nicht begreifen können, warum nur Biene dort Leckereien bekommt. Flöhchen fiel fast vom Glauben ab und Armani war regelrecht beleidigt und er verkrümelte sich unter das Kissen, auf dem seine Schwester Chanel bereits lag.

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Von den ganzen Leckereien (in dem Futterautomaten) abgesehen bekommt Biene mehrmals täglich entweder ‚Päppelfutter‘ vom Tierarzt (Hill´s a/d und Royal Canin Convalescence) oder ‚normales‘ Futter welches ich püriere. Das Fressen ist für Biene sehr mühsam und jedes Mal sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld, aber trotz aller Widrigkeiten schmeckt es ihr und sie ist mit die erste, die in der Küche ist wenn sie hört, dass ich Futter für die Tiger zubereite.

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Tendenziell geht es ihr momentan wieder ein klein wenig besser, was ich auf die geänderte Therapie zurück führe, denn Piroxicam wirkt nicht nur schmerzstillend sondern auch abschwellend.

Tja, und dann haben wir „Familienzuwachs“… allerdings ungewollten. Im Januar habe ich die Garage auf den Kopf gestellt und dabei festgestellt, dass es sich dort Mäuse gemütlich gemacht hatten. Ich habe nichts gegen diese Kleinnager, aber bitte nicht im Haus oder in der Garage. Ich dachte entdeckt zu haben, wie sich die Mäuschen Zugang verschafften und ‚verbaute‘ ihnen den Weg. Danach war anscheinend Ruhe, dachte ich… denn letzte Woche entdeckte ich wieder ‚Hinterlassenschaften‘ und einen kleinen Futtervorrat unter dem Rasenmäher. Da ich nicht möchte, dass sie sich wieder häuslich einrichten musste nun schnell Abhilfe her, allerdings widerstrebt es mir natürlich die Kleinnager zu vergiften oder auf anderem Weg zu töten und so entschied ich mich kurzerhand für folgende Lebendfalle:

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Seit Samstagmittag steht sie nun – gefüllt mit Körnern und Erdnüssen – in der Garage und ich kontrolliere sie seitdem regelmäßig. Bis jetzt konnte ich damit noch keine Maus fangen (um sie dann in der Natur wieder frei zu lassen), aber die Kundenmeinungen zu dieser Lebendfalle sind ausnahmslos gut, daher heißt es jetzt denke ich nur sich in Geduld zu üben und/oder immer wieder neue Standorte wählen.

Nun wünsche ich allen Lesern eine angenehme Restwoche ツ

Meine „Mädels“ und die ersten Frühlingsboten ツ

Mir ist nach wie vor nicht nach vielen Worten, aber ein paar Bilder aus den letzten Tagen habe ich für’s Blog… Keine Ahnung wieso, aber irgendwie sind mir „nur“ die „Mädels“ vor die Linse gekommen ツ

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Flöhchen genießt die warme Sonne hinter der Scheibe und ist „tiefenentspannt“.

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… auf ihrem allabendlichen Stammplatz neben mir wenn der Fernseher läuft.

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Chanel auf ihrem neuen Lieblingsplatz… meinen (na ja ツ) Kissen auf der Couch.

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Bienchen’s Zustand hat sich leider weiter verschlechtert. Nach Rücksprache mit der Tierärztin bekommt sie jetzt nicht nur morgens, sondern auch abends das Schmerzmittel Piroxicam (vorerst allerdings nur die halbe Dosis). Außerdem bekommt sie die Mistelkur häufiger gespritzt. Das Fressen macht ihr immer mehr Schwierigkeiten, aber solange sie noch Appetit hat und auch ansonsten nach wie vor an unserem Leben teilnimmt werden wir gemeinsam durchhalten und ich versuche alles um ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Nach diesem eher unschönen und vor allem traurigen Thema hier was Schönes: Die ersten Frühlingsboten aus unserem Garten…

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Erstaunlich, wo die Natur sich teils ihre Lebensräume aussucht ツ

Nun wünsche ich allen einen schnellen und schönen Start in ein hoffentlich sonniges Wochenende!

Mal wieder ein „Lebenszeichen“ von uns ツ

Der letzte Blogartikel liegt bereits Wochen zurück. Irgendwie fehlen momentan Zeit und Lust das Blog regelmäßig weiter zu führen, was nicht zuletzt darin begründet liegt, dass Bienchen sehr „pflegeintensiv“ geworden ist und dementsprechend viel Zeit in Anspruch nimmt. Sie „sabbert“ mittlerweile vor sich hin, wenn sie sich aufkratzt leider auch blutig. Alle ihre Lieblingsplätze sind nun mit Handtüchern ausgelegt, die regelmäßig ausgetauscht und gewaschen werden. Durch ihr „sabbern“ kommt keine Langeweile auf, der Putzlappen liegt ständig in greifbarer Nähe ツ Aber trotz dieser Verschlechterungen hat sie nach wie vor Hunger und nimmt am Leben teil. Sie bekommt weiterhin einmal täglich das Schmerzmittel Piroxicam und zweimal wöchentlich die Mistelkur von mir gespritzt.

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Bienchen bekommt viele kleine Portionen am Tag und ich überlege bereits seit Wochen, wie ich längere bis lange Abwesenheiten meinerseits diesbezüglich überbrücken könnte. Eine Idee war, in eine selbstgebastelte Box (Holz, Acryl) eine Katzenklappe mit Sensor einzubauen, so dass nur Biene mit Hilfe eines „Transponders“ Zugang zu dem in der Box stehenden Futters haben würde. Vergangene Woche entdeckte ich dann die Lösung: Den SureFeed Mikrochip Futterautomat. Mittwoch bestellt, Donnerstag geliefert und seit Freitagnachmittag betriebsbereit (leider lagen keine Batterien für die sofortige Inbetriebnahme bei).

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Der Automat ist sehr gut verarbeitet und der beiliegende Chip schnell an der Station registriert. Meine Befürchtung, dass Biene sich mit Halsband (und Chip) nicht anfreunden könnte war unbegründet. Dafür habe ich mich ordentlich verschätzt, was die Akzeptanz des Futterautomaten betrifft. Biene findet das Teil schlicht und ergreifend blöd und ignoriert die neue Errungenschaft so gut es nur geht. Sie bekommt bereits jetzt nur noch Futter aus einer der beiden Schalen gereicht und im Gerät steht immer eine Schale mit ihrem Trockenfutter und diversen Leckereien. Ich hoffe, dass sie noch dahinter kommt, dass sie die Einzige ist, die hier Futter bekommt und das wann und wie oft sie will, auch wenn ich nicht zuhause bin.
Gestern Nachmittag gab es den ersten „Lichtblick“. Ich öffnete den Futterautomaten manuell (so dass die Klappe sich nicht bewegte) und lockte Biene mit einem besonders leckeren Futter Stück für Stück in Richtung des Automaten bis sie letztendlich sogar aus der Schale im Automaten gefressen hat. Danach ignorierte sie das Teil umgehend wieder, aber ich denke, diesen Trainingsschritt werde ich nun täglich wiederholen.

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Auch für die anderen Tiger kam vergangene Woche ein Paket an mit Leckerchen und ein paar neuen Spielsachen. Nachdem der „Funny Butterfly bereits von etlichen anderen Tigern getestet und für gut befunden worden ist sollte auch die Rasselbande in den Genuss kommen. Leider war das Beschäftigungsspielzeug eine Zeit lang ausverkauft, aber als es wieder lieferbar war schlug ich sofort zu. Armani war bereits beim Auspacken dabei und sehr neugierig.

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Der „fliegende Schmetterling“ weckte sofort das Interesse aller (!) fünf Katzen, sogar Biene verfolgte das flatternde Etwas mit großem Interesse ツ Am meisten war – wie immer – Armani bei der Sache und ich frage mich bereits jetzt, nach ein paar Tagen, was ich mache, wenn beide Schmetterlinge dank seiner Aktivitäten „das Zeitliche gesegnet“ haben. Ich habe mal gegoogelt und scheinbar würden sich noch mehr Katzenbesitzer freuen, wenn man noch Ersatzschmetterlinge nachkaufen könnte.

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Ich habe auch noch ein kleines Video gedreht, allerdings muss das erst noch bearbeitet werden und dann werde ich es auf´s Blog stellen.

Die anderen neuen Spielzeuge (Sprong Catty Coil und Sprong Fish Bone) kommen leider nicht so gut an. Der Fisch wird gar nicht beachtet und mit den beiden Spiralen haben nach dem Auspacken nur kurz Armani und Chanel gespielt, seitdem liegen auch sie unberührt in der Ecke.

Flöhchen hätte am vergangenen Donnerstag eigentlich ihren Kontrolltermin (Ultraschall, Blutkontrolle) gehabt. Leider „zerschlug“ sich der Termin und verzögert sich nun aus diversen Gründen bis zum 10. April. Im Großen und Ganzen ist sie aber auch unauffällig, nur hin und wieder ist ihre Verdauung auffällig, lässt sich aber umgehend wieder in den Griff bekommen. Ansonsten wird sie immer zutraulicher und führt jetzt von sich aus feste Rituale ein, z. B. werde ich nun jeden Morgen auf der Fensterbank im Arbeitszimmer von ihr freudig empfangen und regelrecht niedergeschmust ツ

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Bei Chanel stellte ich am vorletzten Wochenende mit Schrecken fest, dass sie innerhalb von ca. 5 Wochen 300 Gramm abgenommen hatte (von 2,9 kg auf 2,6 kg). Ich vermutete, dass die kleine „Diva“ sich ein wenig zurück gesetzt gefühlt hat, da sich ein Großteil des Tages um Biene dreht. Also ging ich sofort dazu über und gab auch ihr über den Tag verteilt viele kleine Portionen, die sie auch sofort annahm. Am vergangenen Wochenende bestätigte sich meine Vermutung, denn die Maus hatte innerhalb nur einer Woche bereits wieder 180 Gramm zugenommen (aktuell nun 2,78 kg).

Seit ca. 2 Wochen bekommt sie zusätzlich zu ihrer Nierendiät, Pronefra und der SUC-Kur von Heel auch noch zweimal täglich eine Tablette „Rehmannia 300 mg“. Eine Blogleserin machte mich auf dieses Präparat aufmerksam (danke Karin!) und ich kann nicht verstehen, warum ich nicht selber auf diese Idee gekommen bin, denn ich bestelle seit vielen Jahren etliche Präparate bei diesem Hersteller „Naturheilkunde-bei-Tieren“. Manchmal wird man wohl – bei all dem was hier so passierte und nach wie vor passiert – ein wenig „betriebsblind“. Jetzt hoffe ich mal, dass bei der nächsten Blutkontrolle (Ende diesen, spätestens Mitte nächsten Monats) der Kreatininwert wieder gesunken ist.

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Ich möchte den Artikel mit einem Bild von einem total gechillten Armani beenden…

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… und wünsche euch allen eine angenehme Woche.

Gestern war Aufregung für die Rasselbande angesagt ツ

… denn Mittags kam die Tierärztin zusammen mit der „guten Seele“ der Praxis auf Hausbesuch. Armani fand das ja erstmal noch ganz toll – Besuch halt ツ Als er dann aber als erstes auf den Küchentisch musste hörte der „Spaß“ für ihn auf, aber der Reihe nach…

Armani_MiniaturArmani war „nur“ mit der Katzenschnupfen-Impfung dran (mittlerweile ist die Katzenseuche-Impfung ja für drei Jahre zugelassen). Aber alleine die Untersuchung war für meinen überaus süßen „Warmduscher“ schon ein halber Weltuntergang, er weinte vor sich hin. Eine leichte Gingivitis hat er, aber (noch) nicht behandlungswürdig.  Ansonsten ist er aber topfit, auch wenn er wie einige andere immer noch Restsymptome des von Janosch eingeschleppten Katzenschnupfens hat. Zugelegt hat er, das ist auch Frau Dr. Steinheuer direkt aufgefallen und so bekam er von ihr das Kompliment, dass er sich jetzt zu einem typischen BKH-Kater rausmachen würde. Stolz war ich! Die Impfung war dann schnell erledigt und er war entlassen. Trotz dem voran gegangen Protest nahm er sofort seine Leckerchen an. Schließlich will man sein „Kampfgewicht“ ja halten, hm? ツ

Maxi_MiniaturAls nächstes war Maxi an der Reihe, der ganz besondere „Liebling“ von Frau Dr. Steinheuer, nicht zuletzt weil sie die erste Katze war die hier einzog als sie die Praxis übernahm. Leider ist diese „Liebe“ nur einseitig, für Maxi ist sie einfach nur eine Tierärztin die man ja eigentlich gar nicht braucht ツ Eingeschüchtert aber überaus lieb ließ sie die Untersuchung über sich ergehen. Bei ihr wurde aufgrund ihrer Vorerkrankung das Herz besonders gründlich abgehört und ich war so unendlich froh zu hören, dass es gleichmäßig schlägt. Ansonsten auch bei ihr nur „Reste“ des Katzenschnupfens und sie verschwand nach dem Impfen direkt auf der oberen Etage unter meiner Bettdecke und bekam ihre Leckerchen dort. Ich „liebe“ Krümel im Bett ツ

Flöhchen_MiniaturDann war Flöhchen dran und es ist ein absoluter Wahnsinn, wie sich diese schüchterne Maus in letzter Zeit heraus gemacht hat. Früher riss sie mir bei solchen Hausbesuchen das Shirt in Fetzen und ließ alles unter sich gehen. Untersuchen war gar nicht möglich, Hauptsache die Impfung war „drin“. Gestern hatte sie natürlich auch Angst, aber ich konnte sie sofort auf den Arm nehmen und bei der Untersuchung hielt sie nur Blickkontakt zu mir. Solange ich bei ihr bin lässt sie – wenn auch sehr aufgeregt und ängstlich – alles über sich ergehen. Bei ihr sind irgendwann die Zähnchen dran aber noch warten wir ab. Auch bei ihr ansonsten nur das bekannte (sehr wahrscheinlich angeborene) Herzgeräusch (da die Ursache nicht gefunden werden konnte) und Restsymptome des Katzenschnupfens. Auch sie bekam ihre Impfung und anschließend an sicherem Rückzugsort ihre Leckerchen.

Chanel_MiniaturNun wurde es „ernst“… ernst für uns bzw. in erster Linie mich, denn Chanel war nicht nur zur Impfung dran sondern auch mit der routinemäßigen Blutuntersuchung wegen ihrer CNI und ihrer Anämie. Trotz ihrem geringen Kampfgewicht ist diese kleine Maus nicht zu unterschätzen. Und bei ihr ist das keine Angst – es ist pure Wut und großer Unwillen ツ Nachdem sie um sich biss und mir die Krallen in T-Shirt und Hose gehauen hat holte ich auf Anraten der Tierärztin doch meine Lederhandschuhe. Mit Ach und Krach konnte Chanel untersucht und geimpft werden, sie ist – bis auf ebenfalls „Reste“ des Katzenschnupfenvirus – fit (ich habe es deutlich gespürt ツ). Die Blutabnahme klappte dann – wider Erwarten – besser und als sie vom Tisch durfte und ihr Bruder Armani ganz besorgt nach ihr schaute tafelte sie ihm eine und war weg. Noch nicht einmal Leckerchen wollte sie. Dafür war sie den Rest des Tages mehr als anhänglich und versuchte wohl was gut zu machen bei mir ツ
Die Blutergebnisse wurden mir soeben von einer Tierärztin durchgegeben. Der Kreatinwert (von 3,5 auf 3,3) und auch der Harnstoff haben sich leicht gebessert. Allerdings ist das Kalzium leicht erhöht, hier werden jetzt noch weitere Werte nachgefordert, die sicher morgen da sein werden. Und jetzt muss ich mich echt zusammen nehmen, denn ich heule hier vor Glück! Die als nicht regenerative Anämie scheint doch regenerativ zu sein… ich fasse es nicht. Dadurch ist die Maus auch so gut drauf in letzter Zeit. Oh man…

Biene_Miniatur_RahmenBienchen und Stronzo sind erst wieder im Frühjahr 2015 dran mit ihrer Impfung und so kam Stronzo gestern komplett glimpflich davon und war der einzige, der nicht auf den Küchentisch musste. Aber bei Biene war mir wichtig, dass sich Frau Dr. Steinheuer den Fortschritt ihres Karzinoms am Unterkiefer anschaute. Sie hatte es sich aufgrund meiner Schilderungen schlimmer vorgestellt und das erleichterte mich ziemlich. Man wird manchmal „betriebsblind“ wenn man den Patienten jeden Tag sieht und auch loslassen ist (für mich) so verdammt schwer. Biene hat noch Zeit, das weiß ich seit gestern und es trieb mir die Freudentränen in die Augen. Bei ihr wurden dann noch schnell die Analdrüsen kontrolliert aber auch hier Entwarnung. Die Leckerechen danach schmeckten ihr gut ツ

Damit war die Katzenschar „abgearbeitet“ und es ging zu den Kaninchen, hier sollten die Krallen geschnitten werden aber ich hatte bei Leo und auch Marie etwas entdeckt was abgeklärt werden musste…

Leo_Miniatur_RahmenZunächst kam Leo an die Reihe und das Krallen schneiden liess er wie gewohnt ganz lieb über sich ergehen. Er ist halt ein kleiner gemütlicher „Teddybär“ ツ Ich fange die Kaninchen nur aus dem Gehege, wenn es nötig ist. Leo tränten in letzter Zeit häufiger die Augen und auch eine „Unterbodenkontrolle“ ist bei ihm (aufgrund des in ihm vorhandenen Angoras) häufiger mal nötig. Dabei stellte ich fest, dass er es nicht mehr mochte, wenn man ihm an die Schnauze bzw. an den Unterkiefer kommt. Leider bestätigte sich gestern der Verdacht. Ein Kieferast am Unterkiefer weist eine Verdickung auf. Wir haben jetzt für nächsten Mittwoch einen Termin, in dem er zunächst mit Inhalationsnarkose untersucht und geröntgt wird. Sollte es nur ein „gammeliger“ Zahn sein, der hier Ärger macht ist das alles schnell erledigt. Falls nicht muss er u. U. in „richtige“ Narkose wovor ich bei Kaninchen einen Höllenrespekt habe. Zum einen ist das Narkoserisiko bei Kaninchen sehr hoch und zum anderen ist er schon stolze 9,5 Jahre alt. Es kann harmlos sein aber auch eine Diagnose wie bei meinem Bienchen ist nicht ausgeschlossen, da auch bei Kaninchen häufig Karzinome auftreten. Ich kann nur abwarten und versuchen die Ruhe zu bewahren…

Marie_MiniaturDann musste Marie auf meinen Arm und sie war „not amused“ ツ Die Krallen waren trotzdem schnell geschnitten und danach sagte ich Frau Dr. Steinheuer, dass mir aufgefallen sei, dass ihre Zitzen auffällig seien. Sie tastete sie lange und sehr genau ab und stellte dabei fest, dass eine Zitze sehr verdickt ist und beim leichten Drücken auch ein Sekret abfloss. Zudem war eine leichte Verdickung in die Tiefe zu ertasten. Damit ich für die nächste Zeit einen Vergleich habe tastete auch ich diese Stelle sehr genau ab. Es kann sich um eine ganz harmlose Entzündung (evtl. in Richtung Mastitis) handeln aber auch ein tumoröses Geschehen. Gottseidank konnte sie im Bauchraum keinerlei Veränderungen feststellen, was aber auch nicht so einfach war, da Marie recht gut „im Futter“ steht *schäm* Sie bekommt jetzt zunächst für eine Woche prophylaktisch Metacam, falls es sich um eine Entzündung handelt müsste sich die Zitze darunter positiv verändern. Falls nicht werde ich es noch ein wenig weiter beobachten und sobald es „mehr“ wird muss auch sie zu einer näheren Untersuchung in die Praxis.

Ich befasse mich schon länger mit dem Gedanken noch ein weiteres Kaninchen aufzunehmen um wieder eine 3er-Gruppe zu haben. Sollten wir dann ein Kaninchen verlieren bleibt immer noch ein Pärchen und das ist bei Kaninchen sehr wichtig. Ich habe vor vielen Jahren selber erlebt, was passieren kann wenn ein Kaninchen alleine übrig bleibt. Als meine Pauline damals eingeschläfert werden musste stellte der zurück gebliebene Robby sofort das Fressen ein und gab sich auf. Ich musste sofort für eine neue Partnerin für ihn sorgen und da damals in den umliegenden Tierheimen nichts Passendes zu finden war, zog Strubbel aus einer Zoohandlung ein. Ich möchte das nicht noch einmal erleben und so besprachen wir das Thema gestern. Ich erwähnte allerdings auch, dass mir momentan absolut nicht nach dem Einzug eines weiteren Tieres wäre, schließlich stehen ja auch die beiden Hamstergehege seit Langem leer. Aufgrund der ganzen Geschehnisse stiess ich auf volles Verständnis, aber aufgrund der Untersuchungen gestern weiß ich, das es besser wäre. So könnte es sein, dass in Kürze ein 4,5 Jahre altes Widderböckchen einzieht… und das über meine Tierarztpraxis. Nichts anderes kommt für mich seit der Erfahrung mit Janosch mehr in Frage. Warten wir ab was geschieht… ich werde berichten!